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Hat sich ins Team gespielt: Evan N'Dicka.

Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt gegen VfL Wolfsburg: Die SGE blickt nach oben

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Mit dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg beginnen für die Eintracht wegweisende Wochen - Trainer Adi Hütter will unbedingt den Anschluss an die oberen Tabellenplätze halten.

Nach der Bundesligapause im Oktober war Eintracht Frankfurt in die folgenden Spiele als Tabellenneunter gestartet, nach der Pause jetzt im November nehmen die Hessen erneut als Neunter das Rennen auf. Das sieht nach Stagnation aus, ist es aber nicht, findet Eintracht-Trainer Adi Hütter. Denn die letzten Begegnungen waren allesamt gegen Top-Mannschaften, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, Bayern München und SC Freiburg, derzeit auf Champions League-Kurs. Man habe also diese Hürden sehr ordentlich genommen, ist der Frankfurter Fußballlehrer mit dem Abschneiden zufrieden. Nun aber folgen „Aufgaben, bei denen ich sage: Da kann man was machen.“

Man wolle unbedingt zurück in die Erfolgsspur. Den Anschluss nach oben will Eintracht Frankfurt nicht verlieren, und da kommt der heutigen Begegnung der Eintracht gegen den VfL Wolfsburg, 15.30 Uhr im Stadtwald, eine ganz besondere Bedeutung zu. Das Spiel „ist absolut wegweisend“, für beide Teams, auch der VfL Wolfsburg scharrt punktgleich mit der Eintracht mit den Hufen. „Es könnte ein attraktives Spiel geben“, hofft der 49 Jahre alte Coach, beide Mannschaften versuchten ihr Heil in der Offensive, beide haben Spieler mit hoher Qualität in ihren Reihen. Wolfsburg werde „schwer zu knacken sein“, vermutet Hütter nicht ganz zu Unrecht. Erst zehn Gegentore in elf Spielen hat die Hintermannschaft der Wölfe zugelassen, allerdings hinken sie seit ein paar Spielen ihrer überragenden Frühform hinterher, als sie die Mannschaft in der Liga waren, die am längsten ungeschlagen blieb.

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In den letzten drei Spielen gelang den „Wölfen“ allerdings kein eigenes Tor - trotz eines Torjägers wie Wout Weghorst, der auch deshalb „nicht leicht auszuschalten ist, weil er nicht kompliziert spielt“, wie der Frankfurter Trainer sagt. Dennoch verortet Hütter den heutigen Gegner, bei dem sein österreichischer Landsmann Oliver Glasner an der Linie stehen wird, als einen „auf Augenhöhe“.

Für Eintracht Frankfurt, sehr heimstark unterwegs, ist die Partie gegen die Wölfe, so ein bisschen der Angstgegner, der Auftakt für ereignisreiche Wochen, in denen Weichen gestellt werden können - zum Guten. Denn bis auf die Partie auf Schalke spielt Eintracht Frankfurt in den nächsten sechs Bundesligabegegnungen nur gegen Mannschaften, die tabellarisch hinter ihr liegen, Mannschaften also, die zumindest von der Papierform leichter zu bespielen sind als Bayern oder Dortmund.

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Darüber hinaus stehen noch die beiden entscheidenden Spiele in der Europa League an, das erste schon am kommenden Donnerstag beim FC Arsenal. Diese Partie freilich spiele aktuell keine Rolle, „das ist überhaupt nicht in meinem Kopf“, sagt Hütter. In London immerhin darf der für sieben Wochen wegen des Checks gegen den Freiburger Trainer Christian Streich gesperrte Verteidiger David Abraham spielen. Am Freitag gab der Klub ferner bekannt, nicht gegen das Urteil des DFB-Kontrollausschusses vor dem Bundesgericht in Revision zu gehen. Auch wenn Abraham bis Weihnachten kein Bundesligaspiel mehr für die Eintracht bestreiten wird, „kann diese Strafe so stehen gelassen werden“, wie Hütter sagt. Er empfindet sie dennoch als „saftig.“

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Ein kleines Geheimnis macht Adi Hütter noch daraus, wie er diese Vakanz in der Abwehr schließen will. Naheliegend wäre, Martin Hinteregger nach rechts zu ziehen, Makoto Hasebe auf den Liberoposten und Evan Ndicka auf die linke Seite zu stellen. Hinteregger hat ja seine ersten Spiele für die Hessen zu Beginn der Rückrunde der vergangenen Runde auf dieser, für ihn als Linksfuß ungewohnten Position gespielt, und durchaus zu überzeugen gewusst. Almamy Touré, von Haus aus rechter Innenverteidiger, ist erst in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ein Sehnenriss im Oberschenkel hatte ihn ausgebremst, ob der Franzose deshalb schon in der Startelf stehen wird, ist eher unwahrscheinlich.

Eintracht Frankfurt: Dom

Vieles spricht zudem dafür, dass Dominik Kohr für den ebenfalls gesperrten Gelson Fernandes im defensiven Mittelfeld beginnt. Hütter lobte den für knapp neun Millionen Euro verpflichteten Neuzugang aus Leverkusen ausdrücklich, in Freiburg habe er nach seiner Einwechselung „ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht“. Fernandes hatte mit seiner Hinausstellung der Mannschaft deutlich mehr geschadet als Abraham mit seinem Platzverweis in der Nachspielzeit.

Die Besetzung der Sturmreihe ist ebenfalls noch offen. Goncalo Paciencia, der sich vor Wochenfrist an der Seite von Cristiano Ronaldo bei der Nationalmannschaft Portugals viel Selbstvertrauen holen konnte, könnte gemeinsam mit Bas Dost beginnen. Für Dost ist die Partie gegen seinen alten Klub, für den er einst vier Jahre spielte, natürlich etwas ganz Besonderes. Dass er Mitte dieser Woche einräumte, nicht alle acht Spiele bis zur Winterpause spielen zu können, hält Adi Hütter nicht für weiter tragisch. „Bas kam mit sehr viel Rückstand zu uns. Wir müssen bei ihm einen guten Weg finden.“ Das Gute: Im Angriff hat er die Qual der Wahl, alle drei Angreifer harmonieren gut miteinander.

Und dass Bas Dost physisch nicht ganz auf der Höhe ist, kann die Mannschaft abfangen. Die, weiß Adi Hütter, befindet sich nämlich „körperlich in einem sehr, sehr guten Zustand“.

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