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Bei Eintracht Frankfurt läuft es gut

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Von: Daniel Schmitt

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Die Hessen vermelden einen beispiellos dynamischen Mitgliederboom und sitzt dem 1. FC Köln nun im Nacken. Dem historischen Erfolg des Jahres 2022 sei Dank.

Frankfurt – Um es zu Beginn aus dem Blickwinkel eines Spötters zu betrachten: Ja, liebe Eintracht aus Frankfurt, selbst die Schalker, vor gar nicht langer Zeit ein Zweitligist, sind besser als ihr. Und die Kölner, der Effzeh, Dreizehnter der Bundesliga, graues Mittelmaß, höchstens, liegt in dieser Kategorie vor euch. Blamabel.

Frei von Ironie ist das natürlich astreiner Humbug. Nicht nur, weil mit dem FC Bayern und der Dortmunder Borussia auch zwei Branchengrößen mehr Mitglieder als die Eintracht aufweisen, sondern, weil sich die Hessen schlicht kaum besser hätten entwickeln könnten. 120 000 Mitglieder vermeldet die Eintracht als Präsent unterm Tannenbaum, rund 30 000 mehr als vor einem Jahr.

Obenauf: Eintracht-Präsident Peter Fischer.
Obenauf: Eintracht-Präsident Peter Fischer. © Uwe Anspach/dpa

Bei der Eintracht läuft es gut: Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht

Ein historisches Wachstum, das als allerletztes Zeichen des Jahres dienen darf, dass es bei den Frankfurtern flutscht. Europa-League-Titel, Champions-League-Achtelfinale, Ligavierter, Mannschaft des Jahres, ein das Spiel prägender Angreifer im wohl hochklassigsten WM-Finale aller Zeiten, und, und, und. Die Eintracht ist en vogue, macht in diesen Tagen, Wochen, Monaten, ja mittlerweile Jahren im Grunde alles richtig. Der Klub prosperiert, steigt in andere, bisher unbekannte Sphären auf - auf dem Rasen wie abseits davon.

Die Eintracht nutzt den Boom geschickt, dessen Ende nicht in Sicht ist. Das Stadion wird nach langer Planung vergrößert, der positiven Entwicklung des Klubs angepasst. Wo das alles noch hinführen kann? Hypothetisch, na klar, die Richtung aber zeigt weiterhin nach oben. Wenn die Eintracht, wie allenthalben von den Verantwortlichen betont, sich treu und demütig bleibt, sie nicht die größten Fehler im Erfolg macht, wird sie bald wohl auch den Kölnern (123 000 Mitglieder) und Schalkern (160 000) noch enger auf die Pelle rücken.

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