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Martin Hinteregger spricht von „Halbwahrheiten“ im Fall Kostic

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Gegen den VfB Stuttgart reicht es für Eintracht Frankfurt am Ende nur zu einem Remis. Nach der Partie nimmt Kapitän Hinteregger zur Causa Kostic Stellung.

Frankfurt am Main - Martin Hinteregger ist nicht nur Publikumsliebling. In Abwesenheit des verletzen Sebastian Rode ist er auch Kapitän von Eintracht Frankfurt. Und so verwundert es nicht, dass der Abwehrchef nach dem Unentschieden gegen den VfB Stuttgart mit Vehemenz den nach einem Streik begnadigten Mannschaftskollegen Filip Kostic gelobt und verteidigt hat.

Die Affäre, so Hinteregger unmittelbar nach dem Spiel in einem Gespräch mit DAZN, sei eigentlich keine gewesen und der Streik auch nicht, behauptete er und sprach von „Halbwahrheiten“. „Für uns war es nie ein Thema“, so Hinteregger, und mit „uns“ war wohl die Mannschaft gemeint. Anschließend dann holte Hinteregger zu einem Schlag gegen die Öffentlichkeit aus: „Das Schlimme und Traurige ist, dass viele Medien nur das Schwarze gesehen und Halbwahrheiten verbreitet haben, was viele dazu gebracht hat, gegen Filip zu sein“, sagte der Abwehrspieler. „Das ist absoluter Schwachsinn. Wenn man die Wahrheit kennt, wäre es ganz anders gewesen.“

Martin Hinteregger: Entschlossen nicht nur im Luftkampf.

Eintracht Frankfurt: Filip Kostic in der Kritik - auch von Trainer Glasner

Vor zwei Wochen hatte der 28 Jahre alte Filip Kostic das Abschlusstraining und das Spiel gegen Bielefeld ausfallen lassen. Der Serbe hatte offensichtlich einen Wechsel zu Lazio Rom erzwingen wollen. Auch Kostic selbst hatte nach dem geplatzten Transfer in einem Statement bei Instagram betont, nicht gestreikt zu haben. Eintracht Frankfurt hatte allerdings der Darstellung, dass es eine Verweigerung des Trainings war, öffentlich nicht widersprochen.

Trainer Oliver Glasner wurde am Tag nach dem Vorfall mit den Worten „ich will nicht sagen, dass das fantastisch war“ zitiert. Und weiter: „Ich habe mit ihm gesprochen. Er hat artikuliert, dass er den Klub verlassen will. Aber da gehören immer drei Parteien dazu. Ich bin davon ausgegangen, dass er zum Training kommt. Das war nicht so, sein Telefon war auch abgeschaltet“.

Eintracht Frankfurt: Filip Kostic mit fast perfektem Comeback

In der Konsequenz aus Kostic‘ Verhalten, mag man es nun Streik nennen oder nicht, saß der Serbe im Spiel gegen Stuttgart zunächst auf der Bank. Abgesehen von dem unerwartet markigen Schulterschluss mit Kostic lobte Hinteregger den in der 59. Minute eingewechselten linken Offensivspieler nach seiner fast perfekten Rückkehr, die es durch dessen Tor zum 1:0 (79. Minute) zu werden schien. Doch Omar Marmoush (88.) bescherte den Schwaben nach einer missglückten Abwehraktion von Hinteregger noch den späten Ausgleich vor 25.000 Zuschauern. „Bei Kostic hat man gesehen, wie wichtig er für uns ist, welchen Schwung er reingebracht und welche Starre er beim Gegner bewirkt hat“, lobte Hinteregger. „Wenn er noch ein, zwei Spiele so spielt, ist das total alles vergessen.“

Bei seiner Aussage ließ Hinteregger allerdings offen, was denn die ganze Wahrheit im Fall Kostic ist. Möglich ist allerdings, dass das Thema bald keines mehr es. Martin Hinteregger hätte dazu beitragen können, wenn er in seinen Anschuldigungen der Presse gegenüber konkreter gewesen wäre. Diese Chance hat der Österreicher leider verpasst. Genau wie die Eintracht den ersten Sieg in einem Pflichtspiel in dieser Saison. Beides hätte sicher ein wenig dazu beigetragen, die Gemüter in Frankfurt zu beruhigen. Auch die der Fans - die in ihrer Mehrzahl Filip Kostic schon längst vergeben haben. Und das bereits vor seinem Treffer gegen Stuttgart. (Stefan Krieger mit dpa)

Rubriklistenbild: © Imago Images

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