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Bas Dost macht den Führungstreffer, wie er eben Tore macht: Mit einer klugen, schnellen Bewegung, einer Menge Instinkt und auch fußballerischer Klasse.

Klassenbuch

Eintracht Frankfurt gegen TSG Hoffenheim: Die Spieler von Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik

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    Ingo Durstewitz
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So schlugen sich die Spieler von Eintracht Frankfurt gegen die TSG Hoffenheim.

Gut dabei

Filip Kostic:Fuhr mit dem armen TSG-Verteidiger Posch Schlitten, wie immer, wenn sie aufeinandertreffen. Mit seinem Tempo und seiner Wucht nicht zu verteidigen, an vielen torgefährlichen Situationen beteiligt, Flanke auf Chandler zum Siegtreffer. Ohnehin, wie so oft, mit den meisten Hereingaben (5). Pech bei zwei Lattenknallern. Beachtliche Leistung.

Martin Hinteregger:Ließ mal gar nichts anbrennen, verlor kaum einen Zweikampf. Auch am Ball mit einer Bierruhe, selbst in Bedrängnis. Variierte in der Spieleröffnung: mal kurz, mal lang, mal flach, mal hoch. Gut gemacht.

Mijat Gacinovic:Nicht wiederzuerkennen im Vergleich zur Hinserie, quirlig, fidel, mit den meisten Sprints (33) aller Spieler. Mit pfiffigen Ideen, sogar die Umsetzung klappte. Bereitete die Führung durch Dost mustergültig vor, spielprägend. Nur vor dem Tor erneut mit einer höchst unglücklichen Szene (27.), als er sinnfrei zu Dost passen wollte, anstatt selbst zu schießen. Ein eiskalter Vollstrecker wird er in diesem Leben wohl eher nicht mehr.

Kevin Trapp:Souverän zwischen den Stangen, gute Präsenz, strahlte Sicherheit aus, gab seinen Vorderleuten Halt. Parierte zwei-, dreimal stark, auch mit dem Ball am Fuß ohne Schwächen. Mit mehr Ballkontakten (47) als sechs seiner im Feld agierenden Mitspieler.

Timothy Chandler:Mit nur 25 Ballkontakten, aber auch die genügen mitunter, um zum entscheidenden Mann zu werden. Mit starker Balleroberung vor dem 1:0, als er TSG-Kapitän Hübner den Ball vom Fuß grätschte, erzielte dann das Siegtor per gekonntem Kopfball. Ist ihm zu gönnen nach langer Leidenszeit.

Djibril Sow:Massive Leistungssteigerung, dominanter Auftritt. Luchste dem Gegner viele Bälle ab, sehr viele gar, gewann 19 Zweikämpfe – ein Spitzenwert. Lief natürlich wieder am meisten aller Profis, 12,8 Kilometer, mit den meisten intensiven Läufen (86). Wertvoller Raumverdichter. Rettete einmal, nach 75 Minuten, auf der Linie, auch das sehr wichtig. Nach vorne darf es gerne noch etwas mehr sein.

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Klassenbuch: Ganz okay

Bas Dost:Die Führung machte er so, wie Bas Dost Tore macht: Mit einer klugen, schnellen Bewegung, einer Menge Instinkt und auch fußballerischer Klasse. Ein typisches Mittelstürmertor. Auch sonst bemüht, viele Kopfballduelle, viel Kärrnerarbeit. Hatte es nicht leicht als einziges Spitze, aber machte das Beste daraus.

David Abraham:Unauffällige Partie, was auch an den matten Hoffenheimer Stürmern lag. Selten gefordert, aber auf der Höhe, wenn er gebraucht wurde. Anfangs mit einigen Fehlern im Spielaufbau. Ließ sich verschmerzen. Gutes Spiel, um sich wieder einzufinden nach seiner langer Sperre im alten Jahr.

Klassenbuch: So lala

Almamy Touré:Spielte vor dem 1:0 den vorletzten Pass, auch im zweiten Abschnitt mit so manch beherztem Vorstoß, etwa als er auf Dost flankte, der drüber köpfte (75.). Mit einem gekonnten Seitfallzieher, da hatte er Pech, dass sein Schuss geblockt wurde. Hinten aber nicht immer auf der Höhe, verschätzte sich das eine oder andere Mal. Dennoch deutlich formverbessert.

Sebastian Rode:Riss nach Mitstreiter Sow die meisten Kilometer ab, 12,5. War eifrig darum bemüht, den Spielfluss der Sinsheimer einzudämmen, stopfte alle Löcher, die es zu stopfen gab. Nach vorne aber quasi nicht existent. Das war sicher so abgesprochen und gehörte zu seiner Stellenbeschreibung an diesem Tag, aber mit seiner Power und Dynamik kann er eigentlich in der Offensive ein wichtiger Faktor sein.

Evan Ndicka:Selten geprüft, hielt Linksaußen Kostic den Rücken frei. Beschränkte sich auf die Defensive, mit nur sehr dosierten Vorstößen, was auch an seinem ungezügelten Vordermann lag. Im zweiten Abschnitt sah er sich Rudy gegenüber, eine Aufgabe, die er oft, aber nicht immer zufriedenstellend löste.

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