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Wegen positiven Corona-Tests: Eintracht Frankfurt muss gegen den FC Augsburg auf Kevin Trapp und Filip Kostic verzichten.
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Bittere Ausfälle: Eintracht Frankfurt muss gegen den FC Augsburg auf Kevin Trapp (links) und Filip Kostic verzichten. (Archivfoto)

SGE

Eintracht Frankfurt gegen Augsburg: Kostic und Trapp fallen mit Corona-Infektion aus

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Linksaußen Filip Kostic und Torhüter Kevin Trapp fallen gegen den FC Augsburg aus. Derweil kann das Kapitel Amin Younes bei Eintracht Frankfurt endgültig geschlossen werden.

+++ 20.24 Uhr: Bei der Pressekonferenz am Freitagmittag konnte Oliver Glasner noch keine Angaben machen, jetzt gibt es Gewissheit: Eintracht Frankfurt muss gegen den FC Augsburg auf Filip Kostic und Torhüter Kevin Trapp verzichten. Beide Schlüsselspieler wurden am Freitag (14.01.2022) positiv auf das Coronavirus getestet. Beide Spieler hätten milde Symptome, es gehe ihnen gesundheitlich gut, teilte die SGE mit.

Oliver Glasner habe zuvor die Berichte noch nicht bestätigen können, da die Auswertung der PCR-Tests noch nicht erfolgt war. Eintracht Frankfurt gebe grundsätzlich nur Auskunft zu sicheren, mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Ergebnissen, begründete der Verein die zögerliche Kommunikation.

Eintracht Frankfurt gegen Augsburg: Filip Kostic ist fraglich

Erstmeldung vom Freitag, 14.01.2022, 16.45 Uhr: Frankfurt – Als ihm die Fragen dann doch zu viel und zu bohrend wurden, hat sich der Frankfurter Trainer Oliver Glasner ins humoristische Dickicht flüchten wollen. Er habe „heute am Nachmittag noch einen Call mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach“, zog der österreichische Fußballlehrer die Frage ins Lächerliche. „Wir werden das alles erneut durchsprechen mit den Gesundheitsämtern und dann schauen wir mal“, fügte er noch an und sorgte damit für Verwirrung.

Im Kern ging es bei dieser virtuellen Pressekonferenz vor dem Punktspiel von Eintracht Frankfurt am Sonntag (15.30 Uhr/Dazn) beim FC Augsburg um am Freitagvormittag aufploppende Gerüchte, wonach Filip Kostic und womöglich auch Kevin Trapp positiv auf Corona getestet worden seien. Dies wollte Glasner weder dementieren noch bestätigen. „Wenn irgendein Spieler definitiv ausfallen würde, dann hätte ich das heute gesagt. Bisher gibt es nichts“, sagte der Coach, aber er sei in dieser „strangen, komplizierten Zeit“ vorsichtig, was Prognosen angeht. Man wolle keine Wasserstandsmeldungen abgeben, „so lange ich jetzt keine klare Aussage habe, halte ich mich etwas zurück“.

Eintracht Frankfurt: Jesper Lindström und Djibril Sow wieder fit

Dieses Herumlavieren erinnert an die Situation von vor einer Woche, als es erst hieß, Mittelfeldspieler Jesper Lindström sei positiv auf das Virus getestet, ehe sich herausstellte, dass er doch spielen konnte. Auch das Testergebnis beim Schweizer Djbril Sow war unklar, weshalb er nicht in den Kader kam. Inzwischen konnte er längst wieder mittrainieren. So ähnlich dürfte es sich auch im Falle von Kostic verhalten.

Der Verdacht besteht nämlich, dass die CT-Werte beim Serben zwar auffällig sind, aber nicht so, dass sofort Quarantäne angezeigt wäre. Liegt der Wert über 30, geht man davon aus, dass die Person nicht ansteckend ist. Weitere Tests werden da Aufschluss geben, bis zum Anstoß am Sonntag ist ja noch ein wenig Zeit. Ganz sicher wollte Glasner aber seinem Augsburger Kollegen Markus Weinzierl im Unklaren über die personelle Situation in Frankfurt lassen.

Eintracht Frankfurt: Ausfall von Filip Kostic schwer zu verkraften

Ein Ausfall des Linksfußes würde die Eintracht natürlich im Mark treffen, der von vielen Klubs umworbene Flügelspieler ist im Grunde nicht zu ersetzen. Kostic ist ohnehin Frankfurter Lebensversicherung, nahezu alle gefährlichen Aktionen laufen über seine Seite, auch bei der Jahresauftaktschlappe gegen Borussia Dortmund war er an beiden Frankfurter Toren direkt beteiligt. Bei Kevin Trapp, der sich seit Wochen schon in bärenstarker Verfassung zeigt, soll es sich nur um eine „normale“ Erkältung handeln.

Jüngst hatte Oliver Glasner schon geunkt, die Gesellschaft werde nicht umhin kommen, mit dem Coronavirus zu leben. An Geisterspielen, wie jetzt, mag er sich aber nicht gewöhnen wollen: „Das ist ein Volldesaster, katastrophal, ich habe kein Verständnis für die Geisterspiele“, dies sei eine politische Entscheidung, weniger eine epidemiologische.

Eintracht Frankfurt gegen FC Augsburg - SGE will wieder nach Europa

Sollte Frankfurts Bester nicht spielen können, wäre das eine erhebliche Schwächung für die Hessen, die sich trotz des Rückrundenpatzers gegen den BVB gut gewappnet für die zweite Saisonhälfte wähnen. Die Ambitionen sind ja nicht kleiner geworden, Europa soll es sein. Trainer Glasner war zudem mit dem Start trotz des 2:3 zufrieden, „eine Niederlage, die wir uns selbst zuzuschreiben“ hätten. Aber eine spielerische Entwicklung sei unverkennbar. „Wir wollen an die Auftritte aus dem November, Dezember anknüpfen“, sagte Glasner, „und das ist gelungen.“ Im Hinspiel gegen Dortmund sei man noch „chancenlos“ gewesen, jetzt „hatten wir es in der eigen Hand“, und er liebe es, „Trümpfe in der Hand zu halten“, sagte der 47 Jahre alte Coach.

Und er verlangt von seiner Mannschaft, wieder Mut zur Attacke. Passivität führe nur dazu, den Gegner aufzubauen. Gegen den FCA, gegen den sich die Hessen traditionellerweise schwer tun, weil sie die nicklige, körperbetonte Gangart nicht mögen. In Augsburg werde man sich erneut wenig Fehler im Spielaufbau erlauben dürfen, denn wenn die bayerischen Schwaben etwas können, dann das Kontern.

Eintracht Frankfurt schließt Kapitel Amin Younes

Der FC Augsburg, aktuell auf dem Relegationsplatz 16, habe die zweithöchste „vertikale Spielgeschwindigkeit“ in der Liga, sie spielen die Bälle blitzschnell nach vorne. Da wird Martin Hinteregger gegen seinen alten Klub auf der Hut sein müssen.

Derweil steht Amin Younes unmittelbar vor einem Wechsel nach Saudi-Arabien, er wir sich dem Klub Al-Ettifaq anschließen. Die Verhandlungen, auch mit dem SSC Neapel sind abgeschlossen, der Medizincheck auch. Und der Vertrag mit den Hessen, die eine Angel nach Innenverteidiger Jerome Onguene (RB Salzburg) ausgeworfen haben, wird aufgelöst. Das - dann doch - unerfreuliche Kapitel Younes ist somit geschlossen, kaum das es richtig aufgeblättert war. „Ich wünsche Amin für seine Zukunft alles Gute“, sagte Glasner.(Thomas Kilchenstein)

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