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Macht auch mit bedecktem Oberkörper eine gute Figur: Kevin Trapp.

Einwurf

Die Geheimnisse des Kevin Trapp

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Eintracht Frankfurts neuer Torhüter macht nicht nur zwischen den Pfosten meist eine gute Figur. Jetzt verrät er uns sein Erfolgsrezept. Ein Einwurf.

Liebe Geschlechtsgenossen, ihr (ich verzichte unter uns Sportlern mal auf das förmliche „Sie“) müsst jetzt ganz tapfer sein. Die Sache ist nämlich die: Kevin Trapp ist zurück. Und bevor ihr gähnend aus diesem Text wieder aussteigt (klar ist bekannt, gibt’s auch was Neues, wenn ich schon drauf geklickt habe), bitte ich darum, noch ein wenig zu folgen.

Weil: Kevin Trapp ist nicht nur zurück, er ist „back with a bang“, er setzt ein Ausrufezeichen, noch bevor der gebürtige Saarländer (Anm.: Die Herkunft eines Sportlers gehört im Laufe eines Textes immer erwähnt! Wenn das ausgelutscht ist, kommt das Alter dran, aber dazu später), also noch bevor der 29-Jährige (da!) das erste Mal wieder für die Eintracht den Kasten hütet.

Kevin Trapp im Exklusiv-Interview

Denn, apropos Kasten, es geht um den männlichen Sixpack. Und bevor ihr, liebe männliche Leser, jetzt enttäuscht oder entsetzt an euch herunterschaut, und gedanklich abwinkt, grämt euch nicht, euch kann geholfen werden. Und zwar, man ahnt es, von Kevin Trapp.

Unser Kevin, unsere neue alte Nummer eins, gibt nämlich Tipps, wie ihr euren wahrscheinlich in den letzten Jahren ein wenig aus den Fugen geratenen Körper wieder auf Vordermann bringen könnt. In der Publikation „Man’s Health“ (ja, „Health“. Natürlich geht es da nur um Gesundheit, worum denn sonst?) tut er das, reichlich bebildert und flott betextet.

Lesen Sie hier den Spielbericht zum DFB-Pokalspiel der Eintracht gegen Mannheim

In einem Exklusiv-Interview verrät der Nationaltorwart (Eintracht Frankfurt wird im Artikel nicht einmal erwähnt, was natürlich anzuprangern ist) „wie er in Top-Form kommt“, und, gerade für einen Torwart nicht unwichtig, wie er sie hält. Sein Trainings- und Sixpack-Geheimnis plaudert Trapp aus, was ja einerseits total super ist, andererseits zwangläufig dazu führt, dass das Geheimnis jetzt keines mehr ist. Zu sehen ist Trapps gestählter Oberkörper, auf dem ersten Bild aus unerfindlichen Gründen in einen ärmellosen Hoodie gepackt, die Kapuze bedeckt das Haupt des Keepers, er schaut ernst in die Kamera und damit uns an. Ganz so, als wolle er den Leser (männlich!) mit seinen Blicken mahnend darauf aufmerksam machen, was auch er sein könnte, würde er sich nicht permanent so gehen lassen.

Crunches, Sit-Ups und Core-Klassiker

Das ist schon cool, zugegeben. Oder halt hot, wie’s beliebt. Ein Bild weiter unten fällt dann der Hoodie, wir sehen den gestählten, oberhalb des Nabels von keinem Haar verunzierten Oberkörper, und wir wundern uns, warum der Bund der Hose so weit unten sitzt. Schnappatmung setzt ein, auch ganz ohne Kniebeugen und Crunches.

Beim Studium des Textes dann keimt Hoffnung auf. Trapp nämlich ist offen zu den Lesern. „Ganz ehrlich, spezielle Bauchmuskelübungen wie Crunches oder Sit-ups mache ich so gut wie nie“, bekennt der Befragte. Doch bevor ihr, liebe Beleibte, jetzt mit einem „na siehste!“ zum Kühlschrank schreitet, kommt die Enttäuschung: „Stattdessen stehen Kniebeugen in allen Variationen auf dem Programm. Dabei werden die Bauchmuskeln extrem mitgefordert. Und bei Stabilitätsübungen und Core-Klassikern wie Planks sowieso.“

Planks also sind Core-Klassiker. Das wussten wir natürlich bislang nicht. Vielleicht ist das ja auch besser so. Für Kevin Trapp jedenfalls sind Kniebeugen fürs Sixpack viel effektiver als Crunches. Gut zu wissen. Und auch schön zu lesen, dass sich der Teufelskerls auch ab und zu mal „Cheat-Meals“ (googelt bitte jetzt!) gönnt. Denn: „Natürlich landet bei mir auch mal richtig ungesundes Zeug auf dem Teller. Und wenn schon Cheat Day, dann richtig – mein Favorit ist dann eine Pizza mit Schokocreme.“

Also, bitte! Bei Pizza mit Schokocreme hört der Spaß dann aber wirklich auf. Sixpack hin, Bierfass her.

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