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Auf dem Weg nach Mailand: Eintracht-Trainer Addi Hütter.

Europa League

Ein Platz ist noch frei

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Eintracht-Stürmer Ante Rebic fällt aus und Trainer Adi Hütter sucht nach einer erfolgsbringenden Besetzung für Abwehr und Mittelfeld.

Sie hatten alles probiert, ihn vorzeitig vom Platz geholt, sofort eingehend untersucht, die Reise nach Belgrad und den einwöchigen Aufenthalt bei seinem Mediziners des Vertrauens genehmigt. Doch genutzt hat es nichts: Ante Rebic, der Stürmer von Eintracht Frankfurt, fällt für das Rückspiel im Achtelfinale der Europa League bei Inter Mailand am Donnerstag (21 Uhr/RTL und Dazn) aus.

Als die Frankfurter Reisegruppe am Mittwochmittag in Richtung Mailand abhob, war der 25-jährige Kroate nicht an Bord des Flugzeuges. Rebic hatte sich vor zwölf Tagen im Heimspiel gegen Hoffenheim bei einer unglücklichen Bewegung des rechte Knie verdrehte und war anschließend wegen Schmerzen ausgewechselt worden. Zwar sollen die Bänder nicht schlimm beschädigt sein, für einen Einsatz in Mailand reichte das aber offensichtlich nicht. Stattdessen werden in der Frankfurter Offensive - wie schon im Hinspiel (0:0) - wohl auch diesmal wieder Luka Jovic und Sebastien Haller stürmen. Direkt dahinter dürfte im offensiven Mittelfeld Mijat Gacinovic gesetzt sein. Goncalo Paciencia, zuletzt mit zwei wichtigen Toren in der Liga nah an die Mannschaft herangerückt, nimmt die Rolle als Edeljoker ein.

An Bord der Maschine ins sonnige und 15 Grad warme Mailand saß dagegen David Abraham, der Kapitän reiste aber nur als Unterstützung seiner Kollegen mit. Bis gestern hatte es auch beim 32-Jährigen die Hoffnung gegeben, er könnte seine muskulären Probleme für diese wichtige Partie irgendwie überwinden, stattdessen tut sich nun für Trainer Adi Hütter auf der rechten Position der Dreierkette eine Lücke auf. Dort hatte am Montagabend bei der Generalprobe in Düsseldorf (3:0) noch Winterzugang Almamy Touré verteidigt, der Franzose ist für den Europapokal aber nicht gemeldet.

Jetro Willems oder Jonathan de Guzman?

Wahrscheinlich ist, dass Martin Hinteregger nun von links nach rechts hinten rutscht und die Dreierkette von Makoto Hasebe und Evan Ndicka komplettiert wird - eine vielversprechende Kombination. Allerdings: Muss Hasebe als Libero ran, fehlt er im defensiven Mittelfeld, wo neben dem gesetzten Sebastian Rode noch ein Plätzchen zu vergeben ist. Dauerläufer Gelson Fernandes fehlt gelbgesperrt, als Alternativen stehen nur die zuletzt sehr formschwachen Jetro Willems und Jonathan de Guzman oder der überhaupt nicht berücksichtigte Marc Stendera parat.

Eine Möglichkeit, wenn auch keine wahrscheinliche, ist auch, dass Trainer Hütter den Japaner Hasebe doch ins Mittelfeld beordert und stattdessen Marco Russ oder Simon Falette in letzter Reihe verteidigen lässt. Optimal sind all diese Lösungen gewiss nicht.

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