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Akman, Zuber & Co.: Wie läuft es für die Leihspieler von Eintracht Frankfurt?

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Von: Sascha Mehr

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Ali Akman.
Ali Akman. © IMAGO/N.E.C Nijmegen v Sparta Rotterdam

Eintracht Frankfurt hat mehrere Spieler an andere Vereine verliehen. Wir geben einen Überblick über die Leistungen der einzelnen Profis.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt hat zahlreiche Spieler zu anderen Vereinen verliehen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich und variieren von Profi zu Profi. Junge Talente, die bei der SGE keine Chance auf regelmäßige Einsätze in der Mannschaft von Trainer Oliver Glasner haben, sollen bei anderen Klubs Spielpraxis erhalten, sich weiterentwickeln und nach ihrer Rückkehr einen neuen Anlauf am Main nehmen. Eintracht Frankfurt verzeichnete damit in den vergangenen Jahren große Erfolge, beispielsweise Daichi Kamada und Tuta schafften nach ihrer Leihe den Sprung in den Kader der SGE und sicherten sich Stammplätze.

Der andere Grund, wieso Eintracht Frankfurt Spieler auf Leihbasis abgegeben hatte, ist, weil sich ein Verkauf nicht ergab und der Profi so von der Gehaltsliste runter ist. Der Verein kann damit das volle oder zumindest einen Teil des Gehalts sparen für einen Akteur, der in den Planungen keine Rolle mehr spielt. Derzeit hat die SGE sieben Spieler an andere Klubs verliehen. Wir geben einen Überblick.

Eintracht Frankfurt: Mainz 05 will Dominik Kohr halten

Dominik Kohr (FSV Mainz 05): Der Mittelfeldspieler wechselte im Januar 2021 per Leihe zum FSV Mainz 05 - ursprünglich war nur die Rückrunde der Saison 2020/21 geplant. Im Sommer einigten sich beide Klubs aber auf eine Ausdehnung des Leihgeschäfts um ein weiteres Jahr. Kohr konnte sich bei den Rheinhessen einen Stammplatz sichern und ist eine feste Größe in der Zentrale der Mainzer. Bei Eintracht Frankfurt hätte er es auch in der kommenden Saison schwer mit Einsätzen. Mainz würde ihn gerne halten. Sollte die Ablöse passen, würde ihm die SGE keine Steine in den Weg legen.

Ali Akman (NEC Nijmegen): Der 19-Jährige wechselte im vergangenen Sommer für ein Jahr in die Niederlande, um Spielpraxis zu sammeln. Kurz vor Ende der Saison lässt sich festhalten, dass der Plan aufging für Eintracht Frankfurt. Akman absolvierte 23 von 27 möglichen Ligaspielen und stand 15-mal in der Startelf. Mit sechs erzielten Treffern ist er Spitzenreiter in der internen Torschützenliste von NEC Nijmegen. Im Sommer kehrt er zurück zur SGE und kämpft um seinen Platz im Kader.

Steven Zuber (AEK Athen): Bei Eintracht Frankfurt geriet er aufs Abstellgleis, also wagte er einen Neuanfang in Griechenland. Von Beginn an und schlug er voll ein - in seinen ersten sieben Ligaspielen für AEK Athen erzielte er fünf Treffer und lieferte zwei Vorlagen. Mittlerweile wurde seine Quote schwächer, er ist dennoch ein wichtiger Spieler seines Teams. Zudem fühlt er sich sehr wohl bei AEK Athen. Der griechische Klub besitzt eine Kaufoption, die womöglich gezogen wird. Eine Rückkehr zur SGE wird es jedenfalls nicht geben.

Eintracht Frankfurt: Kaufpflicht greift bei Zalazar

Rodrigo Zalazar (FC Schalke 04): Wie zuvor beim FC St. Pauli schlug der Uruguayer auch beim FC Schalke 04 ein. Zalazar sicherte sich einen Stammplatz in der Zentrale und vier Treffer und sechs Vorlagen in 24 Partien bei. Mit den „Knappen“ spielt er aktuell um den Aufstieg in die Bundesliga. Im Leih-Vertrag war eine Kaufpflicht verankert, die nun griff. Der FC Schalke 04 bindet den Mittelfeldspieler mehrere Jahre an sich. Allerdings besitzt Eintracht Frankfurt eine Rückkaufoption für Zalazar.

Igor Matanovic (FC St. Pauli): Das 18-jährige Mittelstürmertalent hat Eintracht Frankfurt vom FC St. Pauli verpflichtet und direkt bis zum 30. Juni 2023 an die Hamburger zurückverliehen. In der laufenden Saison fiel er zunächst lange wegen einer Adduktorenverletzung aus, arbeitete sich dann an die Startelf heran, bis ihn eine Corona-Infektion zurückwarf. In den letzten Wochen verbuchte er vor allem Kurzeinsätze in der Schlussphase.

Eintracht Frankfurt: Bördner nur Nummer zwei bei Viktoria Köln

Elias Bördner (Viktoria Köln): Der junge Keeper sollte beim Drittligisten wertvolle Spielpraxis sammeln, doch daraus wurde nichts. Im internen Torhüterduell hatte er gegenüber Moritz Nicholas das Nachsehen und ist lediglich die Nummer zwei von Viktoria Köln. Bördner kommt auf fünf Einsätze in der 3. Liga, weil Stammkeeper Nicholas wegen einer Muskelverletzung ausfiel.

Fynn Otto (Hallescher FC): Der Innenverteidiger konnte sich keinen Stammplatz sichern und steht bei lediglich acht Einsätzen in der 3. Liga - davon keinen über die vollen 90 Minuten. Im Sommer geht es zurück zu Eintracht Frankfurt, in den Bundesligakader wird es der 20-Jährige aber nicht schaffen. Entweder bleibt er bei der SGE und spielt dann der der neu geschaffenen U23, die in der Hessenliga startet, oder er verlässt den Verein und sucht eine neue Herausforderung.

Unterdessen äußerte sich Adi Hütter, Ex-Trainer von Eintracht Frankfurt, in einem Interview über seine Zeit bei der SGE und nennt einen Grund für seinen Abgang. Eintracht-Verteidiger Tuta spricht im FR-Interview über seinen Lebenstraum, Capitano Abraham und weshalb er nicht über den FC Barcelona sprechen will. (smr)

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