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Die Frankfurter jubeln nach dem Tor zum 1:0 durch Filip Kostic (Mitte).

Klassenbuch

Die Spieler in der Einzelkritik

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Eintracht Frankfurt gewinnt gegen Benfica Lissabon und steht im Halbfinale der Europa League. Die Bewertung der Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Ante Rebic: Spielte im Duett mit Kostic die Benfica-Abwehr ein ums andere Mal schwindelig. Mit seiner unorthodoxen Art war er für die Lissabonner Verteidiger kaum zu greifen. Bereitete Chancen von Kostic (8.) und Jovic (23./60.) vor, war maßgeblich an der Entstehung des 1:0-Führungstreffes von Kostic beteiligt, legte das 2:0 von Rode auf. Rannte und rannte und rannte, der Ante. Bester Frankfurter, herausragend. 

Filip Kostic: Wusste schon was los ist, als der Ball zum 1:0 im Tor zappelte – er stand im Abseits, eindeutig, konnte selbst kaum glauben, dass der Treffer zählte (36.). Aber auch unabhängig von seinem glücklichen Tor mit einem starken Auftritt. Immer im Vorwärtsgang, immer im Vollsprint, fast immer gefährlich.

Sebastian Rode: Kam in der ersten halben Stunde nicht so richtig in die Zweikämpfe, vor allem beim Gegenpressing war er immer einen Schritt zu spät. Ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Ganz im Gegenteil. Der Blondschopf kämpfte, biss sich richtig in Spiel rein und wurde im Verlauf immer auffälliger. Der Höhepunkt: Der Treffer zum 2:0, sein erster für die Eintracht seit der Rückkehr im Winter, der entscheidende an diesem Europapokalabend. Den hatte er sich wahrlich verdient.

Makoto Hasebe: Ob Haris Seferovic den Japaner so stark in Erinnerung hatte? Vermutlich nicht. Hasebe kochte den ehemaligen Frankfurter Angreifer in Diensten der Gäste reihenweise ab. Klärte an der eigenen Torauslinie per Hacke, war auch ansonsten in den Zweikämpfen immer Herr der Lage. Chapeau, er kann es einfach.

David Abraham: Haute in den ersten zwei, drei Zweikämpfen gegen Supertalent Joao Felix kräftig dazwischen, das verschaffte ihm Respekt. Hatte den Lissabonner Edeltechniker über weite Strecke gut im Griff, der dribbelte sich nur einmal an Abraham entscheidend vorbei (48.). Ist gegen solch einen guten Mann aber kaum zu vermeiden.

Simon Falette: Sein erstes Pflichtspiel seit Ende Januar, benötigte als Vertreter vom verletzten Martin Hinteregger dennoch überhaupt keine Anlaufzeit. In der ersten Minute schon dreimal am Ball, da dreimal souverän, das gab ihm spürbar Sicherheit für den Rest des Spiels. Hatte seine linke Abwehrseite bestens im Griff. Rettet kurz nach dem Seitenwechsel in höchster Not (48.). War am Ende von Krämpfen geplagt, völlig kaputt.

Ganz okay

Kevin Trapp: In der ersten Hälfte einmal wachsam, als der Ball durchrutschte. Da klärte er mit einer riskanten, aber notwendigen Grätsche gerade noch vor Seferovic. Ansonsten viel mit den Füßen als Aufbauspieler gefordert, auf der Linie kaum geprüft. Und falls doch, sehr aufmerksam.

Mijat Gacinovic: Lange ein bisschen zu umständlich, trotz eines hohen Laufpensums nicht so ganz im Spiel. War dann aber am 1:0 entscheidend beteiligt, als er den Ball mit links an den Pfosten schlenzte und Kostic dadurch abstauben konnte. Danach selbstbewusster, schoss in der 57. Minute nur knapp vorbei.

Goncalo Paciencia: Hielt nach seiner Einwechslung einige wichtige Bälle, dafür wurde er eingewechselt.

Gelson Fernandes: War damit beschäftigt, die Gästekonter abzurennen, von links nach rechts zu flitzen, Löcher zu stopfen. Das schaffte er weitestgehend, mit dem Ball aber hatte er kaum auffällige Aktionen. Das war aber zu verschmerzen, dafür sind ja auch andere Kicker zuständig.

Danny da Costa: Kam offensiv kaum zur Geltung, fast jeder Lauf wurde früh gestoppt, die Abspiele waren ungenau. Aber sehr fleißig in der Rückwärtsbewegung, auch wichtig.

So lala

Luka Jovic: Zwei geblockte Schüsse (23./60.), ein Kopfball übers Tor (43.), dennoch war er irgendwie nicht im Spiel, fast immer zweiter Sieger in den Zweikämpfen. Fiel gegenüber Sturmkollege Rebic deutlich ab. Zurecht gegen Paciencia ausgetauscht.

Schwächelnd

Kein Eintrag

Zu spät gekommen

Lucas Torro, Jetro Willems

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