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Kommentar zur SGE

Eintracht Frankfurt: Hütters Egoismus darf den Erfolg des Vereins nicht gefährden

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Trainer Adi Hütter macht die Biege und verlässt Eintracht Frankfurt. Er darf dabei aber nicht den Erfolg des Vereins gefährden. Ein Kommentar.

Frankfurt - Ehe Niko Kovac Anfang April 2018 sein berühmt gewordenes Treuebekenntnis abgab, Stand jetzt, segelte Eintracht Frankfurt hart auf Champions-League-Kurs. Am 13. April erklärte der Coach, bald zu Bayern München zu wechseln, die Frankfurter Mannschaft, ohnehin ausgelaugt, geriet vollends ins Straucheln, verlor die nächsten vier Spiele, landete auf einem enttäuschenden achten Platz, rettete die Saison allerdings durch den alles überstrahlenden triumphalen Pokalsieg.

Drei Jahre später segelt Eintracht Frankfurt noch härter auf Champions-League-Kurs und wieder schockt an einem 13. April die Nachricht von einem Trainerabgang die Eintracht-Gemeinde, dieses Mal macht Adi Hütter den Abflug. Wiederholt sich womöglich die Geschichte? Verspielt die Mannschaft wegen des Karriereplans einer Ich-AG eine historische Chance? Kotzt das Pferd vor der Apotheke?

Wechseln beide im Sommer den Verein: Marco Rose (links) und Adi Hütter.

Eintracht Frankfurt: Hütter gefährdet das Ziel

Unstrittig ist: Das Beben in der Sportlichen Führung - Hütter geht, Fredi Bobic geht, Bruno Hübner geht - sorgt für einige Unruhe im ansonsten stabilen Klub, es knirscht vernehmlich hinter den Kulissen, und die Protagonisten sind eifrig darum bemüht, die glitschigen Fäden weiterhin fest in der Hand zu behalten. So eine lame duck kann einen ganz schönen Schaden anrichten. Beispiele gibt es zuhauf, nicht nur bei Niko Kovac, auch bei Hütters neuem Arbeitgeber, Borussia Mönchengladbach, hat die Bekanntgabe des Weggangs von Trainer Marco Rose ja nicht gerade eine Leistungssteigerung ausgelöst - Gladbach ist mittlerweile zur Grauen Maus mutiert.

Und in Frankfurt? Wird vieles, wenn nicht alles, vom Erfolg der Mannschaft abhängen. Schafft sie es, die Trennung vom Österreicher auszublenden und sich weiterhin auf den großen Traum zu konzentrieren? Oder hinterlässt der Abschied mehr als ein schales Gefühl, beginnt auf einmal der Kopf zu arbeiten?

Die nächste Englische Woche wird es weisen, da trifft Eintracht Frankfurt pikanterweise auf Gladbach, am Dienstag zu Hause auf die unangenehmen Augsburger, danach reisen die Hessen zu Bayer Leverkusen. Eine mögliche Niederlage am Niederrhein, ein Remis gegen Augsburg, Borussia Dortmund im Nacken und schon kann es verdammt eng werden. Das Risiko eines grandiosen Scheiterns ist keinesfalls gebannt.

Eintracht Frankfurt: Die Mannschaft wirkt stabil und gefestigt

Das alles muss nicht eintreten, keinesfalls. Die Mannschaft wirkt stabil, gefestigt, jeder Eintracht-Profi will sich für die Königsklasse qualifizieren, das Team ist fokussiert - zumindest war das der Eindruck, ehe Hütter seinen Abschied bekanntgab. Es könnte ein Ritt auf der Rasierklinge werden, und der Trainer Hütter kann froh sein, ohne Fans im Stadion spielen zu dürfen: Die hätten ihm, siehe Kovac, einiges Lautstarkes auf die Ohren gegeben.

Und wenn Adi Hütter doch noch zur Belastung wird? Dann sollte die Eintracht nicht zu lange zögern. Diesen möglichen einmaligen Saisonerfolg darf der Klub nicht wegen egoistischer Zukunftgestaltung eines Einzelnen gefährden. Niko Kovac hat seinen Abschied durch den Pokalsieg vergoldet. Adi Hütter sollte sich ein Beispiel nehmen, das dürfte auch in seinem Interesse sein. (Thomas Kilchenstein)

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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