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Jakic von Eintracht Frankfurt
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Jakic im Europa League-Spiel gegen Fenerbahce.

SGE-Neuzugang

Kristijan Jakic – Ein Draufgänger mit feiner Klinge für Eintracht Frankfurt

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht-Draufgänger setzt schon Zeichen und hat nur eineinhalb Spiel gebraucht, um in Frankfurt anzukommen.

Frankfurt – Im ausführlichen FR-Interview vor wenigen Tagen ist Kristijan Jakic gefragt worden, ob er vielleicht doch ein bisschen Bammel habe, dass der Sprung von der höchsten kroatischen Spielklasse hinüber in die Bundesliga ein zu großer sei und er an der Konkurrenz bei Eintracht Frankfurt zerschellen könne. Der 24-Jährige hat so ein wenig geschaut, als sei schon die Frage eine Beleidigung, aber sehr freundlich geantwortet: „Ich habe großes Selbstbewusstsein. Ich bin einer, der nicht zurückzieht und alles gibt für das Team. Ich will mich hier durchsetzen.“ Das sind, ganz klar, Fußballer-Standardsätze, sie gehören zum Repertoire: Gas geben, 100 Prozent, voll reinhauen. Indes: Bei Kristijan Jakic sind es keine Plattitüden, er lebt jeden Satz auf dem Platz aus.

Der Kroate hat nicht mal eineinhalb Spiele gebraucht, um in Frankfurt anzukommen und ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft zu werden. Der Draufgänger bringt eine andere Komponente ins Spiel, Behauptungswillen, Biss, Aggressivität, auch Gift und Galle. Am Donnerstag in der Europa League gegen Fenerbahce (1:1) avancierte er zum besten Akteur des Eintracht-Ensembles. Furchtlos ist er, der Mann aus den dalmatinischen Bergen, „er ist sehr stabil, ist in jeden Ball reingesprungen“, wie Mitstreiter Erik Durm lobte.

Eintracht Frankfurts Kristijan Jakic: Oliver Glasner gefällt‘s

Der Zugang von Dinamo Zagreb, erst einmal ausgeliehen für ein Jahr, setzte Zeichen, war immer dabei, wenn es mal etwas ruppiger und derber wurde. Bei der amtlichen Rudelbildung ganz zum Schluss mischte er in der ersten Reihe mit, hatte sie mit einem (harmlosen) Foul mitausgelöst. Trainer Oliver Glasner gefällt diese Haltung, ab und an brauche es etwas Aufbrausendes, denn sein Team ist schon ein eher braves. „Er hat sich mit den Fenerbahce-Spielern angelegt.“ Der Coach fand das ausgesprochen positiv, denn: „Man darf sich nicht alles gefallen lassen.“

Prima Neuzugang: Kristijan Jakic.

Jakic aber auf einen Haudrauf zu reduzieren, würde ihm nicht gerecht. Denn der Mittelfeldmotor, eine Art „Staubsauger“, wie Kollege Durm findet, spielt sehr manierlich Fußball, dreht fast immer offensiv auf. Und er spielt prima Pässe, wie vor dem Ausgleich auf Filip Kostic. „Er ist sehr mutig“, sagt Erik Durm.

Bisher ist der eher als Ergänzung geholte Jakic die große Überraschung und ganz klar der stärkste Neuzugang. In einem Jahr kann er fest verpflichtet werden. Kostenpunkt: 3,5 Millionen. Fast ein Schnäppchen. (Ingo Durstewitz)

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