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Timothy Chandler zog sich im Spiel gegen den 1. FC Köln eine Platzwunde zu und musste minutenlang behandelt werden. Am Ende stand er über die volle Distanz auf dem Platz.
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Timothy Chandler zog sich im Spiel gegen den 1. FC Köln eine Platzwunde zu und musste minutenlang behandelt werden. Am Ende stand er über die volle Distanz auf dem Platz.

Bei Verletzungen

Ex-Eintracht-Spieler fordert besseren Schutz von Spielern

  • Melanie Gottschalk
    VonMelanie Gottschalk
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Ioannis Amanatidis, ehemaliger Kapitän von Eintracht Frankfurt, fordert mehr Schutz für verletzte Spieler. Eine Debatte, die im Fußball immer wichtiger wird.

Frankfurt – Im Profi-Fußball ist ein Thema in den Mittelpunkt gerückt, das in der Vergangenheit in einigen Fällen zu lax behandelt wurde: Verletzungen. Vor allem bei potenziellen Kopfverletzungen gibt es immer noch kein allgemeines Vorgehen, keine klaren Richtlinien, wie beispielsweise beim American Football der Fall ist. In der National Football League (NFL) in den USA ist es beispielsweise Pflicht, einen Spieler mit einer potenziellen Kopfverletzung aus dem Spiel zu nehmen, er wird erst einmal eingehend untersucht, bevor er das Spielfeld wieder betreten darf.

Im Fußball sieht das anders aus. Denn obwohl es dort zu mitunter schweren Zusammenstößen kommt, wird meist auf die Schnelle entschieden, ob es für den Spieler weitergehen kann oder nicht. So spielte beispielsweise Stefan Ortega, Torwart von Arminia Bielefeld, am 3. Spieltag der Saison 2021/2022 rund 30 Minuten mit einer Gehirnerschütterung gegen Eintracht Frankfurt. Sein Mannschaftskollege Jacob Laursen, der mit ihm zusammengeprallt war, wurde hingegen vom Platz getragen.

Ehemaliger Kapitän von Eintracht Frankfurt fordert Umdenken

Es ist nur eines von vielen Beispielen, immer wieder kommt es zu solchen Situationen. Rufe nach einer Veränderung werden deshalb immer lauter. Das hat jetzt auch Ioannis Amanatidis, ehemaliger Kapitän von Eintracht Frankfurt, im Heimspiel des HR deutlich gemacht: „Es muss ein Umdenken stattfinden. Die Gesundheit des Spielers muss an erster Stelle stehen“, sagte er am Montagabend (18.10.2021) in der Sendung.

In der Saison 2008/2009 steckte Eintracht Frankfurt am 8. Spieltag tief in der Krise. Trainer Friedhelm Funkel stand auf der Kippe, die SGE hatte noch nicht einen Sieg feiern können. Kapitän Amanatidis plagten zu dieser Zeit Knieprobleme, ein Ausfall drohte, wie er im Heimspiel berichtet. Bei ihm sei nichts gegangen mit dem Knie, er hätte kaum laufen können. „Unser Trainer Friedhelm Funkel wollte mich aber unbedingt spielen lassen. Ich habe ihm gesagt, dass das nicht möglich ist. Ich habe nur Kraft für 20 bis 30 Minuten“, erzählte er.

Eintracht Frankfurt: Amanatidis fällt nach Fehlentscheidung monatelang aus

60 Minuten weilte er deshalb auf der Bank, wurde dann aber doch eingewechselt. „Ich habe zwar den 2:1-Siegtreffer erzielt, musste dann aber ins Krankenhaus. Dieses Spiel hat es für mich nicht besser gemacht – im Gegenteil“, sagte er. Für ihn sei es das Dümmste, was er hätte tun können, „mit so einem Knie zu spielen“. Die bittere Diagnose: Knorpelschaden, der ehemalige Kapitän von Eintracht Frankfurt fiel daraufhin rund sechs Monate aus.

Doch nicht nur die Verantwortlichen und Trainer sind laut Amanatidis Schuld an den Problemen im Profi-Fußball. Auch die Spieler legen ihm zufolge oftmals einen falschen Ehrgeiz an den Tag. „Ich habe teilweise nicht den Schlussstrich gezogen. Für mich persönlich war es schädigend“, sagte Amanatidis im Heimspiel.

Eintracht Frankfurt: Amanatidis wünscht sich besseren Schutz

Amanatidis wünscht sich deshalb ein Umdenken und einen besseren Schutz für verletzte Spieler, die vielleicht manchmal selbst auch zu überehrgeizig sind. „Die Spieler sollten geschützt werden, auch vom Trainer und dem Verein. Das hat früher weniger stattgefunden. Ich hoffe, das ändert sich“, so der ehemalige Kapitän von Eintracht Frankfurt im Heimspiel. (msb)

Für Eintracht Frankfurt geht es am Donnerstag zunächst in der Europa League gegen Olympiakos Piräus weiter, dann folgt am Wochenende das Bundesliga-Spiel gegen den VfL Bochum. Für die kriselnde SGE gilt es jetzt, den Spagat zu meistern.

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