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Nicolai Müller wechselt ans andere Ende der Welt und spielt künftig in Australien.

Wechsel

Eintracht Frankfurt: Müller geht Down Under

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Eintracht-Reservist Nicolai Müller wechselt nach Sydney.

Nicolai Müller musste 31 Jahre alt werden, ehe sein Kindheitstraum in Erfüllung gehen konnte, nämlich: „Einmal im Waldstadion mit dem Adler auf der Brust auflaufen. Im August 2018 war es soweit, Müller spielte im Stadtwald. Eine Woche zuvor, am allerersten Spieltag, hatte der vom Hamburger SV ablösefrei gekommene Franke aus Lohr am Main sein erstes Tor für die Eintracht erzielt, das 1:0 beim 2:0-Auswärtserfolg beim SC Freiburg. Erste Spieltage hatten es bei Müller immer schon in sich: Ein Jahr zuvor hatte er, damals beim HSV, in der Eröffnungspartie gegen Augsburg das entscheidende 1:0 erzielt und sich dann beim Torjubel das Kreuzband gerissen.

Es hat dann aber nicht so geklappt mit der Eintracht, auf insgesamt zwölf Pflichtspieleinsätze, darunter vier in der Europa League, kam der Profi (185 Bundesligaspiele, 69 in der zweite Liga) nur, er schoss noch ein weiteres Tor (als Einwechselspieler in Stuttgart), aber im Grunde war die Zusammenarbeit ein großes Missverständnis. Müller weiß das sehr genau: „Leider war es nicht die erfolgreichste Zeit für mich, aber ich hatte trotzdem sehr schöne Momente.“

Eintracht Frankfurt plante schon länger ohne Müller

Müller verlor erst seinen Platz im Team, dann den auf der Ersatzbank. Im Winter wurde er an Hannover 96 ausgeliehen, für die er in 14 Spielen dreimal traf, den Abstieg konnte er nicht verhindern. Müller spielte aktuell in den Planungen von Trainer Adi Müller keine Rolle mehr, in dieser Saison schaffte er es nicht mal mehr in den Kader, allenfalls in Freundschaftsspielen durfte der Nationalspieler ran. Jetzt hat sich Nicolai Müller mit sofortiger Wirkung dem australischen Erstligisten Western Sydney Wanderers angeschlossen. Er wird damit Teamkamerad von Alex Meier und Pirmin Schwegler, trainiert wird das Team von Markus Babbel. Der Wechsel nach Down Under ging am letzten Tag der Wechselperiode über die Bühne, seit gestern ist am anderen Ende der Welt das Transferfenster geschlossen.

„Wir wünschen Nicolai alles Gute in Sydney. Für ihn ist das ein echtes Abenteuer, er wird die Zeit dort genießen. Wir haben mit Pirmin, Alex und nun Nicolai eine echte Eintracht-Zweigstelle dort“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic.

Müller kam schon im Schüleralter zur Eintracht, spielte von 1998 bis 2003 in der Jugend im Riederwald, und kam über Greuther Fürth zum FSV Mainz 05 (81 Spiele, 21 Tore). Sein wichtigstes Tor schoss er für den HSV: Im Relegationsspiel gegen den Karlsruher SC im Juni 2015 erzielte er in der Verlängerung den die Klasse haltenden 2:1-Siegtreffer.

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