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Im Hinspiel hatten die Fans der Frankfurter Eintracht im Stadion von Racing Straßburg ein Transparent mit der Aufschrift "Capital of Crime" gespannt.

Europa League gegen Straßburg

Eintracht Frankfurt: Angst vor Randale - Polizei spricht Aufenthaltsverbote für Fans aus

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Die Frankfurter Polizei befürchtet am Rande des Europa-League-Playoff-Spiels Fan-Ausschreitungen. Sie hat deshalb Aufenthaltsverbote ausgesprochen. 

Frankfurt - Das Spiel der Frankfurter Eintracht gegen Racing Straßburg in der Europa League (live im TV oder bei uns im Live-Ticker) ist als Hochsicherheitsspiel eingestuft. Die Polizei wird deshalb die Partie mit einem Großaufgebot an Beamten begleiten. Wie der Einsatzleiter Thorsten Fleischer gegenüber der FAZ mitteilte, werden rund 2600 Fans aus Straßburg erwartet. Darunter sind nach ersten Erkenntnissen der Polizei auch sogenannte Problemfans. Diese sind per Definition gewaltbereit, wenn nicht sogar gewaltsuchend. 

Die Fanfreundschaft von Racing Straßburg und dem Karlsruher SC verschärft die Problematik, denn traditionell besteht zwischen den Anhängern vom KSC und den Fans der Frankfurter Eintracht eine Rivalität. Es gilt laut Polizei als wahrscheinlich, dass auch mehrere hundert Fans aus Karlsruhe anreisen. 

Fans von Racing Straßburg sollen erst ab 17 Uhr anreisen – Aufenthaltsverbot für Eintracht-Fans

Die Polizei hofft, die Fans getrennt halten zu können. Das hatte in der vergangenen Woche beim Hinspiel in Straßburg nämlich nicht funktioniert. Dort hatten Anhänger beider Mannschaften unter anderem mit Gegenständen aufeinander eingeschlagen. Um dies zu verhindern, bittet die Frankfurter Polizei die Fans von Straßburg nicht vor 17 Uhr anzureisen. „Die Erfahrungen aus den Europa-League-Begegnungen der vergangenen Saison haben gezeigt, dass kleine Gruppen von Frankfurter Risikofans schon vor dem Spiel in der Stadt nach potentiellen Gästefans Ausschau halten“, und diese „unvermittelt und grundlos attackieren“ könnten, sagte die Polizei gegenüber der FAZ. 

Deshalb haben die Beamten bisher elf Gefährderschreiben an Eintracht-Anhänger verschickt, um sie zu informieren, dass man sie "im Blick habe". Gegen zehn weitere Eintracht-Fans wurde ein Aufenthalts- und Betretungsverbot ausgesprochen. Sie dürfen sich am Donnerstag nicht in Stadionnähe aufhalten, einige dürfen nicht mal ins Bahnhofsviertel oder in Alt-Sachsenhausen auftauchen. 

Polizei trennt im Stadion Fans von Eintracht Frankfurt und Racing Straßburg – Pufferzone eingerichtet

Platzverweise gegen Straßburg-Fans gibt es noch nicht, sollte sich aber laut Fleischer herausstellen, dass einige von ihnen in der Absicht anreisen, Gewalt auszuüben, könnte das Verbot noch ausgesprochen werden. 

Auch im Stadion versucht man, die beiden Fanlager strikt zu trennen. Deshalb werden im Waldstadion rund 1000 Plätze neben dem Gästeblock frei bleiben, um eine Pufferzone zu bilden. 

Von Melanie Gottschalk

Die Frankfurter Eintracht spielt in Guimaraes nicht gut, gewinnt aber mit 1:0. Vor dem Spiel kam es jedoch zu Ausschreitungen. 

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