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Eintracht Frankfurt: SGE-Star holt sich Rückenwind in Nationalmannschaft

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Von: Johannes Skiba

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Rafael BORRE (Eintracht Frankfurt) nach Spielende mit kolumbischer Flagge um die Schultern, Aktion,Einzelbild,angeschnit
Rafael Santos Borré spielt für Eintracht Frankfurt und die kolumbianische Nationalmannschaft © Simon/imago

Die Saison läuft für Rafael Borré bei Eintracht Frankfurt nicht nach Plan. Nun trumpfte er in der kolumbianischen Nationalmannschaft auf. Nimmt er diesen Rückenwind mit?

Frankfurt – Er ist wohl das Gesicht des Europa-League-Triumphs von Eintracht Frankfurt der vergangenen Saison: Rafael Santos Borré machte sich mit seinem Distanzhammer im Camp Nou gegen den FC Barcelona, seinem Finaltreffer gegen die Glasgow Rangers und dem entscheidenden Elfmeter unsterblich. Aktuell läuft es für den Kolumbianer bei der SGE aber alles anderes als rund. Bislang gehört er bei Eintracht Frankfurt zu den Verlierern des Saisonstarts.

Zwar kam der 27-Jährige in allen elf Pflichtspielen der Saison zum Einsatz, spielte jedoch nur im Super Cup-Finale gegen Real Madrid über die volle Distanz. Neben einer Torvorlage im DFB-Pokal gegen Magdeburg steht nur ein Treffer zu Buche. Einzig beim 4:0 im Deutsche Bank Park gegen RB Leipzig Anfang September konnte sich der Mittelstürmer in die Torschützenliste eintragen – zu wenig für die Erwartungen der Verantwortlichen, zu wenig für die Ansprüche, die der Kolumbianer an sich selbst stellt.

SGE: Neuer Antrieb durch die Länderspielpause?

Im Grunde ist die größte Hoffnung von Fußballvereinen, die ihre Profis für die jeweiligen Nationalmannschaften abstellen müssen, dass diese unbeschadet und ohne größere Blessuren wieder zurückkehren. Borussia Dortmund beispielsweise muss für die Rückkehr in den Bundesliga-Alltag auf Youssoufa Moukoko, Julian Brandt und Salih Özcan, die allesamt mit Verletzungen oder Erkrankungen von ihren Einsätzen bei den entsprechenden Nationalteams zurückkehrten.

Anders sieht da die Situation bei der SGE aus. Kolo Muani durfte sein Debüt in der Weltauswahl Frankreichs geben. Rafael Borré knüpfte für die kolumbianische Nationalmannschaft erstmals in dieser Saison an die Leistungen der vergangenen Saison an. Zwar wurde der Angreifer in den Testspielen gegen Guatemala und Mexiko jeweils nur eingewechselt, konnte aber insgesamt zwei Torbeteiligungen vorweisen. Beim 4:1 gegen Guatemala traf Borré zum zwischenzeitlichen 3:0. Dabei glänzte er mit einem starken Durchsetzungsvermögen. Gegen Mexiko wiederum bereitete er mit einer zielgenauen Flanke den Siegtreffer zum 3:2 vor. Somit hat der Offensivakteuer in dieser Spielzeit ebenso viele Scorerpunkte für Kolumbien sammeln können, wie für die SGE, nur dass er für „Los Cafeteros“ bloß zwei Partien für diese Anzahl an Torbeteiligungen benötigte.

Eintracht Frankfurt: Borrés steigenden Form ist ein Lichtblick für die SGE-Offensive

Die Formkurve des Stürmers zeigt somit endlich wieder nach oben. Neben seiner Performance auf dem Platz sollte sich auch sein Selbstbewusstsein gesteigert haben. Denn Kolumbien hat mit Néstor Lorenzo einen neuen Nationaltrainer. Dass der Argentinier offensichtlich auf Borré setzt, sollte dem Kolumbianer weiteren Auftrieb geben. Die Qualität des 27-Jährigen ist unbestritten. Die große Frage ist nun, ob er den Rückenwind der kolumbianischen Nationalmannschaft mitnehmen und Trainer Oliver Glasner sowohl im Training als auch in den Pflichtspiele bessere Leistungen anbieten kann. Die Länderspiele machen Hoffnung.

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