Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Elfmeter verursacht, Elfmeter gehalten: Kevin Trapp, Selbstversorger.
+
Elfmeter verursacht, Elfmeter gehalten: Kevin Trapp, Selbstversorger.

Eintracht 1:1 gegen Fenerbahce

Eintracht Frankfurt gegen Fenerbahce: Last-Minute-Drama mit glücklichem Ende

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
    schließen
  • Thomas Kilchenstein
    Thomas Kilchenstein
    schließen

Eintracht Frankfurt spielt beim Auftakt der Europa League 1:1 gegen Fenerbahce Istanbul - weil Mesut Özil früh trifft, Sam Lammers ausgleicht und Keeper Kevin Trapp zum Held wird.

Frankfurt - Am Ende war das Remis dann ein bisschen glücklich für Eintracht Frankfurt, denn Fenerbahce verschoss in der 90. Minuten einen Foulelfmeter. Kevin Trapp parierte den Schuss von Dimitris Pelkas. Der Nachschuss von Mergim Berisha war zwar drin, doch der Istanbuler Spieler hatte sich zu früh in den Strafraum begeben. Das pfeifen auch nicht alle Schiedsrichter zurück.

Im zweiten Abschnitt hatten die Hessen die Partie im Griff, sie kontrollierten sie, erspielten sich aber zu wenige Torchancen. So blieb es dann unter den Augen von Bundestrainer Hansi Flick nach einem intensiven Spiel beim 1:1 (1:1). Sam Lammers hatte in seinem zweiten Pflichtspiel für die Hessen den Ausgleich markiert, Mesut Özil für Fenerbahce früh das 1:0 besorgt.

Eintracht Frankfurt gegen Fenerbahce Istanbul - SGE mit bester Saisonleistung

Die Frankfurter Eintracht, die bislang noch nicht so recht Tritt gefasst hat in der Liga, zeigte ihre bislang beste Saisonleistung - und das nicht gegen Laufkundschaft, sondern gegen eine abgezockte Mannschaft aus Istanbul. Trotzdem ist den Hessen mit dem Unentschieden der Auftakt in dieser schwere Europa-League-Gruppe gelungen. Beim letzten internationalen Auftritt vor zwei Jahren setzte es noch eine 0:3-Niederlage gegen den FC Arsenal im ersten Gruppenspiel.

Natürlich war es nicht so wie 2018, auch nicht wie 2019, dazu fehlte die Masse an Zuschauern, dazu fehlten die teilweise bombastische Choreographien. Aber was die 25 000 Zuschauer, darunter bestimmt 3000 stimmgewaltige Fans von Fenerbahce, an diesem Donnerstagabend in den Stadtwald brachten, war auch nicht von schlechten Eltern, selbst wenn im Istanbuler Block ganz schön gezündelt wurde. Europapokalabende sind in Frankfurt nun mal immer etwas spezielles.

Eintracht Frankfurt in der Europa League - Oliver Glasner auf der Tribüne

Der Frankfurter Trainer Oliver Glasner, der wegen einer Uefa-Sperre die Partie aus einer Loge auf der Tribüne der Arena verfolgen musste, hatte sein Team auf der einen oder anderen Position umbauen müssen. Linksverteidiger Christopher Lenz hatte wegen muskulärer Probleme passen müssen, für ihn rückte Danny da Costa ins Team, Erik Durm wechselte auf die linke Seite. Filip Kostic war natürlich wieder dabei, auch Kristijan Jakic und Rafael Borré, die gegen den VfB Stuttgart nur als Einwechselspieler zum Einsatz gekommen waren. Und ganz vorne versuchte sich erneut Neuzugang Samy Lammers, mit einigem Erfolg, wie sich später zeigen sollte.

Die Gastgeber aus Frankfurt, man muss es so sagen, kamen zunächst überhaupt nicht ins Spiel, ja sie standen förmlich neben sich. Offenbar waren sie überrascht von den spielerischen Fertigkeiten der Gäste, von deren Offensivdrang und Selbstbewusstsein. Nach neun Minuten stand es schon 1:0, Mesut Özil, ausgerechnet der gefallene deutsche Nationalspieler, beendete mit rechts einen wahren Schüssehagel auf das Eintracht-Tor. Die Führung war bereits zu diesem Zeitpunkt hochverdient, Fenerbahce war die klar bessere Mannschaft, flink, gedankenschnell. Nach zwei Minuten lief Diego Rossi schon allein auf das Tor von Kevin Trapp, der seinen zu schwachen Schuss parieren konnte. Nach vier Minuten hätte Martin Hinteregger fast ein Eigentor produziert, auch da war Trapp auf dem Posten.

Eintracht Frankfurt spiel 1:1 gegen Fenerbahce Istanbul

Von Kevin Trapp bis Sam Lammers - Alle Spieler der SGE in der Einzelkritik.

Eintracht Frankfurt gegen Fenerbahce Istanbul: Schwieriger Start für die SGE

Es sah wahrlich nicht gut aus für die Eintracht, die in der Anfangsviertelstunde kein Bein auf den Boden bekam und froh sein konnte, nicht höher in Rückstand geraten zu sein. Fenerbahce hatte alles im Griff, der Zweite aus der türkischen Süper Lig war Herr im fremden Haus. Der Eintracht wollte nicht viel gelingen, Sam Lammers stand häufig im Abseits, Borré auf Rechtsaußen auf verlorenem Posten, Daichi Kamada kam nicht auf Touren. Doch das sollte nicht so bleiben.

Die Eintracht biss sich regelrecht in diese Partie, Djibril Sow und der starke Jakic bekamen mehr und mehr Übergewicht im Mittelfeld, und es war der Schweizer Internationale, dem nach knapp 25 Minuten eine erste Torannäherung gelang: Gleich zweimal scheiterte er, erst am Istanbuler Abwehrbein, dann an Torwart Altay Bayindir, allerdings schien Vorlagengeber Kostic zuvor hauchzart im Abseits gewesen zu sein. Mittlerweile und nach einer halben Stunde hatte es Eintracht Frankfurt geschafft, sie agierte nun auf Augenhöhe, hielt die gefährlichen türkischen Spitzen tunlichst vom eigenen Tor weg, nahm das Heft des Handels immer mehr in die Hand.

Europa League: Eintracht Frankfurt startet mit Remis

Und natürlich war es Kostic, der in der 41. Minute den dann längst fälligen Ausgleich initiierte: Nach einem feinen Chipball von Jakic marschierte der Serbe auf und davon, seinen prima Querpass brauchte der lange sehr unglücklich agierende Lammers nur noch ins Tor zu drücken. Und dem Niederländer hatte sich vor dem Pausenpfiff gar die Möglichkeit zur Führung geboten.

Im zweiten Abschnitt beruhigte sich die Partie etwas, es war nun, wie Trainer Glasner tags zuvor geahnt hatte, ein Schlagabtausch, kein offener, aber einer, der hin und her wogte. Nach einer guten Stunde erstarb den Frankfurter Fans der Torjubel über das vermeintliche 2:1 auf den Lippen, der Treffer von Lammers wurde wegen Abseits zurückgenommen, Kamada stand knapp in der verbotenen Zone. Kostic hatte noch eine Möglichkeit (75.). Danach neutralisierten sich beide Teams weitgehend, beide Mannschaften schienen mit dem Remis gut leben zu können. Dann kam die 90. Minute und der große Auftritt des Kevin Trapp, der erst den Strafstoß verursachte und ihn dann entschärfte. (Ingo Durstewitz und Thomas Kilchenstein)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare