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Siegtreffer in der 93. Minute gegen Udinese: Ante Rebic.

Eintracht Frankfurt

Klartext von Rebic: Keine Rückkehr zu Eintracht Frankfurt

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  • Ingo Durstewitz
    Ingo Durstewitz
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In den vergangenen Wochen wurde viel über eine Rückkehr von Ante Rebic spekuliert. Jetzt redet der Stürmer Klartext.

Update Dienstag, 23. Januar 2020, 11.15 Uhr: Ante Rebic äußerte sich in einem Interview mit der kroatischen „Sportske Novosti“ zu den Gerüchten um eine Rückkehr zur Eintracht: „„Ich habe viele Karriereopfer gebracht und trainiert, damit ich eines Tages zu einem großen Verein wie dem AC komme. Ich habe dieses Ziel erreicht und möchte jetzt meine Spuren hier hinterlassen. Ich werde auf jeden Fall eines Tages nach Frankfurt zurückkehren. Aber davor habe ich hier noch viel zu tun.“

Update Dienstag, 21. Januar 2020, 10.15 Uhr: Der Verdacht auf eine schlimme Verletzung bei Jetro Willems hat sich bestätigt. Newcastles Trainer Trainer Steve Bruce teilte jetzt mit: "Es ist das, was wir befürchtet haben. Er hat sich das Kreuzband gerissen und wird den Rest der Saison fehlen. Er ist ein wichtiger Spieler, den wir vermissen werden. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung."

Eintracht Frankfurt: Willems kämpferisch

Willems selbst gab sich auf Instagram kämpferisch: „Das war nicht mein letztes Spiel für Newcastle!“. Der Verteidiger möchte weiterhin in der Premier League spielen.

Update Montag, 20. Januar 2020, 11.20 Uhr: Nach seinen zwei Treffern gegen Udinese Calcio zeigte sich Ante Rebic plötzlich ganz zufrieden mit seiner Situation in Italien. „Das wichtigste sind die drei Punkte heute“, äußerte sich der Kroate nach dem Spiel. „Ich habe heute zwei Tore gemacht. Damit bin ich sehr glücklich und zufrieden. Ich hoffe, dass sich die Dinge jetzt ändern. Für mich und das Team ist es sehr wichtig, einen Spieler wie Zlatan Ibrahimovic in der Mannschaft zuhaben. Mit seiner Erfahrung und Qualität hilft er uns sehr. Endlich bekam ich die Chance zu zeigen, was ich leisten kann.“

Auch Trainer Stefano Polini war sichtlich angetan vom Leihspieler von Eintracht Frankfurt. „Ante hat immer gut trainiert. Nach der Pause kehrte er voller Ehrgeiz zurück“ sagte Polini. „Klar war er zuvor nicht zufrieden mit meinen Entscheidungen. Aber er hat sich da selbst geholfen. Ohne, dass ich ihn ermuntern musste. Es ist Platz für alle, die dem Team helfen wollen.“

Erstmeldung

Für Jetro Willems, den von Frankfurt nach Newcastle entliehenen Verteidiger, war die Premier-League-Begegnung gegen den FC Chelsea (1:0) schon beendet, ehe sie richtig begonnen hatte, auf fast schon tragische Art und Weise beendet gar. Der Niederländer war nach zehn Minuten mit Callum Hudson-Odoi in einen harmlosen Zweikampf verwickelt und verdrehte sich das Knie. Willems schrie vor Schmerz und Entsetzen auf, schlug erst die Hände vors Gesicht und winkte dann medizinischen Beistand herbei.

Eintracht-Leihgabe Jetro Willems verletzt sich schwer

Jeder, von fern oder nah, konnte leichterdings erkennen, dass sich der Linksverteidiger schwer verletzt haben musste, nur eineinhalb Minuten später lag er auf einer flugs herangeschleppten Trage und wurde von Sanitätern in die Kabine getragen, das Stadion verließ der 25-Jährige auf Krücken. United-Trainer Steve Bruce sollte später von einer schrecklichen Blessur berichten, in englischen Medien wurde eine „Horror-Verletzung“ beschrieben. Das ist vielleicht etwas übertrieben, aber mit dem im Raum stehenden Kreuzbandriss lässt sich nicht spaßen. Sollte sich der Verdacht erhärten, wäre die Saison für den Abwehrmann beendet.

Schlecht für Willems, der eine sehr ansprechende Runde gespielt hat. Schlecht für Newcastle, weil dem Klub auf links die Spieler ausgehen. Und schlecht für die Eintracht, die den Spieler gerne verkaufen würde. Für elf Millionen Euro. So hoch ist die festgeschrieben Ablösesumme, die im Leihvertrag verankert ist. Doch ob die Magpies diese Option nun noch wahrnehmen, ist ungewiss.

Man muss wissen: Willems‘ Gelenke sind nicht jungfräulich, schon beim Wechsel von PSV Eindhoven nach Deutschland hatte sich der Transfer verzögert, weil die Eintracht Bedenken wegen der vorgeschädigten Knie hatte, sie konnte damals gar die eingangs ausgehandelte Ablösesumme von 6,5 Millionen um zwei Millionen Euro drücken.

Der Bundesligist hatte gehofft, dass die Engländer die Vertragsoption jetzt im Winter ziehen würden, was der Eintracht wirtschaftlichen Spielraum gegeben hätte. Das wird nicht passieren. Und im Sommer? Unklar. Für die Eintracht wäre eine Rückkehr und der damit ausbleibende Millionenregen ein Schlag ins Kontor, weil Willems unter Adi Hütter keine Rolle gespielt hat.

Ungeachtet dessen bleibt der Klub auf der Suche nach Verstärkungen. Der Dortmunder Flügelspieler Jacob Bruun Larsen wird nicht darunter sein, Sportvorstand Fredi Bobic dementierte: „Da ist nix dran.“ Man habe in der Offensive genügend Alternativen, suche eher fürs defensive Mittelfeld. Deutlicher wurde BVB-Sportdirektor Michael Zorc: „Ich habe mit Donald Trump mehr Kontakt als zu jemandem von Eintracht Frankfurt.“ Bleibt die Frage, wie intensiv die Beziehung zur berühmtesten Eidotter-Tolle der Welt ist.

Ante Rebic stellt sogar Ibrahimovic in den Schatten

Eine weitere Personalie können die Hessen seit Sonntagmittag getrost vernachlässigen: Ante Rebic. Der kroatische Stürmer, bis 2021 an den AC Mailand ausgeliehen und in Italien bis vor kurzem noch todunglücklich, hat sich binnen weniger Tage in andere Sphären befördert. Nachdem der 26-Jährige schon im Pokalspiel gegen Spal Ferrara (3:0) stark aufspielte, hat er die Lombarden nun fast im Alleingang zum 3:2-Sieg gegen Udinese Calcio geschossen.

Beim Stand von 0:1 zur zweiten Halbzeit eingewechselt, machte der Nationalspieler zwei blitzsaubere Tore, eines direkt nach der Pause und den 3:2-Siegtreffer in der Nachspielzeit nach einer schönen Einzelaktion mit einem platzierten Linksschuss unter Bedrängnis. Die sportliche Auferstehung eines Abgeschriebenen. Rebic hat, ganz nebenbei, dem großen Zlatan Ibrahimovic die Show gestohlen. Ausgeschlossen, dass Milan nun noch darüber nachdenkt, den Flügelstürmer abzugeben. Eine Rückkehr nach Frankfurt ist in weite Ferne gerückt.

Nach dem Eintracht-Spiel gegen TSG Hoffenheim: Die Spieler von Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik.

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