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Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund

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Eintracht Frankfurt holt Punkt gegen Dortmund: Die SGE-Spieler in der Einzelkritik

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    Thomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt erkämpft sich nach zwei Rückständen noch ein 2:2 gegen Borussia Dortmund. Die Bewertung der Spieler in der Einzelkritik.

Eintracht Frankfurt holt gegen Borussia Dortmund einen Punkt. Welcher Spieler trumpfte auf, welcher fiel ab - die Bewertung der Eintracht-Profis in der Einzelkritik.

André Silva: Hatte einen schweren Stand da vorne, war meistens mit seinem Sturmpartner und Kumpel Paciencia auf sich alleine gestellt. Machte das Beste daraus, torgefährlichster Angreifer – schon ehe er, kurz vor der Pause, das 1:1 erzielt hatte. Das kann was werden mit dem Portugiesen.

Ganz okay

Djibril Sow: Rechtfertigte das Vertrauen von Coach Hütter, steigerte sich im Vergleich zu den letzten Partien gewaltig. Mit guten Offensivaktionen, mustergültig seine Vorlage auf Silva vor dem 1:1 (44.). Wurde mit zunehmener Spieldauer stärker. Geht doch. 

Kevin Trapp: Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw machte er ein ordentliches Spiel, auch wenn es sich gar nicht über die Maßen auszeichnen konnte. Pech vor dem 0:1, als er einen Schuss von Sancho abwehrte, anschließend bei Witsels Schuss aber machtlos war. Gute Parade gegen Sancho (48.), den Freistoß vor dem 1:2 von Guerreiro hätte er konsequenter klären müssen (66.). 

Almamy Touré: Gewiss nicht überragend, dafür hat er auch zu lange nicht spielen dürfen, deutete aber an, dass er eine Verstärkung sein kann. Sehr wohltuend: Ist immer um spielerische Lösungen bedacht, geht auch mal an einem vorbei, schaltet sich ein. Hatte vor dem Ausgleichstreffer die Füße im Spiel. Echte Konkurrenz zum ohnehin schwächelnden Kapitän Abraham.

Makoto Hasebe: Umsichtig wie immer, vielleicht nicht so dominant und spielprägend wie sonst, aber immer noch besser als die meisten auf der Position des modernen Liberos. 

Timothy Chandler: Kam spät rein und feuerte gleich mal drei, vier Flanken hinein. Eine führte zum späten Ausgleich. Gut gemacht. 

Die Eintracht belohnt sich spät: Die SGE ringt Dortmund ein Unentschieden ab

Ballhorn: Zurück zur Herrenmode

Gelson Fernandes: Wichtig, dass der Zerstörer mal wieder mitspielen durfte. Eroberte viele Bälle, aggressiver Zweikämpfer, bienenfleißig. Nach vorne kommt nichts, aber man kann ja nicht alles haben. 

Daichi Kamada: Brachte nach seiner Einwechslung noch mal neuen Schwung, kicken kann er ja, der feingliedrige Japaner. War dann zur Stelle und war am Eigentor zum 2:2 von Delaney maßgeblich beteiligt. Wird ihm guttun. 

Martin Hinteregger: Sehr verlässlich hinten links, ließ nichts anbrennen. Seriöse Partie. Und: Bereitete das 2:2 mit einer scharfen Hereingabe vor.

So lala

Dominik Kohr: Durchwachsene Vorstellung. Konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken, versuchte zwar vieles, war auch hart am Mann, aber die meiste Zeit lief er hinterher. Das geht besser. 

Filip Kostic: Seltsame Partie des linken Läufers. Nicht mal im Ansatz so brachial und dynamisch wie sonst., bolzte mehrfach aufs Tor. Wirkte sogar teilweise etwas teilnahmslos. Am Ende noch mal mit der zweiten Luft, da marschierte er ordentlich. Aber insgesamt zu wenig. 

Erik Durm: Spielte für den zuletzt etwas überspielten da Costa, lange Zeit aber quasi unsichtbar, unauffällige Darbietung auf rechts. Hatte seine stärkste Phase kurz vor und kurz nach der Pause, da machte er Dampf, marschierte auch mal nach vorne. War auch am zwischenzeitlichen 1:1 beteiligt.

Bas Dost: Nach seiner Einwechslung ohne zwingende Aktionen, aber man spürt, er will sich einbringen und haut sich rein. Das ist viel wert.

Schwächelnd 

Goncalo Paciencia: Nicht sein Tag, das ganze Spiel lief quasi an ihm vorbei. Ohne eine einzige nennenswerte Aktion, auch wenn er es da vorne nicht leicht hatte. Zu Recht ausgetauscht.

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