Symbolbild DFB-Pokal zwischen 1860 München und Eintracht Frankfurt.
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Symbolbild DFB-Pokal zwischen 1860 München und Eintracht Frankfurt.

DFB-Pokal

Eintracht Frankfurt zieht in die nächste Runde ein

  • Stefan Krieger
    vonStefan Krieger
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Eintracht Frankfurt besiegt in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals ohne Glanz den TSV 1860 München mit 2:1.

Eintracht Frankfurt hat die Auftakthürde im DFB-Pokal mit etwas Mühe genommen. Der Bundesligist setzte sich beim stark aufspielenden Drittligisten 1860 München knapp mit 2:1 (0:0) durch und darf sich damit über einen geglückten Saisonstart freuen.

Für den Pokalsieger von 2018 und Halbfinalisten der Vorsaison trafen Torjäger Andre Silva (51.) und Stürmerkollege Bas Dost (56.) zum Sieg. Philipp Steinhart (78./Foulelfmeter) machte es kurz vor Schluss mit dem Anschlusstreffer noch einmal spannend.

Im Vorfeld hatte Eintracht-Trainer Adi Hütter, dessen Vertrag zuletzt bis 2023 verlängert worden war, sein Team als Pokalmannschaft bezeichnet. Im Juni waren die Hessen im Halbfinale noch knapp am späteren Sieger Bayern München (1:2) gescheitert. "Das ist der kürzeste Weg nach Europa, aber wir wissen, dass er auch sehr steinig und schwierig ist", sagte er.

Das zeigte sich auch in München. Die Frankfurter, die wegen einer Sperre auf Leistungsträger Filip Kostic verzichten mussten, kamen nur schwer ins Spiel. Das lag auch an den mutig spielenden Löwen, die im menschenleeren Grünwalder Stadion die hoch stehende Dreierkette des Bundesligisten oft vor Probleme stellten.

Ein Niveau-Unterschied war zunächst nicht zu erkennen, Münchens Trainer Michael Köllner stellte seine Elf perfekt ein. Die beste Möglichkeit für die Sechziger vergab Kapitän Sascha Mölders, dessen Kopfball am Pfosten landete (23.).

Mölders (14., 40.) und Fabian Greilinger (6., 33.) vergaben weitere gute Möglichkeiten der Platzherren, auf der Gegenseite sorgte einzig Dominik Kohr mit einem Distanzschuss ans Aluminium (18.) für Gefahr. Die Löwen konnten ihr Chancenplus aber nicht in Tore ummünzen.

Das rächte sich im zweiten Durchgang. Die Hessen kamen wie ausgewechselt aus der Umkleidekabine, die Passgenauigkeit und Dynamik in der Offensive überforderte die Münchner. Die Führung des Favoriten war die logische Folge.

Silva traf per Kopf, nachdem Dost einen weiten Ball ideal für den Portugiesen querlegte. Kurz darauf erhöhte Dost ebenfalls per Kopfball nach einer Flanke von Silva, den die Frankfurter vor Kurzem fest von AC Mailand verpflichtet hatten.

In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend, nachdem Eintracht-Torhüter Kevin Trapp den heranstürmenden Stefan Lex im Strafraum zu Boden brachte. Steinhart behielt vom Punkt die Nerven, der Ausgleich wollte den Münchnern aber nicht mehr gelingen. (sid)

TSV 1860 München - Eintracht Frankfurt 0:2 (0:0)

Aufstellung TSV 1860 MünchenHiller - Willsch , Moll , Salger , Steinhart - Erdmann , Tallig , Dressel , Lex , Greilinger - Mölders
Aufstellung Eintracht FrankfurtTrapp - Abraham, Hinteregger, Ndicka - Kohr, Rode - da Costa, Kamada, Zuber - Dost, Silva
Tore 1:2 (0:1 Silva, 0:2 Dost, 1;2 Steinhart)
SchiedsrichterMartin Petersen (Stuttgart)
ZuschauerBis auf ein paar Funktionäre - keine

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Abpfiff in München. Eintracht Frankfurt zittert sich am Ende eine Runde weiter. Das, was man ganz gerne einen Arbeitssieg nennt.

93. Minute: Noch mal ein Frestoß für die Eintracht - Silva drüber.

90. Minute: Vier Minuten Nachspielzeit.

88. Minute: Das war die Riesenchance für Silva. Der Portugiese umkurvt Hiller, trifft aber nur das Außennetz.

86. Minute: Abraham prüft Trapp - der pariert.

84. Minute: Noch gut sechs Minuten zittern für Eintracht Frankfurt. Chandler taucht vor Hiller auf - und gleich wieder ab.

81. Minute: Das wird jetzt doch noch mal eng für den Bundesligisten. Eigentlich völlig unnötig, nachdem man das Spiel fest im Griff hatte.

78. Minute: Elfmeter für 1860 München. Trapp hatte einen Löwen von den Beinen geholt. Nur noch 1:2.

75. Minute: Viel passiert zurzeit nicht in München. Zumindest nicht bei diesem Spiel. Eintracht Frankfurt kurbelt das jetzt recht locker runter.

73. Minute: Hütter bringt Hasebe für Zuber und Chandler für Rode.

72. Minute: Rode setzt von rechts Kamada in Szene - leider auf den Kopf des Japaners. Den hat er aber nur zum denken.

68. Minute: Zuber aus der Ferne - vorbei. Trotzdem: Eintracht Frankfurt macht das jetzt besser als in der ersten Hälfte. Auch wenn die Gastgeber immer mal wieder Nadelstiche setzen können.

67. Minute: Ecke für die Eintracht. Der anschließende Konter der 60er bringt nichts ein.

66. Minute: Und wieder eine Chance für die Löwen. Kopfball nach Ecke - vorbei.

64. Minute: Mölders trifft für 1860 - aber die Fahne war oben. Irgendwas mit Hand oder Abseits oder so. Glück gehabt.

60. Minute: Doppelwechsel bei den Gastgebern. Zwei Spieler gehen, zwei kommen. So ist das beim Doppelwechsel.

59. Minute: Die Eintracht hat das Spiel jetzt im Griff - auch, weil Bas Dost plötzlich teilnimmt.

56. Minute: Das 2:0! Bas Dost trifft nach Flanke von Silva. Der Holländer mit dem Kopf zum 2:0 für die Eintracht.

53. Minute: Inzwischen geht die Führung der SGE in Ordnung. Die Hessen sind besser in die zweite Halbzeit rein gekommen, wirken entschlossener. Der Treffer war schön herausgespielt.

51. Minute: Tor für die Eintracht. Kohr flankt auf Dost, der legt mit dem Fuß auf Silva auf, und der Portugiese macht den Treffer mit dem Kopf.

50. Minute: Bas Dost spielt mit. Riesenchance für den Holländer, der alleine vor Hiller freigespielt wird - und verzieht.

48. Minute: Silva über links, zieht in die Mitte und ab - in die Arme des Torhüters. Immerhin.

46. Minute: Kein Wechsel. Es geht weiter in München

Eintracht Frankfurt tut sich bislang sehr schwer gegen die disziplinierten Gastgeber. So wie eigentlich erwartet. Die Mannschaft von Adi Hütter muß sich steigern, sonst könnte die Mission DFB-Pokal schon früh enden.

Halbzeit in München: Immerhin 73% Ballbesitz für Eintracht Frankfurt. Optisch ist man jetzt überlegen, aber so richtig spannend ist es nicht - weil die dicken Chancen fehlen. Oder auch: Ein müder Kick. Es kann nur besser werden.

42. Minute: Zuber mit der Flanke von links. Ohne Wirkung. Wenigstens konnte ein Tor im Gegnzug verhindert werden.

40. Minute: Immer wieder Mölders. Der nicht mehr ganz junge Stürmer der 60er verfehlt nur knapp den Kasten.

37. Minute: Kamada versucht immer wieder, so etwas wie eine Linie ins Spiel der Eintracht zu bringen. Leider fehlt in der Zentrale die Anspielsation. Dost bislang ohne jegliche Bindung zum Spiel.

34. Minute: Konter der Löwen - Hinteregger läuft ab.

32. Minute: Recht gefällig ist das Zusammenspiel von Silva und Zuber über links. Führt dazu, dass Kamada im Strafraum ein Tänzchen aufführen kann. Als es darum geht, zum Anbschluss zu kommen, verlies den Japaner die Kraft.

30. Minute: Kohr mit dem nächsten Weitschuss, der nichts einbringt.

28. Minute: Kamada steckt auf Silva durch - aber der Portugiese ist im Abseits. Nach wie vor wenig klare Aktionen bei der Eintracht.

26. Minute: Und wieder kommen die Löwen über die rechte Seite der Eintracht zu einer gefährlichen Flanke - Mölders ist aber etwas zu klein.

22. Minute: Riesenglück für die Eintracht. Trapp mit schlechtem langen Ball, die Pille kommt hoch in den Strafraum der SGE zurück und landet am Pfosten des Keepers. Auch da steht es jetzt Unentschieden.

20. Minute: Freistoß für die Eintracht - Hinteregger in die Mauer.

18. Minute: Da war die erste Gelegenheit. Kohr zieht aus 20 Metern ab - Pfosten.

17. Minute: Die Eintracht kommt so langsam ins Spiel. Ohne allerdings eine echte Torchance bislang.

14. Minute: Hinteregger säbelt über den Ball, kann aber im Nachsetzen gegen Mölders irgendwie den Rückstand verhindern

13. Spielminute: Immer noch keine Struktur im Spiel der Mannschaft von Adi Hütter. Die Gastgeber machen den wesentlich besseren Eindruck

10. Spielminute: 1860 presst gut, der Eintracht fällt im Moment nicht viel ein. Der Klassenunterschied besteht zur Zeit nur auf dem Papier.

6. Minute: 1860 versteckt sich hier nicht. Ecke für die Gastgeber, die Hintermannschaft der Hessen sieht nicht besonders sattelfest aus.

2. Minute: Erste Verwirrung bei den Gastgebern. Die Eintracht kommt über lkinks, und bleibt hängen.

1. Minute: Erste Verwirrung in der Frankfurter Hintermannschaft. Aber der Ball der Löwen geht drüber.

+++ Anstoss in München: Das Bällchen rollt. Bzw. fliegt.

+++ 15:25 Uhr: Noch fünf Minuten, dann geht die Saison endlich los.

+++ 15.05 Uhr: An dieser Stelle könnte man ein paar Trainer-Zitate aus der jeweiligen Pressekonferenz zum Spiel einbringen. Da das aber wenig fruchtbar ist, hier zwei Phrasen, die eigentlich immer gehen: Man will auf jeden Fall was holen und man hat gut trainiert. (Gilt wahrscheinlich für beide Teams).

+++ 14:55 Uhr: Steven Zuber ist somit der einzige Neue, der bei Eintracht Frankfurt in die Saison 2020/21 startet. Der Schweizer wäre aber wahrscheinlich nicht in die Startelf gerutscht, wenn Filip Kostic nicht gesperrt wäre. Phrasenschwein: Man darf gespannt sein.

+++ 14:45 Uhr: Die Chronistenpflicht schiebt die Aufstellung der Gastgeber hier rein.

Eintracht Frankfurt mit Doppelspitze gegen 1860 München

+++ 14:29 Uhr: Die Aufstellung von Eintracht Frankfurt ist da. Adi Hütter schickt Dost und Silva in den Sturm, Kamada beginnt im offensiven Mittelfeld. Neuzugang Ragnar Ache steht wegen „leichter Rückenprobleme“ nicht im Kader.

+++ 13.35 Uhr: Die Eintracht-Delegation ist im Grünwalder Stadion eingetroffen. In Zeiten von Social Media wissen wir jetzt, wie soclh ein leeres Stadion aussieht. Hinweis: Viel voller wird's nicht mehr.

+++ 13.15 Uhr: Tatsächlich scheint es in Deutschland laut Wikipedia keine Stadt namens „Bild“ zu geben. Erstaunlicherweise findet sich aber in alphabetischer Nähe ein „Bielefeld“. Und das gibt es ja bekanntlich nicht, auch wenn Eintracht Frankfurt nächste Woche angeblich gegen „Bielefeld“ in der Bundesliga antritt. Verwirrend.

+++ 13.10 Uhr: Der Schiedsrichter wurde benannt. Martin Petersen heißt der Mann. Und wie es sich gehört, muss bei Schiedsrichtern ein Ort hinter den Namen. Also: Martin Petersen (Stuttgart). Auf dem Twitter-Kanal der Eintracht kommt Herr Petersen allerdings aus (Bild). Wir versuchen herauszubekommen, wo dieser Ort liegt. Bleiben Sie dran.

12.09.2020, 11.55 Uhr: Im Vorfeld der Pokalpartie hat Eintracht-Vorstand Fredi Bobic vor drohenden Insolvenzen gewarnt.  Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie könnten nach seiner Ansicht unabsehbare Folgen haben. „Klubs mit großen Namen könnten insolvent gehen“, sagte der 48 Jahre alte Ex-Nationalspieler dem Nachrichtenportal t-online.de.

„Je länger die Pandemie andauert, desto spannender wird es“, meinte der ehemalige Bundesliga-Profi. Er warnt vor wachsender Arbeitslosigkeit unter den Berufskickern: „Einen Millionenmarkt für Spieler wie Sane, Havertz, Werner wird es immer geben. Aber mal abgesehen von diesen Stars der Branche: Es wird künftig mehr arbeitslose Profifußballer geben.“

Sowohl in der Bundesliga als auch in der 2. und 3. Liga hätten Spieler lange vom „größeren Kuchen“ profitiert. „Viele Profis spielen eine Gehaltsklasse zu hoch für ihre fußballerische Qualität“, so der Europameister von 1996. Der Lösungsvorschlag von Bobic: „Ich würde mir wünschen, dass es eine Reglementierung bezüglich der Profigehälter gibt. Stichwort Gehaltsobergrenze.“ Es würde „vieles vereinfachen, weil man genau wüsste, dass ein 21-Jähriger nur bis zu einer bestimmten Summe verdienen darf“.

Bobic hofft außerdem auf eine Rückkehr zu Spielen vor vollen Zuschauerrängen: "Ich hoffe, dass es möglich ist. Realistisch ist es aber nicht. Ich bin überzeugt davon, dass wir mehr als 50 Prozent Auslastung in den Arenen hinbekommen können. Aber wenn wir auf den garantierten Impfstoff warten und darauf, dass alle durchgeimpft sind, dann spielen wir die nächsten zwei bis drei Jahre nicht vor Zuschauern."

Vorbericht TSV 1860 München - Eintracht Frankfurt

Frankfurt/München - Start in die neue Saison für Eintracht Frankfurt. Und wie man das als Trainer so tut, warnt Eintracht-Coach Adi Hütter vor dem DFB-Pokalspiel beim Drittligisten 1860 München vor Nachlässigkeiten. „Das ist eine kampfkräftige und körperlich robuste Mannschaft. Wir müssen die Zweikämpfe von der ersten Sekunde weg annehmen. Wenn wir das nicht machen, kann es unangenehm werden“, sagte der Österreicher am Donnerstag: „Wenn wir das aber schaffen und unsere Qualitäten auf den Platz bringen, bin ich davon überzeugt, dass wir eine Runde weiterkommen.“

Eintracht Frankfurt ohne Filip Kostic nach München

Wegen einer Rotsperre aus der vergangenen Pokalsaison muss der 50-Jährige am Samstag (15.30 Uhr/Live im TV und als Stream*) auf Flügelspieler Filip Kostic verzichten, ihn vertritt Neuzugang Steven Zuber auf der linken Seite. Der zuletzt angeschlagene Martin Hinteregger ist rechtzeitig vor dem ersten Pflichtspiel wieder fit.

Für die Pokalsaison nimmt sich die Eintracht einiges vor: „Frankfurt ist eine Pokalmannschaft. Wir wollen auch dieses Jahr so lang wie möglich im Wettbewerb bleiben“, sagte Hütter: „Das ist der kürzeste Weg nach Europa, aber wir wissen, dass er auch sehr steinig und schwierig ist.“

Im Direktvergleich beider Teams im DFB-Pokal sieht es jedenfalls nicht gut aus für Eintracht Frankfurt. Da haben die Gastgeber mit 3:1 Siegen die Nase vorne. Zuschauer sind im Grünwalder Stadion nicht zugelassen - ganz im Gegensatz zum Saisonauftakt von Eintracht Frankfurt in der Bundesliga gegen Arminia Bielefeld. Für die Begegnung am kommenden Samstag hat das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt einem Konzept der Eintracht zugestimmt. Somit dürfen 6.500 Fans die Partie verfolgen*.

Eintracht Frankfurt: Nur kein zweites Ulm

Für Eintracht Frankfurt gilt im Spiel gegen 1860 München: Bloß keine Blamage wie damals beim SSV 1846 Ulm. 2018 reiste Eintracht Frankfurt als gefeierter DFB-Pokalsieger zur Erstrundenpartie beim schwäbischen Regionalligisten - und flog gleich raus.

Nachdem die Frankfurter dieses Jahr nicht mehr in der Europa League spielen, ist der DFB-Pokal auch eine Chance, wieder ins internationale Geschäft zu kommen. Oder wie es Abwehrspieler Timothy Chandler ausdrückte: „Der Pokal ist der schnellste Weg zu einem Titel.“ Für Hütter ist es „sicherlich der kürzeste Weg, aber auch ein sehr, sehr steiniger“, ehe man sich als Pokalgewinner oder Finalteilnehmer für den Europacup qualifizieren kann. (skr) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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