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Auch Adi Hütter braucht Geduld.

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Eintracht Frankfurt-Kommentar: Geduld im Umbruch

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In Frankfurt muss man sich der Realität stellen, und das machen die Verantwortlichen. Ein Kommentar.

Frankfurt - Die Erwartungshaltung in Frankfurt, sagte Trainer Adi Hütter nach der höchsten Europapokalheimniederlage der Eintracht-Geschichte, diesem 0:3 gegen Arsenal, sei riesengroß geworden. Der Österreicher klang ein klein wenig besorgt, so, als fürchte er, dass seiner Mannschaft auf ihrem langen Weg über die nationalen und internationalen Fußballfelder nicht genügend Zeit eingeräumt werden würde. Diese Bedenken sind unbegründet.

Eintracht Frankfurt befindet sich im Umbruch

Eintracht Frankfurt befindet sich, mal wieder, inmitten eines Umbruchs, eigentlich ist der Verein in einem stetigen Umwandlungsprozess, erfindet sich Jahr für Jahr neu. In dieser Saison ist die personelle Fluktuation nicht so groß wie in den Jahren zuvor, aber nun ist die Eintracht an entscheidender Stelle zerpflückt, ihr ist das Sahnehäubchen genommen worden: das magische Triumvirat im Angriff.

Nur weil Luka Jovic, Sebastien Haller und Ante Rebic zusammen stürmten und so ungeheuer viele Tore schossen, war die letztjährige Mannschaft „speziell und ungewöhnlich“ (FR). Das Trio gab dem ohnehin willens- und charakterstarken Team die Wucht und die Tore, die es benötigte, um es zu der lange Zeit aufregendsten Mannschaft in Europa zu machen. Diese Gesamtkomposition war etwas Einmaliges.

Nun sind sie weg, und wer dachte, die formidablen drei seien eins zu eins zu ersetzen und die anderen würden dann halt mal in die Bresche springen, der malt sich die Welt auch in rosaroten Farben.

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Eintracht Frankfurt: Die Mannschaft muss zusammenwachsen

Nein, in Frankfurt muss man sich der Realität stellen, und das machen die Verantwortlichen. Die Mannschaft braucht Zeit, sie muss zusammenwachsen und sich finden. Klar, die Ansprüche sind gestiegen, auch intern, doch wenn am Ende, sagen wir, Platz elf in der Liga und das Achtelfinale in Europa herausspringt, darf niemand enttäuscht sein. Es gab in Frankfurt andere Zeiten. Die liegen noch nicht lange zurück.

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