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Bas Dost brachte die Eintracht auf die Siegerstraße.

Klassenbuch: St. Pauli-SGE

Eintracht Frankfurt gewinnt beim FC  St. Pauli: Die Spieler in der Einzelkritik

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Eintracht Frankfurt schleppt sich durch ein 2:1 beim FC St. Pauli ins Pokal-Achtelfinale. Die Bewertung der Spieler im Klassenbuch.

Dank eines frühen Doppelpacks von Bas Dost schafft Eintracht Frankfurt den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Wer überzeugte, wer schwächelte? Die Spieler in der Einzelkritik.

Eintracht Frankfurt: Gut dabei 

Bas Dost: Nach seinen Adduktorenprobleme zurück im Team, und wie: Nach einer guten Viertelstunde hatte der Kanten zweimal getroffen, per Kopf (4.) mit seinem ersten Ballkontakt, dann clever per Lupfer. Gut für die Hessen, dass er wieder da ist. Allerdings in der zweiten Halbzeit praktisch nicht mehr zu sehen, tauchte da völlig unter. 

Makoto Hasebe: Solide Partie, ohne groß aufzufallen. Verrichtete seine abwehrende Arbeit so zuverlässig wie eh und je, ließ sich nie aus der Ruhe bringen. Musste gerade im zweiten Abschnitt eine Menge ausbügeln. Hielt den Laden hinten halbwegs zusammen. War auch nötig.

Eintracht Frankfurt: Ganz okay 

Evan Ndicka: Durfte erstmals wieder seit der Europa-League-Partie in Guimaraes wieder links hinten verteidigen, tat das weitgehend zufriedenstellend. Hatte seine Seite im Griff, wenn auch nicht alles gelang. Nach vorne könnte er ein bisschen mehr Traute entwickeln. Seriöse Vorstellung. 

Frederik Rönnow: Wenig geprüft im ersten Abschnitt, das, was aufs Tor kam, wehrte er ab. Beim Elfmeter ohne Chance. War aufmerksam, musste sich aber auch nicht groß auszeichnen.

Eintracht Frankfurt: So lala 

Dominik Kohr: Feiner Pass auf Dost vor dem 2:0, das war klasse. Stellte sich ansonsten in den Dienst der Mannschaft, verrichtete viel Schmutzarbeit. Muss ja auch einer erledigen. Haute sich rein, wie eh und je, rustikal und gnadenlos. 

Martin Hinteregger: Spielte wegen der Rotation auf der rechten Seite, wie damals im Januar, als er aus Augsburg kam. Bereitete mit seinem rechten Fuß das 1:0 vor, verursachte den Handelfmeter zum 1:2. Das war Pech, ansonsten ordentlich. Blieb zur Pause schonungshalber in der Kabine

Daichi Kamada: Sehr bemüht, sehr emsig, das ist man gewohnt vom Japaner. Aber viel ging bei ihm im ersten Abschnitt nicht. Allerdings: Er ist der Einzige, der Aktionen nach vorne initiierte, der konstruktiv etwas versuchte, der machte und tat. Kam nur zu wenig bei raus. Hätte ein wenig mehr Unterstützung von den Kollegen gebraucht. 

Daichi Kamada hätte ein wenig mehr Unterstützung von den Kollegen gebraucht. 

Gelson Fernandes: Gewohnter Arbeitsnachweis. Viel unterwegs, viel unterbunden, viel gestört. Das ist seine Aufgabe, die erledigt er, so zuverlässig wie Schweizer Uhren. Lieferte sich mit dem Ex-Frankfurter Johannes Flum auch so manches verbales Gefecht. 

David Abraham: Kam nach der Pause. Musste sich strecken, hatte alle Hände zu tun, um seine Abwehr halbwegs stabil zu halten. 

Sebastian Rode: Erneut, wie schon in Gladbach, eine seltsam verhaltene Partie. Ein bisschen fehlte ihm die Spritzigkeit, viele Sicherheitspässe, viel zurück und quer. Das ist nicht der Seppl Rode, den man kennt.

Eintracht Frankfurt: Schwächelnd 

Danny da Costa: Kam nach der Pause, und ging sechs Minuten später, am Knie verletzt, zu Boden. Spielte zwar weiter, wirkte aber gehandicapt. Fing sich dann langsam wieder. Vermochte aber nicht, Druck nach vorne zu entwickeln. 

Erik Durm: Durfte mal wieder ran, begann rechts, wechselte nach der Pause auf links. Auf beiden Flügel aber weitgehend wirkungslos. Spielte zu häufig zurück. Und es war nicht zu sehen, dass da einer unbedingt in die erste Mannschaft zurück will. 

Timothy Chandler: Spielte anstelle von Filip Kostic auf links, aber nur 45 Minuten. Hatte kaum eine gute Szene, konnte sich nicht durchsetzen, wurde auch kaum eingesetzt. Irgendwie zu träge. Zudem: Immer, wenn er am Ball war, dachte man im Geheimen, was würde Kostic jetzt daraus machen.

Eintracht Frankfurt: Zu spät gekommen

Goncalo Paciencia

Von Thomas Kilchenstein

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