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Europa League

Eintracht Frankfurt gegen Antwerpen im TV: Fans bleiben außen vor

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Eintracht Frankfurt spielt wieder international. Ein Grund zur Freude besonders für die Fans - auch wenn viele das Spiel gar nicht sehen können.

Frankfurt am Main - Die Saison läuft bislang für Eintracht Frankfurt* alles andere als rund. Auch wenn man in der Bundesliga erst eine Niederlage kassiert hat, gelang der Mannschaft von Oliver Glasner* in den bisherigen acht Pflichtspielen noch kein Sieg. Das soll sich in der Europa League heute Abend ändern. Im Kampf um den Einzug in die K.o.-Phase der Europa League steht bereits am zweiten Gruppen-Spieltag bei Royal Antwerpen ein Richtung weisendes Duell an.

Am Main hofft man also auf den Befreiungsschlag. Der soll nun auf europäischen Parkett in Antwerpen her. Trainer Glasner ist zuversichtlich. „Wir gehen in das Spiel, um es zu gewinnen“, verkündete Glasner pflichtschuldig, und sagte damit das, was die Fans hören wollen - und was eigentlich jeder Trainer vor jedem Spiel kundtut.

Eintracht Frankfurt in Antwerpen: Stadt spricht Aufenthaltsverbot aus

Auswärtsspiele im Europapokal waren für die Anhänger der Frankfurter in der Vergangenheit meist ein Fest. Egal ob in Italien bei Lazio Rom oder Inter Mailand, in London bei Arsenal oder Chelsea, in Portugal oder auf Zypern. Immer sind tausende Fans mit der Mannschaft mitgereist, um sie stimmgewaltig zu unterstützen. Tickets wurden dann auch ganz gerne mal vor Ort ergattert, wer keines hatte besorgte sich eines. Wo ein Wille war, fand sich ein Weg.

Eintracht-Fans gegen Fenerbahce Istanbul: Im heimischen Stadion ist es am schönsten.

Am heutigen Abend wird das aller Voraussicht nach ein wenig anders sein. Die Stadt Antwerpen hat für einen speziell ausgewiesenen Bereich rund um das Stadion, der in etwa einer „Bannmeile“ entspricht, ein Aufenthaltsverbot für alle Eintracht-Anhänger ausgesprochen, die kein gültiges Ticket für die Partie besitzen. Genauso ausgeschlossen sind die Anhänger, die nicht im Besitz eines europäischen COVID-Zertifikats (Negativnachweis - geimpft/genesen/getestet) sind. Spontane Anreisen nach Belgien dürfte es also eher nicht geben, und diesmal ist nicht unbedingt Corona* schuld.

Eintracht Frankfurt in Antwerpen: Spiel wird nur im Netz übertragen

Aber auch für die, die das Spiel am heimischen Fernsehgerät verfolgen wollen, sieht die Sache alles andere als rosig aus. Denn live bei RTL, dem Rechteinhaber im Free-TV, wird die Begegnung von Celtic Glasgow gegen Bayer Leverkusen gezeigt. Eintracht Fans sind also gezwungen, auf den Internetanbieter von RTL zurückzugreifen - die Partie wird live in Deutschland ausschließlich vom Streaming-Bezahl-Portal TVNow übertragen. Diejenigen, die nicht gewillt sind, neben DAZN und SKY ein weiteres Abo für den Fußball abzuschließen, schauen buchstäblich in die Röhre. Genau wie die, deren Internetanbindung so bescheiden ist, dass Bewegtbilder über das Netz keine Freude sind. Selbst, wenn am Ende für die Eintracht der erste Saisonsieg herausspringen sollte.

Warum sich RTL zu diesem Schritt veranlasst sah, bleibt im Dunkeln. Sicher wird es eine Rolle gespielt haben, dass der Sender weiß, dass die Anhänger von Eintracht Frankfurt nicht nur zahlreich, sondern auch gewillt sind, gutes Geld für ein paar Spiele ihrer Mannschaft auszugeben. Höchstwahrscheinlich mehr, als das bei den Fans von Bayer Leverkusen der Fall ist. Sichere Einnahmen durch längerfristige Abos scheinen lukrativer zu sein als mögliche Reichweite im Free-TV. Dass sich bei den Fans der Unmut über diese Politik in den sozialen Medien immer starker artikuliert, ist verständlich. Zumal es jetzt auch Gerüchte gibt, dass auch das nächste Spiel der SGE gegen Olympiakos Piräus hinter der Paywall von TVNow versteckt werden soll. Vom Sender bestätigt ist dies allerdings noch nicht.

Eintracht Frankfurt in Antwerpen: Wer sehen will, muss hören

Für diejenigen, die das Spiel live verfolgen wollen, ohne vor Ort zu sein, bleibt immerhin noch die gute alte Radioreportage. Der Hessische Rundfunk begleitet die Partie auf hrinfo. Und wer weiß - wenn wieder kein Sieg herausspringen sollte, war es am Ende vielleicht sogar besser, sich das Geschehen nicht anschauen zu müssen. Irgendwann endet schließlich auch die Leidensfähigkeit eines Eintracht-Fans. (Stefan Krieger) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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