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Eintracht: Kevin Trapp tobt wegen VAR - „Warum pfeift er da nicht Abseits?“

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Von: Sascha Mehr

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Kevin Trapp von Eintracht Frankfurt.
Kevin Trapp von Eintracht Frankfurt. © IMAGO/Heiko Becker

Eintracht-Keeper Kevin Trapp ist sauer nach der VAR-Entscheidung, den Treffer zum Ausgleich für den 1. FC Köln nicht zurückzunehmen.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat es erneut nicht geschafft, den ersten Bundesligasieg der Saison 2022/23 einzufahren. Nach der Niederlage gegen den FC Bayern München und dem Unentschieden bei Hertha BSC reichte es wieder nur zu einem Unentschieden gegen den 1. FC Köln. Daichi Kamada brachte die SGE mit einem Freistoß in Führung, in der Schlussphase der Partie sorgte Jan Thielmann aber mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze für den umjubelten Ausgleich für die Gäste. Dieser Treffer erzürnte aber Spieler, Verantwortliche und Fans von Eintracht Frankfurt und auch nach der Partie war der Ärger nicht verflogen.

Was war passiert? Ansgar Knauff köpfte eine Flanke von Benno Schmitz aus dem Sechzehnmeterraum, genau vor die Füße von Thielmann, der den Ball volley nahm und unhaltbar für Trapp ins Eck hämmerte. Florian Dietz befand sich genau in der Schusslinie des Balles, der für den SGE-Keeper somit nicht zu sehen war. Der Kölner stand zudem im Abseits, wie die Zeitlupe zeigte. Der VAR schaltete sich ein und Schiedsrichter Pedersen schaute sich die Szene selbst an auf dem Monitor in der Frankfurter Arena. Seine überraschende Entscheidung: Der Treffer zählt.

Eintracht Frankfurt: Trapp sauer nach Gegentor

Kevin Trapp machte seinem Ärger nach dem Spiel Luft. „Ich verstehe nicht, wie dieses Tor nicht zurückgenommen werden konnte. Ich reagiere ja nicht einmal mehr. Warum pfeift er da nicht Abseits? Jedes Wochenende diskutieren wir wegen dieser Scheiße. Ich verstehe nicht, warum Abseits nicht rigoros abgepfiffen wird. Da ist keine klare Linie erkennbar“, wählte der SGE-Keeper im Interview mit dem Streamingdienst DAZN deutliche Worte.

Eintracht Frankfurt: FC-Trainer Baumgart spricht von VAR-Glück

Kapitän Sebastian Rode teilt die Meinung seines Torhüters, wählte aber deutlich moderatere: „Aus meiner Sicht ist es Abseits, weil Kevin nicht weiß, ob der Gegner noch zum Ball geht. Die Gesamtsituation ist extrem unglücklich, es bleibt zu hoffen, dass sich das im Laufe der Saison ausgleicht. Wir hätten die Partie aber auch auf andere Weise entscheiden müssen.“ Selbst die Gäste aus Köln sprechen von einer glücklichen Entscheidung zu ihren Gunsten. „Wenn Flo so steht und im Abseits steht, ist es eine Behinderung. Das Gleiche hatten wir gegen Schalke. Da wurde das Tor aberkannt. Deshalb hätte auch uns das Tor weggenommen werden können. Jetzt hatten wir zweimal Glück mit dem VAR“, so FC-Trainer Steffen Baumgart zu DAZN.

Eintracht Frankfurt wurde damit im zweiten Spiel nacheinander durch eine VAR-Entscheidung um den möglichen Sieg gebracht - und beide Entscheidungen waren äußerst strittig. „Dass die VAR-Entscheidung zum zweiten Mal hintereinander gegen uns ausfällt, ist ärgerlich. Natürlich kann man es davor besser klären, aber der Kölner stand für mich klar im Sichtfeld und damit im Abseits“, sagt auch SGE-Sportchef Markus Krösche.

Unterdessen hatten Frankfurts Luca Pellegrini und Kristijan Jakic in der Vier-Mann-Abwehr ordentliche Debüts. Das Klassenbuch der Frankfurter Eintracht nach dem 1:1 gegen den 1.FC Köln: Licht und Schatten bei den Hessen. (smr)

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