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Eintracht Frankfurt im Tal der Tränen

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Von: Katja Sturm

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Trösten ist manchmal schwierig: Eintracht-Spielerinnen nach der Niederlage gegen Ajax.
Trösten ist manchmal schwierig: Eintracht-Spielerinnen nach der Niederlage gegen Ajax. © IMAGO/Hartenfelser

Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt verpassen Qualifikation zur Champions League durch eine 1:2-Niederlage gegen Ajax Amsterdam.

Tränen, leere Blicke, Umarmungen, die in diesen bitteren Momenten nicht trösten konnten – fassungslos mussten die Bundesliga-Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt am Sonntagnachmittag registrieren, dass die Reise durch Europa für sie bereits nach zwei Spielen zu Ende ist. Mit 1:2 (0:1) verloren die Hessinnen beim Miniturnier im dänischen Hjørring das Finale gegen Ajax Amsterdam und verpassten damit den Einzug in die zweite Qualifikationsrunde zur Champions League. Mit einem Fallrückzieher erzielte die gegnerische Stürmerin Eshly Bakker in der zweiten und letzten Minute der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer. Zuvor hatte SGE-Spielerin Lara Prasnikar in der 58. Minute den frühen Führungstreffer von Chasity Grant aus der achten Spielminute neutralisiert.

„In meinen Augen hatte es heute nur eine Mannschaft verdient, hier weiterzukommen, und das waren wir“, kommentierte Eintracht-Cheftrainer Niko Arnautis. „Wir haben einige Torchancen liegen gelassen und hatten dabei auch ein bisschen Pech, aber wir hatten Ajax total im Griff und waren in allen Belangen die bessere Mannschaft.“ Fürwahr dominierten die vom Rückstand wachgerüttelten Adlerträgerinnen nach schwerem Beginn die meiste Zeit über die Partie und kamen aus der Pause sogar noch mal mit neuer Energie. Vor 200 Zuschauenden ackerten sie emsig und zeigten großen Willen, während ihre Kontrahentinnen ruhiger blieben und gerne auf Konter lauerten. Dabei zeigten sich die Holländerinnen sehr ruppig, allen voran Quinty Sabajo, die in der 20. Minute Gelb sah und nach weiteren harten Aktionen, die ungeahndet blieben, noch vor Ende der ersten Halbzeit vorsichtshalber ausgewechselt wurde.

Dass dem Bundesligadritten nach dem 2:0-Auftakterfolg gegen die Gastgeber am Donnerstag diesmal das Glück fehlte, machte eine Szene deutlich, bei der ein von Barbara Dunst geschossener Ball wie bei einem Billardspiel erst an den Pfosten und dann vom Fuß der Ajax-Keeperin Lize Kop noch einmal gegen das Metall knallte, aber nicht den Weg ins Tor fand. Ähnliche Szenen sollten sich wiederholen.

„Wir hatten so viele Chancen, die müssen wir nutzen“, sagte Laura Feiersinger selbstkritisch. „Dass es dann quasi mit dem Abpfiff so kommt, ist sehr hart.“ Ihr Trainer appellierte daran, die „wundervollen Erlebnisse zu sehen“, die die Eintracht auf dem jetzt abrupt beendeten Weg in die Königsklasse genießen durfte. „Ich denke, die Mädels können stolz auf ihre Leistung sein“, sagte Arnautis. Doch es wird noch eine Weile dauern, bis die Spielerinnen das ähnlich sehen.

Zum Verarbeiten bleibt jetzt noch etwas Zeit: Auf nationaler Ebene geht es erst im September weiter, zunächst mit der zweiten Runde im DFB-Pokal, dann beginnt am 16. September mit dem Auftaktspiel gegen Bayern München die Bundesliga. Und ein neuer Weg in Richtung Champions League.

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