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Eintracht Frankfurt in Japan: Voller Erfolg und zwei Niederlagen

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Von: Ingo Durstewitz

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Sein Treffer reichte nicht, Tuta trifft zum 1:0, die Eintracht verliert 1:2. Foto: Eintracht
Sein Treffer reichte nicht, Tuta trifft zum 1:0, die Eintracht verliert 1:2. Foto: Eintracht © Eintracht

Eintracht Frankfurt verliert zwar beide Testspiele in Fernost, hat sich aber viele Freunde gemacht und wertet den Trip als vollen Erfolg.

Als alle Fragen schon beantwortet und die Pressekonferenz so gut wie beendet war, ergriff Oliver Glasner noch einmal das Wort. Der 48 Jahre alte Fußballlehrer hatte das dringende Bedürfnis, noch etwas loszuwerden. „Ich möchte mich im Namen der Mannschaft und von Eintracht Frankfurt für den tollen Empfang und die Gastfreundschaft bedanken“, sagte der Trainer zum Abschluss der Marketingreise in Nippon. „Wir sind überall sehr freundlich und mit offenen Armen empfangen worden. Es war eine unglaublich tolle Erfahrung.“

Warme Worte, die gut ankamen. So gut gar, dass die japanischen Medienschaffenden nach der Dankesrede spontan Applaus spendeten. Das ist eher unüblich, eigentlich ein No-Go. Aber zeigt doch, dass die Eintracht ein gutes Bild abgegeben hat in Fernost, fernab der Heimat.

Den einwöchigen Japan-Trip, auf den anfangs nach einem strapaziösen Halbjahr verständlicherweise nicht alle so furchtbar viel Lust hatten, werteten im Nachgang alle Beteiligten als absoluten Volltreffer, als unvergessliches Erlebnis gar, gerade kulturell. Egal, ob Schwertkampf, Kyudo, die japanische Kunst des Bogenschießens, oder der Besuch des Tempels in Asakusa. Geschichte zum Anfassen, gelebte Entschleunigung. Das Portfolio an einzigartigen Erlebnissen war prall gefüllt.

Gerade Sebastian Rode, der Kapitän, war fast immer und überall dabei, da er ja wegen einer Wadenverletzung noch ein wenig kürzertreten muss und daher viele repräsentative Aufgaben übernehmen konnte. Der 32-Jährige war es auch, der auf einem Fanfest in Osaka den Europapokal präsentierte und für unzählige Selfies zur Verfügung stand. Die Eintracht kennt man auch in Japan. Nicht nur den in höchstem Maße verehrten Makoto Hasebe.

Sportlich hatte der Trip nach Fernost gar keine Aussagekraft, er diente aber zumindest dazu, den Rekonvaleszenten wichtige Minuten zu geben, Spielern wie Jerome Onguene und Almamy Touré und vor allem Aurelio Buta, der lange verletzt war und seine ersten Minuten sammeln konnte. „Ich hatte eine harte Zeit, aber jetzt fühlt es sich richtig gut an, wieder dabei zu sein“, sagte der Portugiese.

Nach der 2:4-Niederlage gegen die Urawa Red Diamonds verloren die Hessen am Samstag auch ihr zweites Spiel auf japanischem Boden, 1:2 gegen den Erstligisten Gamba Osaka – obwohl sie das Spiel sehr viel ernster nahmen, was alleine schon die Aufstellung dokumentierte. Außer U19-Stürmer Anas Alaoui standen nur Profispieler in der Startformation, Christopher Lenz führte die Mannschaft als Kapitän an, Verteidiger Tuta spielte vor der Abwehr – und brachte die Eintracht mit einem schönen Distanzschuss in Führung (38.). Nachdem Coach Glasner im zweiten Abschnitt viele Jugendspieler einwechselte, ging die Partie in der Schlussphase noch 1:2 verloren. Schwamm drüber.

Die überwältigenden Eindrücke abseits des Platzes überwogen. „Ich bin froh, all diese Erfahrungen aus Japan mit nach Hause zu nehmen“, sagte Glasner.

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