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Enttäuschte Frankfurter: Stefan Ilsanker mittendrin. dpa
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Enttäuschte Frankfurter: Stefan Ilsanker mittendrin. dpa

Klassenbuch

Eintracht-Klatsche in Gladbach: Trapp patzt, Silva schwächelt, Ilsanker enttäuscht

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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  • Daniel Schmitt
    Daniel Schmitt
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Trainer Adi Hütter verkündet seinen Abschied, Eintracht Frankfurt verliert erstmals seit Februar. Die Spieler wollen keinen Zusammenhang erkennen, kicken aber schwach. Die Einzelkritik.

Adi Hütter klatschte mit grimmiger Miene seine Spieler ab, nahm Marco Rose kurz in den Arm und verschwand dann flugs in der Kabine. Bei seinem künftigen Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach hat der Trainer mit Eintracht Frankfurt eine deftige 0:4 (0:1)-Niederlage kassiert.

Für die Hessen war es nach einer aufregenden Woche ein Dämpfer im Kampf um die erstmalige Qualifikation für die Champions League - ob’s an der Abschiedsverkündung des Fußballlehrers lag? Das wäre zu „oberflächlich“, befand der ebenfalls bald scheidenden Sportvorstand Fredi Bobic, als „zu billig“ ordnete Hütter selbst jene Herleitung ein. Nun, wie auch immer, fest steht: Für die Eintracht war es die erste Niederlage seit Ende Februar, am Dienstag im Heimspiel gegen den FC Augsburg stehen die Hessen unter Druck.

Die Spieler von Eintracht Frankfurt in der Einzelbewertung:

Gut dabei

Kein Eintrag

Ganz okay

Amin Younes: Kam nach 65 Minuten, um die Partie noch zu drehen. Gelang nicht, lag aber nicht an ihm. Sofort im Spiel, ein satter Schuss, der von Sippel stark pariert wurde. Der Nationalspieler sollte am Dienstag gegen Augsburg dringend wieder in die Startelf rücken. Wird gebraucht.

Djibril Sow: Fleißig wie immer, lief vor der Abwehr einige Lücken zu, von denen es aber deutlich zu viele gab. Offensiv ohne Akzente.

So lala

Makoto Hasebe: Kam nach dem 0:2, konnte weitere Gegentore nicht verhindern. Lag freilich nicht am Altmeister, erfüllte seinen Job. Auch er sollte am Dienstag wieder länger spielen dürfen. Würde dem Team helfen.

Sebastian Rode: Bemüht, das ist ihm ja nie abzusprechen, aber zu selten mit richtigem Zugriff auf die Gegner. „So ein Spiel muss man uns aber auch mal zugestehen“, sagte der Kapitän. Stimmt. Sollte dann gegen Augsburg besser werden.

Luka Jovic: Hatte zwei ordentliche Kopfballchancen, beide Versuche platzierte er neben das Tor. Waren schwierige Bälle, das schon, aber nicht unmöglich. Deshalb: ausbaufähig.

Filip Kostic: Der zum Bundesligaspieler des Monats März gewählte Linksaußen ließ die Rückwärtsbewegung arg schleifen. Ständig griff Gladbach über seine Seite an. Immerhin: War an den besten Frankfurter Angriffen beteiligt, bereitete beide Jovic-Kopfballchancen vor. Kann er insgesamt natürlich wesentlich besser.

Erik Durm: Defensiv okay, offensiv nicht existent - wie über weite Teile der Saison. Sein Tor vergangene Woche gegen Wolfsburg bleibt wohl eher eine Ausnahme.

Daichi Kamada: In der ersten Hälfte noch mit ein, zwei netten Pässchen, da kombinierte er ganz gut mit. Tauchte dann aber immer mehr ab, am Ende gar nicht mehr zu sehen.

Timothy Chandler: Nach seiner Einwechslung mit ein, zwei Offensivaktionen, naja, probierte es immerhin, aber ohne Ertrag.

Schwächelnd

Kevin Trapp: An drei Gegentoren schuldlos, beim 0:2 flutschte ihm der Schuss von Hofmann durch die Arme, ein Fehler, wusste er selbst. „Das hat das Spiel gekillt“, sagte er. Wollte hinterher im Interview keinen Zusammenhang zwischen dem nahenden Trainerabschied und der ersten Pleite seit Ende Februar erkennen, „hat nix damit zu tun“. Die Aussage kam vielleicht etwas zu sehr wie aus der Pistole geschossen, um sie ihm gänzlich abkaufen zu können. Interpretationssache.

Evan Ndicka: In der ersten Hälfte liefen fast alle Gladbacher Angriffe über seine linke Abwehrseite. Von Kostic oft im Stich gelassen, klarer Verlierer in den Duellen gegen Thuram und Lazaro. Stabilisierte sich nach dem Seitentausch etwas, reichte nicht.

Tuta: In der ersten Hälfte noch solide verteidigend, nach dem Seitenwechsel mit einem Schlag aufs Knie, anschließend wirkte er gehemmt. Verlor dann nahezu alle Laufduelle und Zweikämpfe, passte ständig zum Gegner. Aber: Noch ein junger Kerl, kann mal passieren.

Stefan Ilsanker: Mehr Hand- denn Fußballer an diesem Samstag - zumindest überspitzt formuliert. Zweimal berührte er die Kugel im eigenen Sechzehner mit den Armen, zweimal blieb der Elfmeterpfiff aus. Hatte er Glück. Weniger glücklich dagegen in den Zweikämpfen. Hatte Riesenprobleme mit Thuram, ließ Ginter vor dem 0:1 ziehen. Ob’s mit dem Bald-Abgang seines sportlichen Ziehvaters und Trainers Hütter zu tun hatte? Nicht unmöglich. Köpfte einmal an die Latte, das war schlicht Pech. Dürfte bei einer Rückkehr von Abwehrchef Martin Hinteregger seinen Platz wieder verlieren.

André Silva: Hat er überhaupt mitgespielt? Die Antwort: Ja, hat er. Sah jedenfalls wegen Meckerns seine erste Gelbe Karte der Saison. Und schoss einmal daneben. Das war’s schon.

Zu spät gekommen

Aymen Barkok

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