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Kennt den Geschmack der Zwiebel: Peter Fischer.

Randbemerkung

Der Geschmack der Zwiebel 

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Eintracht Frankfurt spricht mit dem Polizeipräsidenten und Peter Fischer lobt die DNA des Clubs.

Die Aufarbeitung der Vorkommnisse im Vorfeld des Europa League Spiels der Frankfurter Eintracht gegen Shakhtar Donetsk ist noch nicht abgeschlossen. Immerhin gab es jetzt aber erste Gespräche zwischen den Verantwortlichen der Eintracht und dem Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill.

Am gestrigen Freitag hatte man sich zusammengesetzt und die unterschiedlichen Positionen „ kritisch und konstruktiv ausgetauscht“, wie die Eintracht mitteilt. Man sei übereingekommen, dass die abschließende Bewertung der polizeilichen Maßnahmen am 21. Februar der Justiz vorbehalten bleibt. In Zukunft will man sich im Vorfeld von Einsätzen im Rahmen der Heimspiele verstärkt abstimmen und auch weiterhin im Gespräch bleiben.

Ausgelöst wurden die scharf kritisierten Durchsuchungen im Stadion und in Lagerräumen der Ultras im Vorfeld der Partie durch ein Video von Vereinspräsident Peter Fischer. Fischer sprach darin davon, dass das Stadion gegen Donetsk "brennen" müsse. Hessens Innenminister Peter Beuth verteidigte den Polizeieinsatz am Tag danach als "notwendig und angemessen", und machte seinerseits Fischer aufgrund seiner Aussagen für die Eskalation verantwortlich.

Anlässlich des 120. Jahrestages der Vereinsgründung hat Peter Fischer dann wieder von sich reden gemacht. Zur Faszination der Eintracht erklärte der Präsident, „die Eintracht-DNA kann keiner so richtig verstehen“, und wählte zur Verdeutlichung ein gewagtes Bild. Fischer: „Ich vergleiche das ganz gerne mit der Schwierigkeit, den Geschmack einer Zwiebel zu erklären: Du musst reinbeißen. Dieses Phänomen kann nur verstehen, wer es am eigenen Leibe miterlebt.“

Immerhin dürfte diese Aussage nicht dazu führen, dass beim nächsten Heimspiel der Frankfurter das Innenministerium wieder tätig werden muss. Zwiebeln brennen zwar auch wenn man sie schält, aber nur in den Augen - und sind im Allgemeinen recht harmlos.

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