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Filip Kostic bleibt ein Adlerträger.

Eintracht-Transfer

Eintracht Frankfurt verpflichtet Filip Kostic 

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Filip Kostic wird auch in Zukunft für Eintracht Frankfurt spielen. Der Serbe wurde bis zum 30. Juni 2023 fest verpflichtet.

Die Schlagzeilen gehörten lange Zeit dem furiosen Dreigestirn von Eintracht Frankfurt: Luka Jovic, Ante Rebic, Sebastien Haller. Die Torgaranten, die Erfolgsgaranten. Einer stand lange so ein bisschen im Schatten, obwohl er es gar nicht verdient hatte, weil Filip Kostic gewiss der beständigste und konstanteste Spieler der Eintracht ist, der seine Leistungen Woche für Woche auf höchstem Niveau auf den Rasen wirft. Kostic, 26, ist eine Klasse für sich. Nun hat Eintracht Frankfurt ernst gemacht und den bisher bis 2020 vom Hamburger SV ausgeliehenen Linksfuß fest verpflichtet und ihn mit einem Vertrag bis 2023 ausgestattet. Ein weise Entscheidung. Die Kaufoption war einst mit 6,5 Millionen Euro festgesetzt worden, da dem in der Klemme steckenden HSV aber der Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt sehr recht ist, konnte die Eintracht den Preis um rund eineinhalb Millionen Euro drücken. Ein gutes Geschäft.

„Für uns war Filip ein echter Glücksgriff. Mit seiner Dynamik, Zielstrebigkeit und Flexibilität hat er einen großen Anteil am positiven Verlauf der Saison“, sagt Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic, der Kostic 2014 vom FC Groningen zum VfB Stuttgart geholt hatte.

Filip Kostic ist aus der Mannschaft nicht wegzudenken

Kostic, den Trainer Adi Hütter ins linke Mittelfeld mit Zug nach vorne stellte, ist ein absoluter Leistungsträger, besticht durch Dynamik, Schnelligkeit und Wucht. Er ist ein Gewinn für dieses Team. „Ich habe vom ersten Tag einen Topspieler mit einer Top-Einstellung bekommen“, betont Coach Hütter, „viel wichtiger ist aber, wie bescheiden er ist.“ Das ist überraschend, wenn man bedenkt, in welchen Schubladen er steckte, als er aus Hamburg nach Frankfurt kam. Er galt als Söldner und Abzocker, als schwieriger Charakter, seine Lustlosigkeit könne sich schon mal auf die Mannschaft übertragen, hieß es. Genau das Gegenteil ist der Fall. „In was für Schubladen er steckte, das hat mich total enttäuscht“, sagt Hütter. „Er gehört in die oberste Schublade. Er ist ein klasse Fußballer und ein ganz feiner Kerl.“

In der laufenden Saison stand Kostic in 33 Bundesligaspielen auf dem Platz und erzielte bei elf Torvorlagen sechs Treffer. In der Europa League war Kostic in zwölf Spielen viermal als Torschütze erfolgreich (zwei Torvorlagen). Er ist aus diesem Team nicht mehr wegzudenken, er prägt es mit seiner Art, Fußball zu spielen – und das vielleicht noch ein paar Jahre.

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