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Jovic und Silva
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Luka Jovic (l.) und André Silva (r.) in der Partie gegen Hertha BSC Berlin. (Archivfoto)

SGE

Eintracht Frankfurt gegen Union Berlin – André Silva und Luka Jovic als Doppelspitze

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Die Frankfurter Eintracht muss im richtungsweisenden Spiel gegen Union Berlin ihr Angriffsduo aus André Silva und Luka Jovic von der Leine lassen.

  • Eintracht Frankfurt trifft am nächsten Spieltag der Fußball-Bundesliga auf Union Berlin.
  • SGE-Trainer Adi Hütter könnte beide von Beginn an spielen lassen.
  • Abwehrchef Martin Hinteregger droht auszufallen.

Frankfurt – Nicht alles, aber vieles hängt an einem kräftigen Oberschenkel, einem linken, in dem es laut offizieller Eintracht-Mitteilung zu einer „leichten Zerrung der Faszie“ (vereinfacht: Bindegewebe) kam. So was aber auch.

Es geht um das Bein des Frankfurter Abwehrchefs Martin Hinteregger, gewiss einer der besten Verteidiger der Liga und laut seinem Trainer Adi Hütter ein Spieler von Champions-League-Format.

Eintracht Frankfurt gegen Union Berlin – Hinteregger droht auszufallen

Jener Hinteregger droht also mit dieser Zerrung in dieser Faszie für die kommende Begegnung am Samstag gegen Union Berlin auszufallen. Das ist keine gute Nachricht für die weiterhin hartnäckig um einen Champions-League-Startplatz ringende Eintracht, die weit weg von einer Schwächephase, aber auch nicht mehr so geschmeidig in Schuss ist wie vor einigen Wochen. Von neun zu vergebenden Punkten holte sie zuletzt nur zwei.

Von daher kommt der Heimpartie der SGE gegen die Eisernen aus der Kapitale, aktuell Platz sieben, eine gewichtige Bedeutung zu, da sollte mit einem Dreier die Stoßrichtung klargemacht und die Ambitionen untermauert werden. Längst ist ja klar, und auch intern so kommuniziert, dass „wir uns ein sehr hohes Ziel gesetzt haben“, wie Defensivakteur Stefan Ilsanker sagt. Kein Rumgeeier, kein Versteckspiel, warum auch? Ja, sie wollen in die Königsklasse.

Eintracht Frankfurt: Hütter wird kein Risiko eingehen

Gänzlich ausgeschlossen ist nicht, dass Hinteregger bis Samstag fit wird. Alles hänge vom weiteren Heilungsverlauf ab, meldet die Eintracht. Und Hinti, wie ihn Gott und die Welt ruft, ist ja ein spezieller, unkonventioneller Typ, vielleicht gesundet er auch schneller als andere. Wahrscheinlicher ist dennoch eine Auszeit, zumal Adi Hütter nicht dafür bekannt ist, übermäßiges Risiko einzugehen. Man wird sehen.

Sollte der 28-Jährige passen müssen, würde das die gesamte Statik der Mannschaft verändern. Denn weil kein weiterer gelernter Innenverteidiger mehr im Kader steht, müsste Makoto Hasebe aus dem Mittelfeld zurück in die Dreierkette, wo der gegen Leipzig herausragende Ilsanker eine Position weiter nach rechts rücken und für Tuta verteidigen würde. Der Brasilianer pausiert gelbgesperrt. Und auch auf der rechten Außenbahn muss der Trainer improvisieren, weil Erik Durm mit einer Zerrung unpässlich ist.

Muss jetzt liefern: Luka Jovic. (Archivfoto)

Aymen Barkok würde sich anbieten, er ist zwar kein Defensivspezialist, aber er ist laufstark und kann Power nach vorne geben. Die Abwehr wäre aber, so oder so, fast komplett auf links gedreht.

Eintracht Frankfurt: Änderungen in der Zentrale

Auch im Mittelfeld käme es zu Änderungen, in der Zentrale würden Djibril Sow und Sebastian Rode Seite an Seite auflaufen. Beides sind gute, ausdauernde, giftige Spieler – aber vom Typus her ähnlich. Sie gehören eher der Gattung „wilde Hummeln“ an, nicht so strategisch veranlagt wie Spielleiter Hasebe. Mit dem umsichtigen Japaner im Mittelfeld hat die Eintracht ihre mit Abstand besten Spiele gemacht, weil er sich mit einem der beiden anderen prächtig ergänzt. Rode und Sow haben allerdings auch schon mehrfach gemeinsam auf der „Sechs“ agiert, das Spiel ist dann nicht so klar strukturiert, aber ungleich dynamischer. Das kann mitunter von Vorteil sein.

Eine Position weiter vorne wird mit ziemlicher Sicherheit Daichi Kamada den ebenfalls gesperrten Amin Younes ersetzen. Damit das Offensivspiel nicht alleine auf seinen Schultern lastet, wird die Eintracht sich darum bemühen müssen, auch über die Flanken Druck zu machen – nach Möglichkeit nicht nur über Filip Kostics linke Seite, was schwer genug fällt, weil der Serbe ein Spieler von außergewöhnlicher Klasse ist. Das führt dann regelmäßig zu einer Disbalance.

Und ganz vorne wird Hütter der Doppelspitze André Silva und Luka Jovic vertrauen. Das ist nur allzu logisch und, wenn man so will, alternativlos. „Wenn wir etwas Großes erreichen wollen, müssen wir schauen, dass wir die beiden so in Schuss bringen, dass sie uns die Spiele entscheiden“, sagte er bereits nach dem Remis gegen Stuttgart. Ein bemerkenswerter Satz, der zeigt, für wie hochklassig er das Sturmduo – völlig zu Recht – hält.

Eintracht Frankfurt: Andre Silva seit zwei Spielen ohne Tor

Silva hat nun zwar seit zwei Spielen nicht mehr getroffen, was in dieser Saison erst ein einziges Mal vorkam, aber er steht bei 19 Toren und sechs Vorlagen und ist damit hinter Robert Lewandowski der zweitbeste Scorer der Bundesliga. Und Luka Jovics Qualitäten sind unbestritten, Hütter adelte ihn mehrfach als Weltklassestürmer. Klar ist aber auch, dass das Angriffspärchen nicht mehr viel Zeit hat, sich aneinander zu gewöhnen und die geballte Gefahr im Doppelpack zu entfalten.

Gerade Jovic muss jetzt liefern, nach seinem phänomenalen Auftakt mit drei Toren in drei Partien wartet er nun schon seit sieben Spielen auf einen Treffer, wenngleich, das sei der Fairness halber angemerkt, er auch nur zweimal in der Startformation stand. „Es ist für mich definitiv leichter, wenn ich von Anfang an spiele“, hat der 23-Jährige grundsätzlich mal gesagt. Fit sollte er mittlerweile sein, in zwei Monaten müsste ein Berufssportler einen Rückstand aufgeholt haben, zumal er ja auch bei Real Madrid im Training stand.

Seine zuletzt stagnierende Entwicklung wird von seinem spanischen Stammverein mit maßvoller Sorge beobachtet. Jovic, der alles mitbringt und nicht umsonst von Real gekauft wurde, sollte so langsam zünden. Er will im Sommer bei einem Topverein mit Königsklassen-Ambiente unterkommen – dass das Eintracht Frankfurt ist, scheint sportlich möglich, wirtschaftlich aber kaum zu stemmen. (Ingo Durstewitz)

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