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Kein gutes Jahr für Lucas Torro.

Lucas Torro

Eintracht Frankfurt: Lucas Torro fällt durch alle Raster - und vielleicht aus dem Kader

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Lucas Torro steht weiter tief im Abseits. Bei Adi Hütter hat der Mittelfeldspieler der Eintracht zur Zeit schlechte Karten.

Das nennt man wohl Künstlerpech, passt aber wie die Faust aufs Auge: Am vergangenen Donnerstag hätte Lucas Torro im Testspiel gegen den FC Gießen (1:3) spielen dürfen, so viel Profis standen Trainer Adi Hütter ja nicht zur Verfügung. Doch weil der Spanier tags zuvor im Training einen Schlag auf den Fuß erhalten hatte, verpasste er selbst diese Begegnung in aller Freundschaft.

Lucas Torro, 25 Jahre alt, fällt momentan in Frankfurt durch sämtliche Raster. Für die Partie von Eintracht Frankfurt gegen Bayer Leverkusen dürfte er keine Rolle spielen, in der darauffolgenden Woche ist die Eintracht international unterwegs, Torro ist für die Europa League nicht gemeldet. In dieser Runde kam der sympathische Spanier in der Bundesliga genau zwei Minuten zum Einsatz, im ersten Spiel gegen Hoffenheim, zudem durfte er in vier Qualifikationsspielen ran, in Tallinn, Vaduz und Straßburg. In Estland erzielte er mit einem wuchtigen Linksschuss sogar das allererste Frankfurter Tor der diesjährigen Europa-League-Saison.

Eintracht Frankfurt hat viele zentrale Mittelfeldspieler

In seinem ersten Jahr war ihm kurioserweise auch das erste Tor auf internationaler Bühne gelungen, das 1:1 bei Olympique Marseille, damit habe er „auch ein Sandkörnchen zur erfolgreichen Kampagne“ beigetragen, sagte er unlängst. Mittlerweile habe er sich an den deutschen Fußball gewöhnt. „Das neue Jahr kann ein gutes für mich werden“, hat er gesagt. Gekommen ist es anders, ganz anders.

Lucas Torro, der nach einer Schambeinentzündung und dem Verlust seines Bruders erst zum Ende der vergangenen Runde wieder Anschluss ans Team gefunden hatte, steht weiterhin im Abseits bei der Eintracht. Sein großes Problem ist die Geschwindigkeit. Trainer Adi Hütter will schnelle, wendige Akteure mit Tempo, das fehlt Torro. Er hat seine Stärken im Kopfballspiel, er denkt strategisch, hat einen guten Schuss, aber Nachteile im Antritt.

Und starke Konkurrenz auf seiner Position auf der Sechs. Gelson Fernandes ist der bessere Zerstörer, Dominik Kohr dynamischer, Djibril Sow und Sebastian Rode sind im Spiel nach vorne kreativer. An ihnen vorbeizukommen, wird schwer. Der Vertrag des versierten Tennisspielers ist bis 2023 befristet, möglich, dass Torro sich anderweitig umsieht.

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