Sebastian Bornauw vom 1. FC Köln.
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Sebastian Bornauw vom 1. FC Köln.

Eintracht in Köln

Eintracht-Gegner mit Fehlstart: 1. FC Köln bereitet sich mit Geheimtest auf Duell vor

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Eintracht Frankfurt trifft nach der Länderspielpause auf den 1. FC Köln. Die Rheinländer befinden sich nach einem Fehlstart in der Krise.

  • Eintracht Frankfurt trifft in der Bundesliga auf den 1. FC Köln.
  • SGE-Gegner Köln legte Fehlstart in die neue Saison hin.
  • Zwei Leistungsträger sind fraglich für das Spiel gegen Eintracht Frankfurt.

Frankfurt/Köln - Die Nationalspieler der Bundesligisten kehren nach den Spielen mit der Nationalmannschaft nach und nach zurück zu ihren Klubs und bereiten sich auf den nächsten Einsatz in der Liga vor. Eintracht Frankfurt trifft auswärts auf den 1. FC Köln. Im Rhein-Energie-Stadion gab es in der vergangenen Saison ein 1:1-Unentschieden. Den Rückstand durch Florian Kainz egalisierte Bas Dost in der zweiten Halbzeit zum Endstand. Damals hatte Köln den Klassenerhalt schon sicher und Eintracht Frankfurt noch eine kleine Chance auf das Erreichen der Qualifikation in der Europa League. Die Partie am Sonntag steht aber unter ganz anderen Vorzeichen.

Eintracht Frankfurt: Gegner Köln mit Fehlstart

Der 1. FC Köln hat einen klassischen Fehlstart in der Bundesliga hingelegt. Nach dem souveränen Spiel im DFB-Pokal gegen Altglienicke verlor die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol die bisherigen drei Bundesligaspiele allesamt. Am ersten Spieltag setzte es eine Last-Minute-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim, in Bielefeld unterlag der FC wegen eines kapitalen Torwartfehlers mit 0:1 und beim Derby gegen Borussia Mönchengladbach waren die Domstädter schlicht chancenlos.

Das Umfeld in Köln wird langsam unruhig und die Luft für Markus Gisdol dünner. Der Trainer muss Ergebnisse liefern, sonst könnte ein vorzeitiger Abschied in den nächsten Wochen bevorstehen. Die Verantwortlichen beim 1. FC Köln stärken dem Coach den Rücken, doch auch sie wissen, dass nun positive Ergebnisse erzielt und Punkte eingefahren werden müssen.

Seit dem Ausbruch der Corona-Krise hat sich die Lage in Köln verschlechtert. Finanziell ist der FC durch die fehlenden Einnahmen schwer gebeutelt und konnte deshalb auch keine großen Investitionen auf dem Transfermarkt tätigen. Jhon Cordoba, Sturmtank und bester Torschütze der vergangenen Saison, wurde für 15 Mio. Euro nach Berlin abgegeben. Zudem schaffte es Manager Horst Heldt, zahlreiche Profis von der Gehaltsliste zu bekommen, die keine Perspektive mehr in Köln hatten. Bartels (Waldhof Mannheim), Terodde (HSV), Schaub (FC Luzern), Risse (Viktoria Köln), Koziello (CD National), Ostrak (MFK Karvina), Sobiech (FC Zürich), Schindler (Hannover 96), Bisseck (Vitoria Guimaraes), Hauptmann (Holstein Kiel) und Verstraete (Royal Antwerpen) verließen die Geißböcke. Zudem endeten die Leihverträge von Toni Leistner und Mark Uth.

Eintracht Frankfurt: Gegner Köln rüstete in der Offensive auf

Bei den Zugängen wurden die Einnahmen des Cordoba-Deals direkt reinvestiert. Indrej Duda (Hertha BSC), Sebastian Andersson (Union Berlin), Dimitrios Limnios (PAOK Saloniki), Tolu Arokodare (Valmiera) Ron-Robert Zieler (Hannover 96) und Marius Wolf (Borussia Dortmund) stießen neu zum Team des kommenden Gegners von Eintracht Frankfurt. Zurückgekehrt sind Salih Özcan (Holstein Kiel), Frederik Sörensen (Young Boys Bern) und Jannes Horn (Hannover 96), die in der vergangenen Spielzeit ausgeliehen waren.

Der 1. FC Köln bereitet sich intensiv auf Eintracht Frankfurt vor und setzte diese Woche einen geheimen Test gegen die eigene U21 an, den die Profis mit 1:0 gewinnen konnten. Einziger Torschütze war Marius Wolf, der mit der SGE DFB-Pokalsieger wurde. Fraglich beim FC für die Partie am Samstag sind Kapitän Jonas Hector und Mittelstürmer Sebastian Andersson. Hector hatte in Bielefeld einen Schlag auf den Kopf bekommen und fällt seitdem aus. Andersson wird derzeit in München am Knie behandelt. Bei den Gastgebern gibt es aber noch Hoffnungen auf einen Einsatz der beiden Leistungsträger. (smr)

Unterdessen wird Eintracht Frankfurt wochenlang auf seinen Neuzugang Ragnar Ache verzichten müssen. Der Youngster hat sich auf der Länderspielreise verletzt. Eintracht-Verteidiger Almamy Touré trumpft auf der rechten Seite in offensiver Rolle auf – überraschend, sagen die einen; logisch, findet er selbst. Bleibt er gesetzt?

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