+
Bei Eintracht Frankfurt gibt es im Moment viel zu feiern.

Eintracht-Kommentar

Eintracht-Hype ohne Ende

  • schließen

Der Hype um Eintracht Frankfurt kennt kaum Grenzen, die Menschen rennen dem Bundesligisten die Bude ein. Ein Kommentar.

Am Mittwoch hat der boomende und stetig wachsende Bundesligist Eintracht Frankfurt bekanntgegeben, dass das in schwarz gehaltene Heimtrikot schon jetzt, einige Wochen vor Beendigung der Saison, ausverkauft ist. Rien ne va plus, nichts geht mehr. Kein Adlerstöffchen mehr zu ergattern. Das gab‘s noch nie.

Im Vergleich zur vergangenen Spielzeit hat sich die Nachfrage nach den Jerseys nahezu verdoppelt. Auch die weißen Auswärts- und roten Ausweichhemden sind nur noch in geringer Stückzahl vorhanden. Da in der vergangenen Runde mehr als 50 000 Trikots an Mann, Frau oder Kind gebracht wurden, kann man nun also getrost davon ausgehen, dass die Frankfurter in diesem Jahr die 100 000-Schallmauer geknackt haben. Nicht schlecht.

Alle Eintracht-Heimspiele ausverkauft

Das zeigt: Der Hype rund um den aufstrebenden Verein kennt kaum Grenzen, die Menschen rennen dem Bundesligisten die Bude ein. Wer die Eintracht noch einmal livehaftig spielen sehen will, hat schlechte Karten. Für die letzten drei Ligaheimspiele gegen Augsburg, Hertha BSC und Mainz 05 sind keine Tickets mehr zu erstehen, 51 500 Zuschauer, pickepacke voll, die Schüssel im Stadtwald. In der zurückliegenden Runde waren diese Duelle mitnichten ausverkauft, gegen den FC Augsburg etwa kamen „nur“ 46 500 Besucher in die Arena.

Lesen Sie auch: Eintracht Frankfurt - das neue Bollwerk

Und auf europäischem Terrain eilen die Frankfurter von Rekord zu Rekord, 10 000 Fans waren in Rom, 15 000 in Mailand, für das Viertelfinalhinspiel in Lissabon hat der Klub binnen 24 Stunden 10 000 Ticketanfragen erhalten – obwohl nur 3200 Anhänger aus dem Hessischen hinein dürfen ins Estadio da Luz.

Eintracht Frankfurt überholt sich auf vielen Ebenen gerade selbst, der Traditionsklub wächst schneller als die kühnsten Optimisten es sich haben ausmalen können. Viele Mammutprojekte sind in der Pipeline oder längst aus der Taufe gehoben, da ist der Geschäftsstellenneubau samt Proficampus, die geplante Aufstockung des Stadions, die Digitalisierungsoffensive und natürlich die Internationalisierungstrategie: Nach der Saison geht es für die Profis zwecks Kontaktpflege nach China – es sei denn, die Eintracht kommt ins Finale der Europa League am 29. Mai in Baku.

Auszuschließen ist das nicht mehr, denn auf dem Platz präsentiert sich die Frankfurter Multikultitruppe als robuste und gefürchtete Einheit. Die Mannschaft rund um den jovialen und bescheidenen Trainer Adi Hütter hat diesen Hype ausgelöst, und sie sollte versuchen, die Feste so lange zu feiern wie sie fallen. Irgendwann wird selbst die schönste Party mal zu Ende gehen. Oder auch nicht!

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare