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Kevin Trapp bleibt: Wichtiges Signal für Eintracht Frankfurt

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Von: Daniel Schmitt

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Der Verbleib von Torhüter Kevin Trapp könnte eine Signalwirkung für den ganzen Verein haben. Ein Kommentar.

Die Eintracht war natürlich bestens vorbereitet. Kaum ploppte die Nachricht des Morgens auf, jene, dass Kevin Trapp in Frankfurt bleiben wird und sich damit gegen das Angebot einer weltweit bekannten Fußballmarke, Manchester United, entscheidet, ließen auch die Hessen ihren bällefangenden Angestellten in den sozialen Netzwerken hochleben. Sie posteten ein Bild des jungen Kevin Trapp, von 2012, als er kurz zuvor aus der Pfalz ins Hessische gewechselt war. Und sie stellten ein Bild von 2022 daneben. Sollte in etwa so viel heißen wie: Kevin Trapp und Eintracht Frankfurt - eine Liebe fürs Leben, die nicht mehr enden wird.

Dem Herzen gefolgt: Torhüter Kevin Trapp verzichtet auf die Premier League und bleibt bei Eintracht Frankfurt.
Dem Herzen gefolgt: Torhüter Kevin Trapp verzichtet auf die Premier League und bleibt bei Eintracht Frankfurt. © dpa

Die Entscheidung des 32-Jährigen ist auch eine für ein Karriereende im Herzen von Europa. Der aktuell bis 2024 laufenden Vertrag des Nationalkeepers wird mit ziemlicher Sicherheit alsbald ausgeweitet und dem Nationalspieler mit einer Gehaltsanpassung in die Höhe versüßt. Auch ist von Aufgaben für Trapp innerhalb des Vereins im Anschluss an dessen Karriere die Rede.

Im Hier und Jetzt ist der Verbleib des Torhüters auch ein Fingerzeig für den Klub – nach dem Motto: Hey, wir sind doch wer, wir sind Eintracht Frankfurt, der Europa-League-Sieger, hier wollen nicht plötzlich alle weg, bei uns bricht nicht alles zusammen, kein Ausverkauf bei Eintracht Frankfurt!

Kevin Trapp bleibt bei Eintracht Frankfurt

Für die finanziell trotz der ersten Champions-League-Teilnahme in der Klubhistorie weiterhin unter Druck stehende Eintracht ist es wichtig, nach Martin Hinteregger und Filip Kostic keinen weiteren Leistungsträger verloren zu haben. Sportlich sowieso, aber eben auch in der Außenwirkung. Die Stimmung im Umfeld hätte bei anderem Verlauf ziemlich schnell kippen können, ins Negative wohlgemerkt, die Vorfreude auf die Königsklasse auch einer Furcht weichen können, womöglich nicht konkurrenzfähig zu sein gegen die Großen der Fußballzunft.

Zwar ist das Transferfenster noch immer über eine Woche lang geöffnet, werden weitere Spekulationen um etwaige Abgänge kaum zu vermeiden sein, sollten andere Klubs vorstellig werden etwa bei Daichi Kamada oder Evan Ndicka. Doch nach Djbril Sow (Nottingham Forest) ist Kevin Trapp eben schon der zweite Frankfurter, der einem Inselklub verbal einen Korb verpasst. Da ist es am Ende auch nicht entscheidend, ob Man United wirklich bis zum Allerletzten um Trapp gekämpft hat (was nicht der Fall war). Für die Eintracht ist es eine Entscheidung mit Signalwirkung nach drinnen wie draußen. (Daniel Schmitt)

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