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Falsche Richtung: Martin Hinteregger köpft ins eigene Tor.

Leverkusen - Eintracht

Eintracht Frankfurt: Das Klassenbuch

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    Ingo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt erlebt bei Bayer Leverkusen eine fast schon historische Klatsche. Die Bewertung der Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Kein Eintrag

Ganz okay

Kein Eintrag

So lala

Filip Kostic: War der Einzige, der überhaupt versuchte, vielleicht auch mal einen Zweikampf zu gewinnen, der sich zumindest im Ansatz wehrte. Kein Zufall, dass sein abgefälschter Schuss den Weg ins Leverkusener Tor fand. Auch wenn das an diesem rabenschwarzen Nachmittag keine Rolle spielte.

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Schwächelnd

Mijat Gacinovic: Kam nach 37 Minuten ins Spiel, da hatten die Kollegen das Schlimmste schon hinter sich und ein halbes Dutzend Gegentore gefangen. Spielte eigentlich wie immer, fleißig, aber glücklos, fast alle Pässe landeten beim Gegner.

Ante Rebic: Am Anfang lief er noch, auch wenn da schon nichts gelang. Verlor nach der Flut an Gegentoren schnell die Lust. Ging einfach mit unter. Quasi ohne eine einzige nennenswerte Aktion.

Makoto Hasebe: Selbst für den Routinier, der ja oft erahnt, was passieren wird, ging es am Sonntag viel zu schnell, verlor im Bayer-Angriffswirbel ab und an die Übersicht. Beim 1:4 durch Aranguiz gab er nur Geleitschutz. Das kann er viel besser.

Kevin Trapp: Probierte seine Vorderleute aufzuwecken, das gelang nicht. Unglücklich vor dem 1:3. Hielt das, was er halten musste. Mehr nicht. Zumindest ließ er im zweiten Abschnitt keinen mehr rein.

Gelson Fernandes: Lief ausschließlich hinterher, kam gar nicht in die Duelle hinein. Völlig neben der Spur. Versteckte sich im Spielaufbau. Als Führungsspieler muss man etwas anderes erwarten.

Danny da Costa: Auf verlorenem Posten – im wahrsten Sinne des Wortes. Spielte, ja, was eigentlich? Irgendwie auf der offensiven rechten Halbposition. Hatte keine Idee, was er da eigentlich machen sollte.

Almamy Touré: Völlig deplatziert da draußen rechts, wusste gar nicht, wohin er laufen sollte. Kevin Volland spielte Jo-Jo mit ihm. Später im defensiven Mittelfeld, da fiel er nicht mehr auf.

Martin Hinteregger: Um Orientierung bemüht, konnte die Leverkusener nie auch nur ansatzweise in Schach halten. Denkbar matt, stand quasi neben sich. Sinnbildlich steht sein Eigentor per Kopf zum 1:6. Eine Leistung, an der der sensible Verteidiger zu knabbern haben wird.

Die Analyse: Systemausfall in Leverkusen

Luka Jovic: Auch er kam nach 37 Minuten, als die Messe schon gelesen war. Fügte sich, wenn man so will, nahtlos ein. Ohne Körpersprache und übermäßiges Engagement. Trüber Auftritt. Hat sich im Hinblick auf Donnerstag und dem Europapokalrückspiel in London zumindest nicht verausgabt.

Evan Ndicka: Gewann er eigentlich einen einzigen Zweikampf? War nie zur Stelle, lief der Musik da hinten links immer hinterher. Total verunsichert. Nach 37 Minuten erlöst.

David Abraham: Was für ein Leistungsverfall. Kopflos, oft genug schwindlig gespielt. Gewann bis zum Pausenpfiff keinen Zweikampf. Sein Abwehrversuch vor dem 1:5 war fast schon Slapstick. Im Zusammenspiel mit Touré klappte nichts, aber auch gar nichts. Bedenkliche Leistung des Kapitäns.

Jetro Willems: Völlig überfordert. Das hat mit Bundesligafußball nichts, aber auch gar nichts zu tun. Praktisch jeder Ball landete beim Gegner, hanebüchene Fehlpässe, leichtfertige Ballverluste. Wirkte pomadig und lethargisch. Seltsam. Wusste gar nicht, was er da im Mittelfeld eigentlich machen sollte. In dieser Form und auf dieser Position keine Hilfe, sondern eine Belastung.

Sonderlob

Timothy Chandler: Wurde nach 74 Minuten für da Costa eingewechselt, und die mitgereisten Frankfurter Fans erhoben sich von den Sitz und ließen dem Eigengewächs die verdienten Ovationen zukommen. Erstes Spiel seit genau einem Jahr und seiner schweren Knie-OP. Hielt mit und durch. Die einzige positive Nachricht an diesem vermaledeiten Sonntag.

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