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Seit 2008 Sportchef in Gladbach: Max Eberl.
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Seit 2008 Sportchef in Gladbach: Max Eberl.

SGE

Eintracht Frankfurt: Trainer Hütter wechselt nach Gladbach - weil Sportchef Eberl ihn beeindruckt

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Noch-Eintracht-Trainer Adi Hütter schließt sich auch deshalb den Gladbachern an, weil ihn deren Sportchef Max Eberl begeistert hat.

Frankfurt/Mönchengladbach – Im März, als bei Borussia Mönchengladbach die Saison so ziemlich den Bach runterzugehen drohte, als der Fußballbundesligist en masse Niederlagen kassierte, gegen Mainz, Augsburg, Leipzig, Leverkusen, Dortmund und Manchester City, sieben am Stück waren es, blieb Max Eberl standhaft. Der Macher der Gladbacher ließ sich von der Unruhe im Umfeld nicht beeinflussen, er hielt zu seinem Trainer Marco Rose, den er ja ohnehin bald an Borussia Dortmund verlieren wird.

Aber: Rose durfte bleiben, trotz dessen baldigen Abschieds, trotz der legitimen Lame-Duck-Debatte. „Ich musste mich ein bisschen zwischen Emotion und Ratio bewegen und eine gute Entscheidung fällen“, erklärte Eberl nun im Podcast der Kroos-Brüder Felix und Toni. Für ihn habe damals außer Frage gestanden, „dass ich mit Marco bis ans Ende der Saison gehe, weil er einfach ein guter Trainer ist.“

Eintracht Frankfurt: Sportdirektor Max Eberl überzeugt Adi Hütter

Die Emotionen seien Mitte Februar nach Bekanntwerden des Wechsel „von null auf hundert explodiert“, so Eberl. Er, der Chef, aber bewahrte Ruhe. Etwas, das Max Eberl, 47, Bayer, Ex-Verteidiger, quasi seit Beginn seines Schaffens als Gladbacher Sportdirektor auszeichnet. 2008 war er auf Christian Ziege gefolgt und hat die Borussia längst von einem Abstiegskandidaten zu einem Europapokalverein, dreimal gar zu einem Champions-League-Vertreter geformt.

Es ist also nur logisch, dass neben der saftigen Gehaltsaufstockung (von drei auf fünf Millionen Euro pro Jahr) auch die Zusammenarbeit mit Eberl den Fußballlehrer Adi Hütter zum Wechsel an den Niederrhein bewegt hat. Gerade die Beharrlichkeit, mit der Eberl seinem Noch-Trainer Rose den Rücken stärkte, überzeugte den Noch-Frankfurter. Eintracht-Coach Hütter soll in den Gesprächen Mitte März in seiner Heimat Salzburg beeindruckt gewesen sein von Eberl - sicher nicht zu Unrecht. „Ich habe ihm unsere Geschichte erzählt und wo wir hinwollen“, so Eberl. Es sei ein sehr, sehr offenes Gespräch gewesen. Zwei Männer auf Augenhöhe, das hat gefruchtet.

Eintracht Frankfurt: Max Eberl freut sich über Hütter-Deal für Gladbach

Der Gladbacher Manager, der erst nach einer Ausbildung zum Sport- und Touristikmanager sowie einer langjährigen Erfahrung als Direktor in Borussias Amateur- und Jugendbereich in die vorderste Reihe des Vereins aufstieg, ist ohne Zweifel einer der besten seines Fachs in Deutschland. Einst wollte der FC Bayern ihn verpflichten, kassierte jedoch eine Abfuhr und machte später Hasan Salihamidžic zum Sportvorstand. Nicht wenige unken, dass Eberl der deutlich geeignetere Mann gewesen wäre.

Die vergangenen Wochen seien für ihn, der im Januar noch eine ungewöhnliche Auszeit vom Bundesligatreiben genommen hatte („Enorm wichtig für mich als Mensch“), sehr belastend gewesen, schilderte Eberl: „Und leider habe ich mit dem Hütter-Deal einem anderen Verein geschadet, der jetzt auf seiner Seite einen neuen Trainer suchen muss.“ Worte, die glaubhaft wirken, wenngleich natürlich auch Eberl weiß: Am Ende ist die Bundesliga nun mal ein Business. „Also freue ich mich natürlich sehr über den Wechsel von Adi Hütter.“

Borussia Mönchengladbach: Lars Stindl fehlt verletzt

Der Österreicher, da ist sich Eberl sicher, passt mit seiner offensiven Spielweise ideal zu den Borussen, er soll den eingeführten Stil von Marco Rose (Ballbesitz gepaart mit aggressivem Anlaufen) fortführen. Rose selbst will sich vor dem Heimspiel gegen die Eintracht an diesem Samstag (15.30 Uhr) nicht von der ereignisreichen Woche beeinflussen lassen. Er sagt: „Die Spiele werden weniger und wir haben unsere Ziele. Allein darauf liegt unser Fokus.“ Die Gladbacher wollen noch nach Europa, mindestens in die Conference League, besser noch in die Europa League. Vier Punkte Rückstand haben sie auf die sechstplatzierten Leverkusener – machbar, zumal es zuletzt wieder bergauf ging.

Aus den Spielen gegen Schalke, Freiburg und Hertha BSC holte die Borussia sieben Zähler. Gegen die Eintracht werden jedoch Torhüter Yann Sommer (Rotsperre), Mittelfeldspieler Christoph Kramer (Gelbsperre) und der gefährlichste Offensivmann dieser Runde, Lars Stindl (Muskelfaserriss), fehlen. Hingegen sind Nationalspieler Jonas Hofmann, der seine Corona-Infektion überstanden hat, und Verteidiger Nico Elvedi wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. (Daniel Schmitt)

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