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Will sich voll reinschmeißen: Eintracht-Torwart Kevin Trapp.  

Europa League

Eintracht Frankfurt ist bereit fürs „Endspiel“ gegen Straßburg

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Vor der Europa-League-Playoffpartie der SGE gegen Straßburg steigt die Anspannung - ein Problemkind könnte zum X-Faktor werden.

Frankfurt - Der baumlange Präsident hat natürlich immer ein Ohr an den Menschen auf der Straße oder auch in den Kneipen von nebenan, und so hat Volkstribun Peter Fischer seine „Sensoren“ ausgefahren und „irrsinnig viel“ Resonanz erhalten. Der Donnerstag naht, das Playoffrückspiel der Frankfurter Eintracht gegen Racing Straßburg, hopp oder top, make it or break it, „rechts oder links“, wie es der Vereinspräsident beschreibt. 

„Das ist ein klassische Endspiel“, und das Fieber in Frankfurt steige schon wieder, beinahe ins Unermessliche. „Sie“, hebt Peter Fischer an und meint damit den Gegner aus Frankreich, „sie werden gegen das Stadion spielen, und wir werden sehen, wie viel Mentalität bei uns in der Mannschaft steckt“. Dass das eine ganze Menge ist, daran hat er „keinen Zweifel“.

SGE muss das 0 zu 1 wettmachen

Es gilt, das ist bekannt, ein 0:1 aus dem Hinspiel wettzumachen, das wird nicht leicht gegen die Mannen aus dem Elsass, die im Hinspiel sehr viel Herzblut auf dem Rasen ließen und die Eintracht mit ihrem Willen und ihrer Bereitschaft sehr wohl beeindruckten. Eine Herangehensweise, die man von den Frankfurtern aus der vorherigen Europapokalspielzeit kannte. 

Eintracht Frankfurt in der Europa League: Die Auslosung der Gruppenphase im Liveticker

Diese Haltung soll nun reaktiviert werden. Auf Knopfdruck funktioniert das aber nicht, eine gewisse Grundaggressivität und Schonungslosigkeit muss wachsen, vielleicht auch aus dem Spiel heraus.

Eintracht Frankfurt: „Die Anspannung ist groß“

Für Torwart Kevin Trapp ist dieses besondere Kribbeln aber schon jetzt spürbar. „Die Anspannung ist groß“, sagt der 29-Jährige. „Diese Nervosität braucht man aber auch.“ Er spüre keinen Druck, sondern Vorfreude. „Wir wollen wieder das erleben, was wir schon erlebt haben“, nämlich „einen tollen Herbst“.

Der Schlussmann erwartet nicht weniger als ein „Spektakel“, für ihn ist es schon jetzt „ein Riesenspiel gegen einen tollen Gegner.“ Der nicht unverwundbar ist, Racing hat erst am Sonntag in der Liga einen Dämpfer erhalten, zu Hause setzte es eine 0:2-Niederlage gegen Stade Rennes, im Klassement rutschte der Klub mit zwei Punkten aus drei Begegnungen auf Rang 15 ab.

Eintracht Frankfurt: „Wir haben die Mentalität“

Angst müssen die Hessen nicht haben, aber sie sind gewarnt und müssen im Spiel (Donnerstag, 20.30 Uhrim Live-Ticker) die richtige Balance finden zwischen Mut zum Risiko und einer klugen Abdeckung nach hinten, denn bei einem Gegentreffer müssten sie schon drei Tore schießen, um in die Gruppenphase einzuziehen. „Wir müssen auch geduldig sein“, mahnt Kevin Trapp. „Wir müssen erst mal ein Tor schießen, um es auszugleichen, deshalb müssen wir vorne eiskalt sein.“

In der Mannschaft will er eine positive Grundstimmung ausgemacht haben. „Es freuen sich alle darauf, wir werden unsere Aufgabe erledigen, davon bin ich überzeugt“, sagt der Keeper. „Wir haben die nötige Mentalität und Einstellung.“ Die war Starspieler Ante Rebic zuletzt ja abgesprochen worden, nach dem Hinspiel bekam der Kroate allenthalben auf die Mütze, selbst Mitspieler Trapp kritisierte recht deutlich. 

SGE-Torhüter Trapp ist nicht bei 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit 

Am Dienstag sagte der Ballfänger: „Ante kann uns weiterhelfen, er hat schon oft bewiesen, dass er den Unterschied machen kann, wenn er fit ist.“ Offenbar war auch das eines der Probleme: Der 25-Jährige ist nicht bei 100 Prozent seiner körperlichen Leistungsfähigkeit. Am Dienstag stand er jedenfalls auf dem Trainingsplatz, der Nationalspieler wird – Wechselambitionen hin oder her – am Donnerstag nach Lage der Dinge dabei sein können. Das ist nicht unwichtig.

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Denn für den gesamten Verein ist die Stoßrichtung klar: „Wir haben die Chance, uns in diesem Wettbewerb zu zeigen, Sympathiepunkte zu sammeln und die Mannschaft dadurch noch enger zusammenzuschweißen“, sagt Vorstand Axel Hellmann. „Diese Möglichkeit sollten wir nicht ungenutzt lassen.“

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