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Museumsdirektor Matthias Thoma (links) und Laudator Alon Meyer, Präsident von Maccabi Deutschland. Getty Images
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Museumsdirektor Matthias Thoma (links) und Laudator Alon Meyer, Präsident von Maccabi Deutschland. Getty Images

NS-Vergangenheit

„Eintracht Frankfurt lebt Vorbildcharakter“

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Das Eintracht-Museum erhält den renommierten Julius-Hirsch-Preis. Maccabi-Präsident Alon Meyer lobt bei der Feier im Palmengarten die Arbeit des Hauses.

Großer Bahnhof im Gesellschaftshaus des Frankfurter Palmengartens: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verlieh dem Eintracht-Frankfurt-Museum den renommierten Julius-Hirsch-Preis 2021. Museumschef Matthias Thoma, der mit seinem kleinen, engagierten Team unermüdlich auch die Erinnerung an die dunkelste Zeit deutscher Geschichte festhält, nahm die Auszeichnung sichtlich stolz entgegen. Die Laudatio auf das 2007 eröffnete, direkt am Waldstadion beheimatete Museum hielt Alon Meyer. Der Präsident von Maccabi Deutschland ist in Frankfurt geboren und seit seiner Kindheit großer Fan von Eintracht Frankfurt.

Meyer wies darauf hin, es sei „grausame Realität“, dass die Rolle des Fußballs im Zusammenhang mit dem Thema Nationalsozialismus und der Judenverfolgung „viel zu lange ignoriert wurde, auch von Eintracht Frankfurt“. Engagierten Menschen wie Museumsleiter Thoma sei es zu verdanken, dass die Geschichte aufgearbeitet wird. „Danke im Namen aller Opfer des Nationalsozialismus und aller Demokraten. Eintracht Frankfurt lebt Vorbildcharakter mehr als je zuvor.“ Thoma verrichte seine Arbeit aus „tiefer Überzeugung mit unermüdlichem Eifer“.

Der so hoch Gelobte sprach in Anwesenheit der Eintracht-Vorstände Oliver Frankenbach und Axel Hellmann, der DFB-Interimspräsidenten Rainer Koch und Peter Peters sowie von Ligaboss Christian Seifert von einer „tollen Auszeichnung, die uns sehr stolz macht“. Das Eintracht-Museum werde am Thema dranbleiben: „Stetes Rühren ist ganz wichtig.“ Es sei aufgrund der guten Finanzausstattung ein „Privileg des Fußballs, der sich solche Arbeit leisten kann“.

Seit 2005 erinnert der DFB an den deutschen Nationalspieler Julius Hirsch, der aufgrund seines jüdischen Glaubens im März 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden war. Derzeit arbeitet der DFB an einer Studie, die herausfinden soll, welche Nazis auch nach der Nazizeit noch in führenden Positionen im Fußball tätig war. Eintracht Frankfurt hat diese Arbeit dank des eigenen Museums bereits geleistet.

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