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Eintracht Frankfurt Frauen: Big Points in Potsdam

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Von: Katja Sturm

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Jubelnde Frankfurterinnen in Potsdam.
Jubelnde Frankfurterinnen in Potsdam. © IMAGO/Hartenfelser

Eintracht-Frauen können nach einem 2:0 beim Rivalen Turbine Potsdam auf die Champions League hoffen. Dazu braucht es einen Heimsieg gegen Werder - und Hilfe der Bayern.

Sie jubelten und feierten, als hätten sie es schon geschafft. Als hätten sie bereits das begehrte Ticket für die Champions League gelöst. Doch trotz des wichtigen 2:0 (0:0)-Erfolgs der Bundesliga-Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt beim Rivalen Turbine Potsdam müssen die Adlerträgerinnen weiter um ihren möglichen Auftritt auf europäischem Parkett in der nächsten Saison zittern. In der Tabelle sind die Hessinnen nun punktgleich mit dem Dritten aus Brandenburg, aber weiterhin auf Rang vier. Selbst bei einem weiteren Erfolg am letzten Spieltag gegen Werder Bremen sind sie wegen der um neun Treffer schlechteren Tordifferenz darauf angewiesen, dass Turbine zeitgleich bei Bayern München nicht gewinnt.

Dennoch herrschte im Karl-Liebknecht-Stadion erst mal „pure Freude und Erleichterung“ bei den Gästen, wie Verena Hanshaw feststellte. Die Österreicherin selbst hatte vor knapp 2600 Zuschauern in der 80. Minute das erlösende 2:0 erzielt. „Ich habe gesehen, dass die Torfrau weit draußen stand, und wusste: ‚Ich muss den Ball irgendwie drüber bekommen’“, sagte die 28-Jährige. Dass der Ball so einschlagen würde, damit hatte sie nicht gerechnet.

Lara Prasnikar trifft

Beide Mannschaften hatten, sich der Bedeutung der Partie bewusst, nervös angefangen. Eintracht-Coach Niko Arnautis hatte prognostiziert, dass sich das Match in den Köpfen entscheiden würde. Der Gedanke an die Königsklasse schien die Protagonistinnen zu hemmen. Bis sich dann im zweiten Durchgang nach einer Ansprache des Trainers ausgerechnet die frühere Potsdamerin Lara Prasnikar ein Herz fasste und nach einer Ecke, nach der die Gastgeberinnen den Ball nicht geklärt bekamen, in der 72. Minute traf. Das sollte im eigenen Team die Blockaden fallen lassen. Die Eintracht spielte befreiter auf, Turbine verkrampfte bis hin zur Passivität. Vorwerfen könnten sich die Siegerinnen lediglich, dass in der Nachspielzeit Laura Freigang und Laura Feiersinger weitere gute Chancen vergaben und damit das deutliche Torverhältnis nicht weiter positiv beeinflussten.

Als Selbstläufer sehen die Eintracht-Spielerinnen das Aufeinandertreffen mit den Norddeutschen im Stadion am Brentanobad am Sonntag (14 Uhr) nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel keineswegs. „Wir haben im Hinspiel gesehen, wie schwer es gegen Bremen sein kann“, sagte Hanshaw. „Aber wenn wir den Schwung mitnehmen, werden wir Werder mit unseren Fans im Rücken hoffentlich aus dem Stadion schießen.“ Und dann vielleicht wirklich über den Einzug in die Champions League jubeln.

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