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Das gilt auch abseits des Fußballs.

Eintracht-Ultras

Eintracht Frankfurt: Anhänger unterstützen die ärmsten Menschen der Stadt

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Anhänger der Eintracht unterstützen die ärmsten Menschen der Stadt, indem sie Spenden für die Frankfurter sammeln. Fußball sei in der Corona-Krise nur mehr „absolute Nebensache“.

  • Eintracht-Fans unterstützen arme Menschen in Frankfurt
  • Transparent für Menschen in Bergamo
  • Fans bitten um Spenden für bedürftige Menschen

Frankfurt - Der Aufruf ist mit etwas Pathos unterschrieben. Wie es eben üblich ist bei den härtesten und lautesten Fußballfans. „Eintracht Frankfurt heißt kämpfen und siegen“, mit diesen Worten beenden die Ultras der Eintracht ihre Aufforderung, in der Corona-Krise vor allem an die Menschen zu denken, denen es ohnehin nicht gut geht. Die Gruppe sammelt Spenden für die Frankfurter Tafel, die Bedürftige mit Lebensmitteln unterstützt.

Eintracht Frankfurt: Choreographie platze gegen Basel

Vor zwei Wochen noch, so erinnern sich die Ultras, habe man für das Europapokalspiel gegen den FC Basel eine große Choreographie geplant. Die Materialien mussten die Anhänger wieder einsammeln, nachdem das Frankfurter Gesundheitsamt extrem kurzfristig entschieden hatte, dass das Spiel doch ohne Zuschauer ausgetragen werden muss. „Es ist eine Zeit eingetreten, die wir so nie für möglich hielten. Auch wir haben lange Zeit die möglichen Auswirkungen des neuen Virus unterschätzt“, schreiben die Fans. Der Fußball sei jetzt nur noch „absolute Nebensache“.

Nun sei Solidarität gefordert, und zwar nicht nur in der eigenen Nachbarschaft. Die Ultras bitten deshalb um Geld- und Sachspenden für die Frankfurter Tafel im Osten der Stadt. „Während Menschen in unnötiger Panik die Supermärkte leer räumen, als gäbe es kein Morgen mehr, beginnt es dort an Hygiene- und Lebensmitteln zu fehlen“, heißt es in dem Aufruf.

Eintracht Frankfurt: Fans unterstützen Bergamo

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Ultras in der Corona-Krise von sich reden gemacht. An der Alten Brücke in Frankfurt hängten sie ein Transparent auf mit der Aufschrift „Bergamo mola mia“ („Gib nicht auf, Bergamo“). Hintergrund ist die Freundschaft zwischen den Fans der Eintracht und Atalanta Bergamo. Transparente gab es in den vergangenen Tagen auch von anderen Ultra-Gruppierungen im Rhein-Main-Gebiet zu sehen. So drückten Darmstädter Fans auf Bannern ihre Unterstützung für Pflegekräfte aus.

Auch der Fanclubverband der Eintracht hat sich an die Anhängerschaft gewandt und um Spenden für die Teestube Jona gebeten. Die Einrichtung kümmert sich um Menschen in schwierigen Lebenssituation im Frankfurter Bahnhofsviertel. Die Idee der Initiatoren: Die Fans sollen das Geld, das sie von der Eintracht nach der Rückgabe ihres Tickets für das Basel-Spiel erstattet bekommen hatten, spenden.

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