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Eintracht Trainer Adi Hütter: Einsatz von Ante Rebic noch nicht entschieden.

Europa League

Eintracht Frankfurt: Lange Anreise zum Heimspiel

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Eintracht Frankfurt reist knapp 600 Kilometer zur Partie gegen Flora Tallinn an. Auch Ante Rebic ist an Bord.

Am Mittwochmittag sind sie mal wieder abgehoben. Von Linz an der Donau jetteten die Fußballprofis der Frankfurter Eintracht gestern nach Egelsbach und düsten dann rasch weiter in die Stadt am Main – keine allzu anstrengende Anreise, aber doch nicht optimal, solch ein Heimspiel in der Europa-League-Quali zum gefühlten Auswärtsspiel umzufunktionieren. Zumal das Team ja direkt nach der Partie am Donnerstag (20.30 Uhr) gegen Flora Tallinn erneut die rund 600 Kilometer in einem Flugzeug zurücklegen wird, um für eineinhalb Trainingstage nach Windischgarsten zu hasten.

Ganz glücklich sollen die Klubbosse mit diesem Reiseplan nicht sein, Trainer Adi Hütter aber war es ein wichtiges Anliegen, auf den zweiten, kurzen Stopp in seinem Heimatland nicht zu verzichten. Der 49-Jährige sieht in Oberösterreich optimale Bedingungen, um den Formaufbau fortzusetzen. „Es ist aber schon eine ungewöhnliche Situation“, gab der Trainer zu. 20 Spieler sind mit nach Frankfurt geflogen, die Ersatzleute blieben in Windischgarsten.

Abschlusstraining in Österreich

Das Abschlusstraining für das Spiel hatte der Bundesligist am Vormittag noch in Österreich absolviert – nach den von der Uefa vorgeschriebenen einsehbaren ersten 15 Minuten anschließend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Wobei: Die Fans ließen es sich nicht nehmen, von den umliegenden Hügeln ihre Blicke auf Hütters Ballzauberer zu werfen.

Mit dabei im Training war auch Ante Rebic. Der seit Sonntag an Rückenschmerzen leidende Angreifer nahm erst am Aufwärmprogramm teil, um daraufhin mit einem Fitnesstrainer am Rand des Platzes einige Koordinationsübungen zu vollführen. Es könnte also eng werden mit einem Rebic-Einsatz gegen die Esten, zumal Trainer Hütter ausschloss, Risiko einzugehen: „Wenn er sich 100 Prozent fit fühlt, wird er zum Einsatz kommen. Wenn nicht, dann nicht.“

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Anstelle des Kroaten, über dessen mögliche Verpflichtung Inter Mailand wieder intensiver nachdenkt, könnten entweder Dejan Joveljic oder Daichi Kamada auflaufen. Den anderen Platz im Zweiersturm hat Goncalo Paciencia sicher - zumindest für heute Abend, künftig dann eher weniger. Die Form des Portugiesen ist nicht berauschend, gerade beim Hinspiel in Estland enttäuschte er. Sollte demnächst tatsächlich ein neuer, teurer Angreifer verpflichtet werden, könnte es für den 24-Jährigen eng werden mit einem Stammplatz.

„Boateng war ein Thema“

Ähnliches gilt ein Stückchen weiter hinten für Mijat Gacinovic. Der Serbe, vergangene Saison noch erste Wahl, muss um diesen Status fürchten. Er hat nach den Verpflichtungen von Djibril Sow und Dominik Kohr sowie der Rückkehr von Sebastian Rode große Konkurrenz im offensiven Mittelfeld bekommen, und tut wenig dafür, diese auszustechen. Gacinovic ist völlig außer Form, winkt oft ab und wirkt dadurch ein wenig lustlos. Schnell machen daher Gerüchte um einen möglichen Wechsel die Runde, angeblich soll Lazio Rom Interesse haben. Da Rode nicht spielberechtigt und Sow nicht fit ist, könnte Gacinovic gegen Tallinn aber noch eine Bewährungschance erhalten.

Kein Konkurrent im Offensivbereich stellt bekanntlich Kevin-Prince Boateng dar, er schloss sich gestern lieber dem AC Florenz an, obwohl die Eintracht intensiv um ihren ehemaligen Spieler geworben hatte. „Boateng war ein Thema“, sagte Hütter, „ich habe mit ihm gesprochen, aber es hat sich zerschlagen. Er hat sich aus familiären Gründen für Italien entschieden. Für uns gibt es aber auch andere Optionen.“

Übrigens: Die Verpflichtung von Verteidiger Martin Hinteregger wurde gestern von der Eintracht noch nicht bekanntgegeben, das wird aber freilich noch zeitnah nachgeholt - aller Voraussicht nach unter großem Getöse am Abend vor dem Spiel im Stadion.

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