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Eintracht Frankfurt - Werder Bremen

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DFB-Pokal-Saison beendet: Lange Sperre für Kostic

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Filip Kostic von Eintracht Frankfurt wird für sein Foul an Ömer Toprak lange gesperrt. Die SGE hat dem Urteil zugestimmt.

  • Filip Kostic von Eintracht Frankfurt mit Roter Karte
  • DFB sperrt Kostic lange
  • Eintracht Frankfurt kann Einspruch einlegen

Update, 15.18 Uhr: Eintracht Frankfurt soll dem Urteil zugestimmt haben, wie „Bild“ berichtet. Grund dafür, keine Einspruch einzulegen, sei die Tatsache, dass Filip Kostic bis zu einem endgültigen Urteil für alle Wettbewerbe des DFB gesperrt wäre. Filip Kostic wäre also bei einem Einspruch von Eintracht Frankfurt im Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen nicht spielberechtigt.

Erstmeldung, 6. März, 14.02 Uhr: Frankfurt - Die Hoffnung auf eine milde Strafe für Filip Kostic erfüllte sich nicht. Der Frankfurter wurde im DFB-Pokal-Spiel gegen Werder Bremen in der Nachspielzeit mit der Roten Karte des Feldes verwiesen. Filip Kostic grätschte den Gästespieler Ömer Toprak von hinten ab und erwischte ihn brutal an der Wade. Toprak konnte den Platz nicht eigenständig verlassen und musste mit einer Trage vom Feld gebracht werden. Der Verdacht auf einen Wadenbeinbruch bestätigte sich aber nicht. Nach den Untersuchungen gab Werder Bremen bekannt, dass es sich um eine Riss-Quetschwunde handelt. Wie lange der Bremer seinem Verein fehlen wird, ist noch unklar. Im Auswärtsspiel bei Hertha BSC am Samstag wird er aber definitiv noch nicht mitwirken können.

Eintracht Frankfurt: DFB äußert sich zur Sperre

Der DFB schreibt auf seiner Homepage folgendes zu den Strafen nach einer Roten Karte: „Entscheidend sind zunächst die Schwere des Vergehens und daneben u.a. die Frage, ob Vorstrafen vorliegen. Als sportgerichtliche Standardfälle sind in § 8 Nr. 1 der Rechts- und Verfahrensordnung u.a. genannt: Unsportliches Verhalten, rohes Spiel gegen den Gegner, Tätlichkeit gegen den Gegner.“

Das Foul von Filip Kostic wertete das Sportgericht des des Deutschen Fußball-Bundes als „rohes Spiel“. Darauf trifft folgende Regelung zu: „Das rohe Spiel ist in § 8 Nr. 1 b der Rechts- und Verfahrensordnung geregelt. Definiert ist es wie folgt: Roh spielt, wer rücksichtslos im Kampf um den Ball den Gegner verletzt oder gefährdet. Strafandrohung: Sperre von mindestens zwei Wochen bis zu sechs Monaten“, schreibt der DFB.

Eine Mindestsperre für Kostic wären also zwei Spiele. Der Serbe ist kein Wiederholungstäter und hat bisher lediglich wegen Meckerns und Reklamierens Gelbe Karten bekommen. Trotzdem bekam er nicht die milde Strafe des DFB, der ihn für vier Pokalspiele sperrte. „Darüber hinaus ist der Spieler bis zum Ablauf der Sperre auch für alle anderen Pokalspiele seines Vereins gesperrt", teilte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes mit.

Eintracht Frankfurt muss im DFB-Pokal also lange auf den Mittelfeldspieler verzichten. Kostic wird nicht nur im Halbfinale und einem möglichen Endspiel in der aktuellen Saison fehlen, sondern auch die 1. und 2. Hauptrunde des Pokals in der Spielzeit 2020/2021 verpassen. Frühstens im Achtelfinale der nächsten Saison wäre der Serbe wieder spielberechtigt. Eintracht Frankfurt kann binnen eines Werktags Einspruch gegen das Urteil einlegen. Die Sperre gilt nur für den DFB-Pokal. Die Spiele in der Bundesliga und der Europa League betrifft sie nicht.

Eintracht Frankfurt: Kostic ist unersetzlich

Eintracht Frankfurt muss also im Halbfinale auf einen seiner stärksten Offensivspieler verzichten. Wie wichtig Filip Kostic für die SGE ist, zeigen die Statistiken:  In 38 Pflichtspielen hat er zwölf Tore erzielt und 16 Vorlagen gegeben, er war also direkt an 28 der insgesamt 77 Frankfurter Toren beteiligt - eine unglaubliche Quote. Wer den Flügelflitzer ersetzen wird im Halbfinale, ist noch unklar. „Wir haben einen ordentlichen Kader, nun müssten eben andere einspringen“, sagte Trainer Adi Hütter. 

Es könnte zudem sein, dass Filip Kostic nie mehr in einem DFB-Pokal-Spiel für Eintracht Frankfurt auf dem Platz steht. Zuletzt mehrten sich die Gerüchte um einen Abschied im Sommer. Der Offensivspieler wird voraussichtlich im Sommer nicht zu halten sein und einen Vertrag bei einem internationalen Top-Club unterzeichnen. Für Eintracht Frankfurt bleibt zumindest eine üppige Ablöse.

Von Sascha Mehr

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