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Fredi Bobic.

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Wegen Corona: Homeoffice für Eintracht-Profis

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Was tun in der Corona-Krise: Frankfurter Fußballer bleiben zu Hause. 

Frankfurt - In den Zeiten der Corona-Krise tut ein wenig Abwechslung ganz gut, also erinnerte die Social-Media-Abteilung von Eintracht Frankfurt am Samstag an ein spektakuläres Spiel vor einem Jahr: Am 14. März 2019 bezwang die Eintracht in San Siro das große Inter Mailand mit 1:0 und zog damit ins Viertelfinale der Europa League ein, es war einer der Höhepunkte der traumhaften Reise durch Europa. Schöne Bilder waren das, unschuldige Bilder, Bilder von der Büffelherde, voller Kraft und Wucht und Leidenschaft und Gefühl, etwa als Luka Jovic den Ball ins Tor lupfte, die Fußballwelt stand offen. Jetzt, ein Jahr später, steht sie still, was für ein Kontrast!

Auch Eintracht Frankfurt hat den normalen Betrieb ausgesetzt, das Mannschaftstraining ist mindestens für die komplette nächste Woche abgesagt worden. Die Profis haben individuelle Trainingspläne mit an die Hand bekommen, sie sollen sich selbstständig im Austausch mit dem Trainerteam fit halten. Das geht zu Hause im privaten Rahmen, also sozusagen im Homeoffice, oder in den Fitnessräumen im Stadion im Stadtwald, die besucht werden können und täglich desinfiziert werden.

Dennoch empfiehlt der Klub seinen Spielern, sich nach Möglichkeit nur in den eigenen Räumlichkeiten aufzuhalten. Allerdings wird Spielern und Staff angeboten, Frühstück, Mittagessen und Abendessen aus dem Stadion mitzunehmen, damit auf Restaurantbesuche weitgehend verzichtet werden kann.

Darüber hinaus beabsichtigt Eintracht Frankfurt, alle Spieler komplett auf das Coronavirus testen zu lassen. „Die Gesundheit muss immer die klare Nummer eins sein“, hatte der Frankfurter Trainer Adi Hütter bereits nach dem Europapokalspiel gegen den FC Basel gefordert. „Es ist eine außergewöhnliche Situation, die auch von uns außergewöhnliche Maßnahmen erfordert“, erklärte Sportvorstand Fredi Bobic am Wochenende: „Die Jungs sollen in den kommenden Tagen möglichst auf soziale Kontakte abseits der Familien verzichten.“ Bobic macht aber auch eines sehr deutlich: „Reisen oder Heimatbesuche unserer ausländischen Spieler müssen ausbleiben.“

Dazu wird Eintracht Frankfurt der Empfehlung der Fifa nachkommen und für die kommenden Länderspiele im März und April keine Nationalspieler abstellen. Nach vorläufigem Stand würde dies für die kommende Abstellungsperiode vom 23. bis 31. März Frederik Rönnow (Dänemark), André Silva, Goncalo Paciencia (beide Portugal), Filip Kostic und Mijat Gacinovic (Serbien), Evan Ndicka (Frankreich U20), Stefan Ilsanker und Martin Hinteregger (beide Österreich) betreffen. „Das Einlenken ist richtig, verantwortungsvoll und der gegenwärtigen Situation angemessen“, sagte Bobic.

Dessen ungeachtet wird die Mannschaft am morgigen Dienstag einen Laktattest durchführen. Das nächste Mannschaftstraining ist für den nächsten Montag angesetzt. Ob dies wirklich stattfindet, ist angesichts der aktuellen prekären Situation mit einer sich praktisch stündlich verändernden Nachrichtenlage alles andere als gewiss. Und ob der Ball in der Bundesliga wirklich wieder ab Anfang April rollen wird, ist natürlich ebenfalls nicht sicher.

Eintracht-Spieler Filip Kostic fühlt sich zwar topfit, weiß aber nicht so recht, wie er mit der aktuellen Corona-Situation umgehen soll.

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