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Eintracht: Scharfe Kritik an Feldmann – OB wehrt sich

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Von: Niklas Kirk

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Eintracht Frankfurt
Trübte im Mai das Licht der Feierlichkeiten: Frankfurts OB Peter Feldmann. © Sebastian Gollnow/dpa

Nach der scharfen Kritik OB Peter Feldmann auf der Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt hat sich dieser nun zu den Vorwürfen geäußert.

Frankfurt – Ein wesentlicher Bestandteil der gestrigen (26. September) Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt war das Resümieren über den großen Erfolg des letzten Sommers, dem Gewinn der Europa League. Angefangen mit dem wiedergewählten Präsidenten Peter Fischer, der die prominent in Szene gesetzte Trophäe eingangs streichelte, erinnerte auch Vorstandssprecher Axel Hellmann an die denkwürdige Nacht von Sevilla.

„Wir haben Grenzen verschoben, wir haben ein Ausrufezeichen in Deutschland und Europa gesetzt“, sagte der 51-Jährige. „Wir haben die Fußballromantik nach Europa zurückgetragen.“ Als es rückblickend um die Feierlichkeiten in Frankfurt geht, wird Hellmann ernst und die Ausführungen bekommen eine politische Komponente.

Eintracht Frankfurt: Feldmann wollte scheinbar den Autokorso verhindern – weil er kein Teil der Delegation war

So werden viele noch vor Augen haben, wie Peter Feldmann (SPD) den verdutzt dreinschauenden Oliver Glasner und Sebastian Rode die Trophäe auf dem Weg zum Rathausbalkon abnahm. Schon damals wurde Feldmann für diesen Akt der Selbstinszenierung öffentlich gerügt. Nun ergänzte Hellmann seine Kritik mit weiteren Details.

„Mir geht es um einen sehr ernsten Punkt“, unterstrich Hellmann gegenüber den rund 800 Anwesenden. „Es sind noch mehr Dinge vorgefallen als die, die bekannt sind. Wie man einer Mannschaft, einem Klub, den Fans und einer ganzen Stadt einen großen Moment nehmen kann. Es geht nicht allein um das Entreißen des Pokals kurz vor Eintritt in den Römer“. Auch die Rede im Kaisersaal, inklusive mangelhafter Namenskenntnis derjenigen, denen an diesem Tage die Ehre gebührte, war bereits öffentlich ausdiskutiert.

Bereits vor Ankunft der Mannschaft in Frankfurt soll es Ärger gegeben haben. So habe Feldmann versucht, den Autokorso zu verhindern, da er selbst nicht als Teilnehmer berücksichtigt war. Eine weitere Retourkutsche, ob seines gekränkten Egos, sei die Verfügung gewesen, die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt, inklusive Sportvorstand während der Feierlichkeiten nicht auf den Balkon des Römers zu lassen. Die Aktionen Feldmanns seien laut Hellmann „Ausdruck eines komplett falschen Amtsverständnisses.“

Mit Blick auf die mögliche Abwahl Feldmanns per Briefwahl, gab er den Anwesenden einen subtilen Ratschlag mit: „Jede Stadt bekommt oder in diesem Fall behält immer den Oberbürgermeister, den sie verdient.“

Mitgliederversammlung bei Eintracht Frankfurt – Feldmann äußert sich zur Kritik

Währenddessen hat sich der Beschuldigte am Dienstag (27. September) via Facebook geäußert. Die Vorwürde Hellmanns seien „haltlos“. So verweist Feldmann zunächst darauf, in entscheidenden Abstimmungsrunden zwischen Vertretern der TCF, der Eintracht und den Fachbereichen nicht eingebunden gewesen zu sein.

Seitens der Sicherheitsbehörden hatte es zuvor Bedenken gegen den Autokorso gegeben. Vielmehr sei der Autokorso durch die Eintracht selbst in Gefahr gebracht wurden, da diese den Korso nicht als Veranstaltung anmelden und sich an der Absicherung der Veranstaltung beteiligen wollte. Diese Ablehnung durch Axel Hellmann sei schriftlich dokumentiert.

Vertraulichen Gespräche zwischen dem zuständigen Ordnungsamt und der Eintracht hätten schlussendlich zu einer akzeptablen Lösung für alle Parteien geführt. Als eingefleischter Eintracht-Fan habe er dies seinerzeit „ausdrücklich begrüßt“, schließt Feldmann seine Erklärung ab.

Neben Feldmann, standen auch schlechtes Fan-Verhalten und die Finanzsituation als wenig gemütliche Tagesordnungspunkte auf dem Programm der Mitgliederversammlung. (nki)

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