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An ihm liegt es nicht: Eintracht-Trainer Oliver Glasner.
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An ihm liegt es nicht: Eintracht-Trainer Oliver Glasner.

Kommentar

Eintracht Frankfurt: Frühes Fremdeln

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Eintracht-Trainer Oliver Glasner leistet gute Arbeit, ist in Frankfurt aber noch nicht richtig angekommen und muss jetzt Antworten darauf liefern, wo er mit seiner Mannschaft hinmöchte.

Der unnachahmliche Loddar, die deutsche Fußball- und mittlerweile ja irgendwie auch Expertenlegende, brachte es unfreiwillig auf den Punkt. Obzwar Lothar Matthäus sich im Anschluss an die Frankfurter 2:5-Klatsche in Dortmund alle Mühe gab, der Name des neuen Eintracht-Trainers wollte ihm einfach nicht einfallen in diesem Moment. Eine Sekunde verging, zwei, dann redete er einfach von Glasner als Coach weiter. Etwas später dann, am Samstagabend im Sportstudio, machte das ZDF den Frankfurter Übungsleiter in einer Einblendung irrtümlicherweise auch noch zum Trainer des VfL Wolfsburg. Ein erklärbarer Lapsus, klar, so lange sind diese Zeiten noch nicht her, aber ebenso wie des Loddars Namenssuche bezeichnend: So richtig ist Oliver Glasner bei Eintracht Frankfurt noch nicht angekommen.

Es sei betont, dass dies nicht vordringlich der Arbeit des Fußballlehrer zuzuschreiben ist. Glasner hinterlässt bisher einen sehr guten Eindruck - intern wie extern. Da hat jemand klare Vorstellungen von Fußball, er erklärt viel, die Spieler geben positive Rückmeldungen, das Verhältnis passt. Auch bei den Medien punktet Glasner bisher mit einer Mischung aus Kompetenz und – etwas überraschend - auch dem einen oder anderen flotten Spruch. Dennoch stimmt das Resultat bisher nicht. Alles nur eine Frage der Zeit? Natürlich ist solch ein Fremdeln zu Saisonbeginn erklär- und für eine gewisse Zeit auch entschuldbar. Da müssen sich eben neue Automatismen einschleifen, gerade dann, wenn der Trainer wie Glasner viel fordert. Das gilt aber nicht nur für die Eintracht. Viele Mannschaften haben in der frühen Phase der Spielzeit mit diesen Anpassungsschwierigkeiten zu tun. Hadern hilft nicht.

Eintracht Frankfurt: Anfällig in der Abwehr, unabgestimmt in der Offensive

Zu der schon aus der Vorsaison gekannte Anfälligkeit in der Abwehr gesellt sich aktuell noch eine nicht abgestimmte Offensive. Zwei große Baustellen also, das wiegt derzeit (zu) schwer. Glasner muss dringend Antworten darauf liefern, wo er mit seiner Mannschaft hinmöchte. Will er sie vorne attackieren lassen? Will er lieber aus einer sicheren Defensive heraus mit den schnellen Angreifern auf Konter setzen? Will er den Ball überwiegend in den eigenen Reihen wissen oder auf Fehler der Gegner lauern? Bisher war das von allem etwas, ein Mischmasch, der keinen Erfolg bringen wird.

Ansatzpunkt Nummer eins, so benennt es Glasner, ist eine konsequentere Abwehrarbeit, darauf sollte aber noch mehr folgen. Angsthasenfußball passt nicht zur Eintracht, das weiß der Trainer auch. So bleibt eine zusätzliche Option: unbedingt auf einigen Positionen personell noch nachzubessern.

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