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Sebastian Rode gehörte noch zu den besseren Spielern von Eintracht Frankfurt. 

Klassenbuch

Eintracht Frankfurt gegen Bayer Leverkusen: Die Einzelkritik

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    Ingo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt holt sich eine 0:4-Klatsche in Leverkusen ab. Die Bewertung der Spieler in der Einzelkritik.

Eintracht Frankfurt bekommt auch in Leverkusen kein Bein auf den Boden und holt sich eine ernüchternde 0:4-Niederlage ab. Damit rangiert die SGE in der Auswärtstabelle der Liga abgeschlagen auf dem letzten Rang. Die Wertung der Spieler im Klassenbuch.

Gut dabei

Kein Eintrag

Ganz okay

Kein Eintrag

So lala

Sebastian Rode:In fast allen statistischen Erhebungen an der Spitze: Lief am meisten (12,1 Kilometer), legte mehr intensive Läufe als alle anderen zurück (104), gewann mehr Zweikämpfe als die übrigen Mitstreiter (15), keiner hatte häufiger den Ball am Fuß (62) und keiner spielte mehr Pässe (38). Das zeigt: Er wollte, versuchte etwas, war aktiv, rieb sich auf, haute sich rein. Allein: Auch er sehr unglücklich in fast allen Situationen. Verhaspelte und verzettelte sich oft, kaum eine klare Aktion.

André Silva:Konnte einem leid tun da vorne, ganz alleine auf weiter Flur und ohne jegliche Unterstützung der Kollegen. Zerschellte an den Leverkusener Abwehrkanten, steckte aber nicht auf, forderte die Bälle, hielt sie auch. Aber wenn keiner mitmacht, verpuffen selbst die besten Absichten.

Kevin Trapp:Denkbar unglücklicher Nachmittag für den Keeper: Hielt, was er halten konnte, das war nicht viel, weil nicht viel kam. Alles andere war drin. Dumm gelaufen.

Djibril Sow:Sehr bemüht nach seiner Einwechslung, mit seiner Laufstärke und seinem Einsatzwillen zumindest ein kleiner Stabilisator im auseinanderdriftenden Ganzen.

Schwächelnd

Martin Hinteregger:Auch nicht immer auf der Höhe, das ging ihm alles zu schnell, beim 0:1 nicht wach genug. Wilde Schläge von hinten heraus, mit einer guten Gelegenheit samt kläglichem Nachschuss. Später mit einer sehr seltsamen Spielanalyse.

Stefan Ilsanker:Wich zu oft zurück, stand zu häufig im Raum. Konnte die Abwehr nie stabilisieren, wackelte bedenklich. Viele Fehlpässe. Immerhin: Keine Platzwunde zugezogen.

Makoto Hasebe:Undankbare Rolle, wurde von den Leverkusenern konsequent zugestellt, konnte daher das Spiel gar nicht aufbauen und ordnen. Zu oft in arger Bedrängnis, daher sehr fehlerbehaftet. Vielleicht macht sich auch die fehlende Matchpraxis bemerkbar, ist ja kein Stammspieler mehr.

Mijat Gacinovic:Schlurfte nach seiner Einwechslung aufs Feld, als habe er schon 120 Minuten in den Beinen. Motiviert sieht ganz anders aus. Im Spiel wie immer: zappelig und fahrig.

Filip Kostic:Der Kopf geht schnell runter, wenn es nicht läuft. Nach 15 Minuten und dem 0:2 quasi aus dem Spiel. Da sah man ihm die Lustlosigkeit und Resignation von weitem an. Keine Körpersprache mehr.

Dominik Kohr:Chance bekommen, Chance vertan. Blutleerer Auftritt an alter Wirkungsstätte. Wuselte von einem Gegenspieler zum nächsten, kam aber nie an den Ball oder in einen Zweikampf. Völlig ohne Bindung, wie ein Fremdkörper.

Daichi Kamada:Fiel in alte Muster zurück, wie ein Jugendspieler, naiv in den Duelle, Fliegengewicht, leicht abzukochen. Rechtsaußen ist auch nicht seine Position. Vergab eine gute Gelegenheit nach 73 Sekunden – es sollte die beste Chance bleiben.

Evan Ndicka:Leicht von der Rolle, Bellarabi spielte ihm Knoten in die Beine. Beim dritten Gegentor mit lachhaftem Zweikampfverhalten, beim 0:4 hob er das Abseits auf. So reicht das nicht.

Almamy Touré:Vor dem 0:1 mit einem Stellungsfehler, der selbst in der Jugend selten passiert. Stolperte von einer Verlegenheit in die nächste. Komisch auch: Immer wenn es hinten brennt, turnt er gerade vorne herum. Braucht dringend eine Pause. Auch er mit einer weltfremden Analyse nach dem Spiel.

Zu spät gekommen

Goncalo Paciencia

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