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Braucht keine Pause, höchstens ein warmes Bad: Makoto Hasebe (Mitte), 37, junggebliebener Eintracht-Motor.
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Braucht keine Pause, höchstens ein warmes Bad: Makoto Hasebe (Mitte), 37, junggebliebener Eintracht-Motor.

Terminstress für die SGE

Eintracht Frankfurt muss die Kräfte bündeln

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Viele Spiele binnen weniger Tage – für Eintracht Frankfurt ein schön-anstrengender Umstand, der bei Trainer Adi Hütter Personalfragen forciert / Neuer Stürmer lässt weiter auf sich warten

So ein klein wenig werden sich die Frankfurter Fußballer in diesem Januar zurückversetzen müssen in eine vergangene Zeit, in jene Wochen der liebgewonnen Ermattung basierend auf vielen Spielen innerhalb weniger Tage, mal welche in der Liga, im Pokal, und natürlich – als Sahnehäubchen – im Europacup. Das hat der Eintracht seinerzeit eine Menge Freude bereitet, war aber halt verdammt anstrengend. Ähnlich wie es in diesem Januar für die Hessen wieder sein wird. Sechs Spiele binnen 22 Tagen sind für Eintracht Frankfurt im Kalender notiert, angefangen mit dem Duell am Samstag (15.30 Uhr) bei Mainz 05, gefolgt von der Pokalnachholpartie in Leverkusen, den Ligaspielen gegen Schalke, in Freiburg und Bielefeld sowie gegen die Hertha aus Berlin. Kräftezehrend allemal.

Für den Frankfurter Fußballlehrer Adi Hütter bedeuten die nun anstehenden Englischen Wochen im Doppelpack nicht nur seltene Chancen, im Training an der Form zu feilen, da geht es viel mehr um Erholung, sondern auch, sie klug durchzuplanen. Zuletzt wuppte sich die Eintracht bekanntlich ordentlich durch die Liga. Zwei Siege nacheinander stehen in der Statistik, Tabellenplatz acht, 20 Punkte insgesamt, das sind nur vier Rückstand auf den aktuellen Fünftplatzierten, den 1. FC Union Berlin, der damit den Europa-League-Startplatz belegt.

Rang sechs, zurzeit eingenommen vom VfL Wolfsburg mit ebenfalls vier Zählern Vorsprung auf die Eintracht, würde immerhin noch zum ab der kommenden Saison von der Uefa eingeführten dritten Europapokal-Wettbewerb genügen, der Conference League. Mitten in solch einer Erfolgsphase ändert ein Trainer also personell am liebsten wenig, oder – noch besser – gar nichts.

Warum also einem Dauerläufer wie Djibril Sow ausgerechnet jetzt eine Pause gönnen, wenn er doch endlich angekommen scheint bei der Eintracht nach den so quälend langen eineinhalb Jahren? Warum Amin Younes rausnehmen, wo der Wuselfloh immer wuseliger wird? Warum Makoto Hasebe nicht aufbieten, obwohl er auch mit bald 37 quietschfidel den Strategen gibt? Tatsächlich klingen diese Vorstellungen alle nicht sonderlich klug, den Einzelfall betrachtet jedenfalls. Um eine kleinere Rotation seines Personals aber wird Adi Hütter vermutlich nicht herumkommen.

Gegen Mainz zum Beispiel drängt der zuletzt gelbgesperrte Sebastian Rode zurück ins Mittelfeld, nach seiner Prachtleistung gegen Leverkusen kann Hütter seinen Altmeister Hasebe aber nicht ernsthaft an Rodes Stelle auf die Bank setzen. Also hinten den Liberoposten in der Dreierabwehrreihe für den Japaner freiräumen, Martin Hinteregger auf links schieben und auf Evan Ndicka in der Startelf verzichten? Eine durchaus vorstellbare Vorgehensweise, zumal gegen die Mainzer mit vergleichsweise hohen Frankfurter Spielanteilen zu rechnen ist und ein Hasebe als Aufbauspieler taugen würde.

Pinamonti auf dem Zettel

Einerseits. Andererseits könnte gerade Hinteregger, der – nebenbei erwähnt – neuerdings gemeinsam mit einem befreundeten österreichischen Journalisten an einem Buch über sich arbeitet, wunderbar zur Mainzer Sturmkante Jean-Philippe Mateta passen, sollte der treffsicherste Nullfünfer (sieben Saisontore) überhaupt in der Startelf stehen.

Um im defensiven Mittelfeld vielleicht doch ein wenig zu variieren, stünden Hütter auch Stefan Ilsanker und Dominik Kohr zu Verfügung – beim aktuell auf Ballsicherheit basierenden Spielstil aber eher unerquickliche Optionen. Auf der rechten Seite könnte dagegen Almamy Touré wieder ein paar Einsatzminuten mehr erhalten, dahinter wird der Brasilianer Tuta ab dem Freiburg-Spiel am 20. Januar den in die Fußballrente gehenden David Abraham ersetzen. Und in der Zweierbesetzung des offensiven Mittelfelds hat Trainer Hütter ohnehin mit Daichi Kamada, Aymen Barkok und dem weiterhin nicht gänzlich austrainierten Younes die Qual der Wahl. Im Gegensatz zum Angriff.

Dort reibt sich André Silva als Alleinunterhalter auf, marschiert viel, arbeitet in den Zweikämpfen oft gegen zwei (oder sogar drei) Gegenspieler für den Teamerfolg. Das schlaucht, logisch, noch ist ein Ersatz für Silva und den nach Brügge verkauften Bas Dost aber nicht da. Viel Zeit bei der Verpflichtung eines Angreifers sollten sich die Frankfurter mit Blick auf den eng getakteten Januar freilich nicht mehr lassen. Für das Mainz-Spiel würde ein Neuer sowieso kaum noch eine Rolle spielen können, für jenes am kommenden Dienstag in Leverkusen wohl höchstens noch eine kleine. Das ist nicht optimal.

Fredi Bobic, der Sportvorstand und Chefeinkäufer der Frankfurter, steht daher unter Druck, bald liefern zu müssen, auch wenn er nach außen seit jeher viel Ruhe suggeriert. Die Gerüchte um mögliche Zugänge sprießen wie immer in solchen Phasen aus allen Ritzen. Die Kandidaten sind seit Tagen ähnliche. Über die Niederländer Joshua Zirkzee (19 Jahre, FC Bayern) und Sam Lammers (23, Atalanta Bergamo) sowie den Franzosen Myziane Maolida (21, OGC Nizza) berichtete die FR bereits vor dem Jahreswechsel. Neuerdings geistert auch der Name von Andrea Pinamonti (21, Inter Mailand) durch die italienischen Gazetten, der als Ersatzmann von Romelu Lukaku und Lautaro Martinez in dieser Saison bisher lediglich 45 Minuten in insgesamt drei Spielen ran durfte.

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