+
Abdulkerim Cakar verlässt Eintracht Frankfurt nach der Saison.

SGE

Fehlende Perspektive: U19-Talent verlässt Eintracht Frankfurt nach der Saison

  • schließen

Eintracht Frankfurt plant die neue Saison in der Bundesliga. Ein Nachwuchs-Stürmer wird den Verein im Sommer verlassen.

  • Abdulkerim Cakar verlässt Eintracht Frankfurt nach der Saison
  • U19-Stürmer sieht keine Perspektive bei der SGE
  • Marco Pezzaiouli traut Cakar den Durchbruch zu 

Frankfurt - Trotz der Corona-Krise* und des ruhenden Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga wird im Hintergrund natürlich weiter hart gearbeitet bei den Vereinen. Die Teams planen die kommende Spielzeit und schauen sich auf dem Transfermarkt um, mit welche Akteuren sich der eigene Klub verstärken könnte.

Eintracht Frankfurt muss aber erst einmal einen Abgang* verkraften. Abdulkerim Cakar, Stürmer der U19 bei der SGE, wird den Verein im Sommer verlassen. Sein Jugendvertrag läuft nach der Saison aus und ihm fehlt die Perspektive bei Eintracht Frankfurt, zeitnah einen Platz im Bundesligakader zu bekommen. Deshalb hat er das Vertragsangebot der SGE abgelehnt und begibt sich auf die Suche nach einem neuen Klub, für den er dann ab der kommenden Spielzeit auflaufen wird. 

Eintracht Frankfurt: Pezzaiouli traut Cakar den Durchbruch zu 

Im Februar sprach Marco Pezzaiouli, Technischer Direktor im Leistungszentrum von Eintracht Frankfurt, im Interview mit der Frankfurter Rundschau noch davon, dass Cakar den Sprung zu den Profis schaffen kann: „Wir haben in diesem Jahr gute Jungs dabei, die vielleicht nicht direkt den Sprung in den Profifußball schaffen werden, aber in ein, zwei Jahren schon. Wir haben, als Beispiel, in Abdulkerim Cakar einen Topspieler im Sturm.“

Bereits im vergangenen Jahr, als Cakar die U19 von Eintracht Frankfurt zum Klassenerhalt in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest geschossen hatte, gab es Interessenten an dem jungen Angreifer, doch die nicht namentlich genannten Bundesligisten und Vereine aus der Türkei hatten keine Chance auf eine Verpflichtung. 

Cakars Bilanz bei der SGE kann sich sehen lassen: zwölf Tore in 19 Spielen vergangene Saison und in der laufenden Spielzeit acht Treffer in 20 Partien. Natürlich ist ein Torjäger im Nachwuchs nicht automatisch ein kommender Star in der Bundesliga, aber Cakar zeigt, dass er das Talent besitzt, um langfristig in der Bundesliga eine Rolle spielen zu können. Der Stürmer stand auch für den Nachwuchs des DFB auf dem Platz und absolvierte in der U18 zwei Länderspiele.Cakar besitzt neben der deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft und könnte den Verband noch wechseln. Festgespielt hat er sich erst, wenn er in einem Pflichtspiel der A-Nationalmannschaft auf dem Platz steht. Anschließend ist ein Verbandswechsel nicht mehr möglich.

Eintracht Frankfurt: Cakar trifft gegen Sandhausen

Der in Germersheim geborene Abdulkerim Cakar wechselte 2108 von der U17 des 1. FC Kaiserslautern zu Eintracht Frankfurt. Dort schlug er direkt ein und zeigte Woche für Woche ansprechende Leistungen. Der beidfüßige Stürmer zeichnet sich durch seine Wendigkeit und Torgefährlichkeit aus. Im Testspiel gegen Sandhausen, das im November 2019 stattfand, kam Cakar zum Einsatz bei den Profis und erzielte prompt einen Treffer. Nun muss Eintracht Frankfurt das große Talent ziehen lassen und sich auf die anderen Nachwuchsspieler in der SGE-Jugend konzentrieren, dabei hätte der Verein den Vertrag mit Cakar nur zu gerne verlängert.

Bei den Profis könnten ebenfalls einige Spieler Eintracht Frankfurt im Sommer verlassen. Kapitän David Abraham wird von seinem Heimatverein umworben. Es scheint möglich, dass er bereits nach der laufenden Saison zurückkehrt nach Argentinien und dort seine Karriere beenden wird.

Verschiebt sich die Rückkehr von Alex Meier zu Eintracht Frankfurt? Aktuell ist vieles ungewiss, berichtet op-online.de*.

Eintracht-Torwarttrainer Jan Zimmermann nimmt seine Keeper hart ran – die freuen sich darüber.

Von Sascha Mehr

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare