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Eintracht-Kolumne Ballhorn: Goethe. Ein Gedicht

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Von: Thomas Stillbauer

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Sieger jubel
Frankfurts Spieler nach dem 2:1. © Sebastian Gollnow/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

Eintracht Frankfurt macht gegen Marseille Sachen, die sie früher nie konnte. Es ist nicht zu fassen. Unsere Kolumne Ballhorn. 

Frankfurt - Zwei zu eins in Führung liegen und den Gegner in den letzten zehn Minuten kaum noch an den Ball kommen lassen. In der Champions League. Das sind Übungen für Real und Barca – und jetzt macht Eintracht Frankfurt das einfach. Ballhorn, der einzige Liveticker, der erst nach dem Spiel erscheint (und das auch so beibehalten wird), hat zwar keine Nerven mehr, aber noch zwei Tage Urlaub.  

-28 Minuten: Mann.
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-27 Minuten: Ey.
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-26 Minuten: Dazn.
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-25 Minuten: „Da ist etwas schief gelaufen.“
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-23 Minuten: Das merk ich auch.
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-22 Minuten: Kriegt das bitte jetzt flüssig in den Griff.
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-21 Minuten: Sonst gibt’s wieder schlechte Presse.
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-10 Minuten: Aha. Es funktioniert nur auf dem Laptop.
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-9 Minuten: Das ist leider das Gerät, auf dem ich auch Ballhorn schreiben muss.
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-8 Minuten: Sehr komfortabel.
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-7 Minuten: 30 Euro im Monat dafür, dass ich dann entweder meine Word-Datei sehe, in der ich den Ticker schreibe, oder das Spiel.
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-6 Minuten: Weil es in der App auf dem Tablet nicht läuft.
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-5 Minuten: Herzlichen Dank.
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-4 Minuten: Auch für Leserkommentare unter Ballhorn zum Gladbach-Spiel wie diesen:
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-3 Minuten: „Besser wäre ein echter Liveticker.“
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-2 Minuten: Danke. Einfach danke.
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-1 Minute: Gewinnen wir erst mal. Dann sehen wir weiter.
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Anpfiff: Jesus. Immerhin etwas.
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1.Minute: Bisher keine Raketenangriffe aus der französischen Ecke.
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2. Minute: Nachmittags in der Stadt hatten sie schon zu den Waffen gerufen.
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3. Minute: Das kontern wir einfach mit … DeiiiitschiiiiiiiTOOOOOOOOR!
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5. Minute: So läuft’s Business! Grandios durchgelassen von Jesper! Und so cooooool vollendet.
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7. Minute: Hab ich natürlich alles nur in der Wiederholung gesehen. Hatte gerade Word auf dem Schirm. Splitscreen ist … schwierig. Beides winzig dann.
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10. Minute: Aber hey, für 30 Euro im Monat kann ich da auch mal Abstriche machen im Komfort. Kannst ja nicht überall verlangen, was Sky immerhin für weniger Geld wuppt.
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11. Minute: Das demütige Ballhorn-Viertelhalbzeit-Fazit:
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12. Minute: Danke, Datzen.
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13. Minute: Aber man hört die Superstimmung im Stadion.
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17. Minute: Das ist doch schon mal was.
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20. Minute: Ballhorn schiebt so lang die Fenster auf seinem Laptop hin und heeeeer – ouuu! Lenzer! Das war die 177-prozentige Chance.
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22. Minute: Dafür der Ausgleich. Große Freiheit Nummer 6. Einseins.
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25. Minute: Dazn-Reporter: „Bei uns ist immer was los, jede Menge Spiele zu sehen.“
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27. Minute: Ja, nur halt nicht da, wo man sie gern hätteeeeee – TOOOOOR!
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28. Minute: Kolo und Goethe im Doppelpass! Als wäre da überhaupt keine Abwehr.
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30. Minute: Und Smolle im Gegenzug mit CL-Grätsche deluxe. Was für Helden sind das denn bitte?!
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34. Minute: Bitte jetzt keine Dummheitereien mehr hinten. Und vorne als so weiter.
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37. Minute: Schöne Idee, mal drauf rumdenken:
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39. Minute: Ab jetzt nur noch in der Franzosenhälfte spielen.
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40. Minute: Na gut, so etwas lässt sich nicht ad hoc umsetzen. Das braucht Zeit.
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42. Minute: Erst mal muss OM den armen Jesper noch mal umtreten. Gelb. Eines der dunkleren, wie sagt man, Gelbe?
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43. Minute: Gelbs?
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44. Minute: Jetzt hat der Lenzer Oberschenkel. Mist. Pelle läuft sich schon warm.
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45. Minute: Uffff – Trappo!
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45.+1. Minute: Great Save, wie man in Europa sagt. Drei Minuten druff.
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HZP: Boah.
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INHZP: Und der Bundes-Hansi im Stadion.
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INHZP: Schätze, Trappo und Goethe haben im November was vor.
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INHZP: „Besser wäre ein echter Liveticker.“
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INHZP: Ey.
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INHZP: Datzen zeigt solange Werbung und Standbilder von Fußballstars der 90er Jahre.
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INHZ: Great Abzock.
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46. Minute: Wird Pelle seine Seite dichthalten können?
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48. Minute: Deitschi schon wieder mit galaktischer Grätsche.
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. 50. Minute: Im Moment ist der Ton etwas schneller als das Bild.
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52. Minute: Aber was willst du erwarten. Für 30 Euro.
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55. Minute: Für ein paar Spiele im Monat. Dafür gibt’s dann aber auch Werbung ohne Aufpreis dazu.
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57. Minute: Und Pausenbilder von Fußballstars der 90er Jahre.
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59. Minute: Schiri Jesus ist jetzt ein bisschen zu freigiebig mit seinen Karten.
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62. Minute: Dem ist wohl nichts heilig.
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65. Minute: Seppel Rode zieht sich aus.
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67. Minute: Jaja, nee. Nur im erwartbaren Rahmen.
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69. Minute: Hm. Jesper geht. Alle hätten eher Deitschi erwartet.
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72. Minute: Der wirkte etwas matt.
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75. Minute: Hätte jemand ein paar Nerven für mich übrig?
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77. Minute: Erst mal kommen Porree und Ali, du!
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80. Minute: Kolo und Junior müssen sich den Rest von draußen anschauen.
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82. Minute: Mei Nerve. Is schon spät. Machen wir bisschen früher Schluss, oder?
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84. Minute: Denkt auch mal an die Kinder!
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86. Minute: Wer hat sich diese Anstoßzeit 21 Uhr einfallen lassen?
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90. Minute: Wir wären doch längst durch!
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91. Minute: Drei druff.
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93. Minute: So, so stolz auf die Jungs.
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Abpfiff: Mario. Goethe. Ein Gedicht.
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97. Minute: Was dieser Mann an Sicherheit reinbringt.
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100. Minute: Wie wir in den letzten zehn Minuten das Spiel kontrolliert haben. Wahnsinn.
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101. Minute: Genau das, was wir damals beim 3:3 gegen Porto nicht konnten. Lang her, ich weiß.
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105. Minute: Aber damals haben wir es am Ende nicht halten können. Das geht jetzt.
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111. Minute: In der Champions League.
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Unglaublich. Nachti. 

(Thomas Stillbauer)

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