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Raul ist Kandidat auf die Hütter-Nachfolge bei Eintracht Frankfurt.
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Raul ist Kandidat auf die Hütter-Nachfolge bei Eintracht Frankfurt.

SGE

Eintracht Frankfurt: Gespräche mit Weltstar Raul über Trainerposten

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Gegen bärenstarke Mainzer kann Eintracht Frankfurt einen Riesenschritt zur Champions League machen - aber leicht auch eine herausragende Saison verspielen. Derweil gab es Gespräche mit Weltstar und Trainerkandidat Raul.

Frankfurt - Neuerdings darf sich Adi Hütter über einen Ehrenplatz im Fernsehen freuen. Tommi Schmitt, die schnieke Hälfte des populären Podcastdoppels von „Gemisches Hack“, dazu ein großer Gladbach-Groupie und seit kurzem als Late-Night-Humorist im ZDF auf Sendung, präsentiert den 51-Jährigen auf seinem Pult – da grinst das Abbild des baldigen Gladbacher Fußballlehrers also in die Kamera.

Freilich: Will Adi Hütter nicht nur bei „Studio Schmitt“, sondern auch bei Eintracht Frankfurt in den Geschichtsbüchern großen Raum einnehmen, sollte er mit seiner Noch-Mannschaft liefern. Platz vier in der Bundesliga, drei Spiele noch, ein Zähler Rückstand auf Wolfsburg, ein Punkt Vorsprung auf Dortmund – das ist die Ausgangslage im knallengen Champions-League-Rennen.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir die letzten drei Runden so gestalten, dass wir am Ende unser großes Ziel erreichen“, sagt Adi Hütter vor seiner 100. Bundesligapartie am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Nachbar Mainz 05. Dass die Frankfurter vor zwei Jahren schon mal drei Partien vor Ultimo auf einem Champions-League-Platz lagen und den Vorsprung, sogar drei Zähler groß, verspielten, ist für Hütter dabei kein schlechtes Omen. Vielmehr seien die Situationen nicht vergleichbar. Hütter erklärt: „Wir waren damals unglücklich gegen Chelsea ausgeschieden und hatten insgesamt 14 zusätzliche Europa-League-Spiele.“ Sprich: Der Tank war leer, bis auf den letzten Tropfen. Diesmal soll dies nicht passieren, Hütter gewährte sich und seiner Truppe vor den entscheidenden Spielen noch einen Kurzurlaub. Nun seien alle bereit, so der Trainer – bereit für Historisches?

Eintracht Frankfurt: Erinnerungen an 1960

Nur einmal schaffte es die Eintracht unter die besten Klubs Europas. Damals, 1960, stießen die Hessen bis ins Endspiel des Europapokals der Landesmeister vor. Der 18. Mai, der Hampden Park zu Glasgow, etwa 130 000 Fans auf den Tribünen, unten Alfredo di Stefano und Ferenc Puskas gegen Alfred Pfaff und Friedel Lutz, Real Madrid gegen Eintracht Frankfurt. Die große Fußballwelt, die die Frankfurter mit einer 3:7-Niederlage seither verlassen haben.

Nun, 61 Jahre später, stehen die Hessen vor dem möglichen Einzug in die Champions League. Dortmund gegen Leipzig und Wolfsburg gegen Union Berlin legen am Samstag vor, die Eintracht zieht nach. Sie steht seit dem 19. Spieltag auf einem Königsklassenplatz, sie spielt eine herausragende Saison. Klar, die geräuschvollen Abschiede von Vorstand Fredi Bobic und Trainer Adi Hütter klingen nach, zuletzt wollte die Formkurve mit zwei Pleiten aus drei Partien nicht recht passen. Die Köpfe arbeiten, die Nervosität steigt, die Champions League kann plötzlich nicht mehr nur gewonnen, sondern auch verloren werden. Aber, so Hütter, sein Team sei gemeinsam mit dem FC Bayern das beste Heimteam der Rückrunde, „das gibt uns Selbstvertrauen“.

Eintracht Frankfurt: Raul offenbar Kandidat als Hütter-Nachfolger

Einer, der sich mit der Champions League bestens auskennt, ist Raul. Der frühere Weltklassestürmer, viele, viele Jahre bei Real Madrid auf Torejagd, später auch bei Schalke 04, ist auf dem Markt und hat sich über seinen Berater als Hütter-Nachfolger angeboten. In der Folge kam es zu Gesprächen mit der Eintracht. Raul, der die Uefa-Trainerlizenz besitzt, ist derzeit für die Reserve der Madrilenen zuständig, kämpft mit ihr um den Aufstieg in Liga zwei. Zuvor war der 43-Jährige Jugendtrainer bei den Königlichen. Die Frankfurter präferieren aber weiterhin andere, erfahrenere Kandidaten – unter anderem Oliver Glasner aus Wolfsburg.

Für das Team von Adi Hütter folgt auf das Knackspiel gegen Mainz, den wohl stärksten Gegner im Endspurt, jedenfalls der Auftritt – Achtung Ironie – in der Schalker Festung, ehe es abschließend gegen die netten Streich-Männer aus Freiburg geht. Klingt machbar, wenn der Opponent aus Rheinhessen bezwungen werden sollte. Die Nullfünfer, die im zweiten Saisonteil nur einen Zähler weniger als die Eintracht geholt haben, hätten bisher eine „außergewöhnlich gute“ Rückrunde gespielt, findet Hütter und erwartet ein rasantes Spiel. „Klasse wird drin sein, von beiden Seiten.“ Gästetrainer Bo Svensson habe seinen Stil schnell implementiert. „Alle, die irgendwo etwas mit Red-Bull-Fußball zu tun haben, werden sicher nicht hinten drin stehen.“ Svensson arbeitete vor seiner Mainzer Zeit als Trainer beim FC Liefering, dem Farmteam von RB Salzburg.

Eintracht Frankfurt: Ndicka fehlt, Hinteregger rückt nach links

Adi Hütter muss am Sonntag seine Startelf umbauen, Evan Ndicka fehlt gelbgesperrt, er dürfte links hinten von Martin Hinteregger ersetzt werden. Makoto Hasebe, meist in der Rückrunde im Mittelfeld am Ball, könnte auf den Liberoposten rücken, Sebastian Rode und Djibril Sow das Duo im Zentrum davor bilden. Offen ist, ob Hütter mit einer oder zwei Spitzen stürmen lässt, beziehungsweise ob er einen oder zwei Kreative im offensiven Mittelfeld aufbietet. Amin Younes, zuletzt zur Behandlung seiner Adduktorenbeschwerden in Belgien weilend, wirke gesund, so Hütter. Ob’s für einen Einsatz reicht? Nur der Coach weiß es. Sollte Younes nicht an der Seite von Daichi Kamada auflaufen, wird Luka Jovic vorne neben André Silva spielen. Die Madrid-Leihgabe trainiere einfach gut, sagt Hütter, „und natürlich wünschen wir uns alle, dass Luka jetzt noch mal explodiert“.

Zu einer Explosion der Gefühle wollen, na klar, auch die Fans beitragen. Sie, die sich diese Rekordsaison daheim vor dem TV ansehen müssen, haben dieser Tage eine Aktion gestartet. „51.500“ heißt sie in Anlehnung zur Stadionkapazität und beinhaltet, dass die Anhänger:innen ihrem Herzensklub Postkarten als Mutmacher zusenden. Nun sind zwar nicht ganz 51 500 Kärtchen bei der Eintracht eingegangen, die 10.000 aber dürften die Poststelle des Bundesligisten doch auf Trab gehalten haben. Trainer Hütter jedenfalls findet’s „außergewöhnlich“. In der Tat.

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