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Die Freude über den Sieg war Timothy Chandler und David Abraham anzusehen.

Klassenbuch

Eintracht Frankfurt gewinnt gegen Lüttich: Die Spieler in der Einzelkritik

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    Thomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt hat gegen Standard Lüttich den nächsten Sieg in der Europa League gefeiert. Die Bewertung der Spieler im Klassenbuch.

Eintracht Frankfurt feiert gegen Standard Lüttich den nächsten Sieg in der Europa League. Wer überzeugte, wer schwächelte? Die Spieler in der Einzelkritik.

Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik: Gut dabei

Kein Eintrag

Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik: Ganz okay

David Abraham: Was für eine Seltenheit: Ein Tor des Routiniers. Nach 29 Minuten drückte er einen Freistoß aus ganz kurzer Distanz ins Tor, was für eine Freude, hinterher hüpfte er wie ein junger Dachs auf dem Platz. Ihm war fast Historisches gelungen, es war erst sein zweiter Pflichtspieltreffer in viereinhalb Jahren für die Eintracht. Den ersten erzielte er 2016 in Ingolstadt. Und sonst? Ordentlich, ließ nichts anbrennen.

Sebastian Rode: Spielte anfangs eine gewöhnungsbedürftige Rolle, fast neben Makoto Hasebe, also ziemlich weit hinten. Er hatte den defensiven Part inne, den, den sonst Gelson Fernandes übernimmt. Das nahm ihm viel von seiner sonstigen Dynamik, auch streute er ein paar Fehlpässe zu viel ein. An seinem Einsatz gab es nichts zu mäkeln, gibt es ja nie.

Frederik Rönnow: Der Held vom Leverkusen-Spiel wurde im ersten Abschnitt nicht ein einziges Mal geprüft,bei der besten Chance der Belgier kurz vor der Pause flog der Ball übers Tordach. Musste nur leichte Fußarbeit verrichten. Am Gegentor schuldlos.

Filip Kostic: Licht und Schatten, aber eher unglücklich. Rannte sich manchmal fest. In der zweiten Halbzeit deutlich stärker, ohne aber die ganz groß Linie zu finden. Trotzdem lief vieles über ihn. Seine Flanken fanden kaum Abnehmer, defensiv aber sehr aufmerksam. Bereinigte manch Situation dank seines Tempos.

Martin Hinteregger: Auch bei ihm wechselten gute mit weniger guten Passagen, Abspiele waren zuweilen zu schludrig, seine Schüsse zu ungenau, ließ aber auf seiner Seite wenig anbrennen. Und dann machte er das 2:0 (73.).

Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik: So lala

Djibril Sow: Erstes Foul nach zehn Sekunden, dann war er im Spiel. Gehörte zu den wenigen Aktivposten in der ersten Halbzeit. Versuchte wenigstens etwas, bisweilen mutig nach vorne, dann wieder ängstlich quer. Versemmelte im ersten Abschnitt eine gute Konterchance, war aber hellwach

Daichi Kamada: Sehr bemüht, aber auch sehr unglücklich in seinen Aktionen. Spielte dieses Mal weiter vorne, ein bisschen Stürmer. Blieb öfters hängen, gab aber nie auf. Sein gefühlvoller Freistoß nutzte der Kapitän zur Führung, seine Ecke Hinteregger zum 2:0.

Makoto Hasebe: Hatte oft den Ball, versuchte sich fast als Spielgestalter. Dadurch mehr unter Duck gesetzt. Erstaunlich viele Pässe missrieten ihm, das ist man sonst nicht von ihm gewohnt.

Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik: Schwächelnd

Danny da Costa: Tauchte lange Zeit völlig unter. Hatte ganz wenige Ballkontakte, geschweige denn auffällige Szenen. Einmal hätte er fast ein Tor geschossen, als ihm eine Flanke verrutscht war (57.). Er kann deutlich besser spielen.

Goncalo Paciencia: Blieb lange Zeit wirkungslos. Versuchte einiges, kam aber kaum zu Abschlüssen. Einmal (49.) nahm er eine Flanke mit links volley, Torwart Milinkovic-Savic lenkte ihn über die Latte.

Mijat Gacinovic: Kurz nach der Halbzeit ein typischer Gacinovic: Er lief halblinks aufs Tor zu, machte einen Haken nach innen, doch statt zu schießen, probierte er einen Hackentrick, er missriet, die Chance war dahin. Auch sonst lief nicht viel zusammen bei ihm, bemüht, aber ohne jede Wirkung.

Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik: Zu spät gekommen

Dominik Kohr, Timothy Chandler, Gelson Fernandes

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